Auf den Spuren Wilhelm Tells

21.05.2016 |  Von  |  Ausflugsziele CH
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Auf den Spuren Wilhelm Tells
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Mit dem neuartigen Geländespiel „Tatort Tell“ legt Uri Tourismus die Akte des Freiheitskämpfers Wilhelm Tell neu auf. Die experimentelle Spurensuche führt Spielteilnehmer zu den Hauptschauplätzen des Armbrust-Krimis und lässt sie die Urschweiz spielerisch entdecken.

Nun ist das Geländespiel lanciert. Mit der Neueröffnung des Tell-Museums Ende Mai und den Tellspielen Altdorf von August bis Oktober geht es im Tell-Jahr 2016 Schlag auf Schlag weiter.

Vor 725 Jahren haben sich drei Eidgenossen auf dem Urner Rütli die Treue geschworen, besagt der nationale Gründungsmythos. Die nächtliche Zusammenkunft, wie sie Friedrich Schiller im Drama „Wilhelm Tell“ wirkungsmächtig beschreibt, hat wohl nie stattgefunden und auch Wilhelm Tell ist höchstwahrscheinlich eine fiktive Figur.

Trotzdem bewies Schiller Treffsicherheit: Seine Verse beeinflussen bis heute das Selbstverständnis der Schweiz. Im Jubiläumsjahr 2016 rollt die Uri Tourismus AG die Geschichte des Urner Apfelschützen neu auf. „Tatort Tell“ heisst das neu entwickelte Geländespiel, das an die Schauplätze des Heldenstücks führt. Am 18. Mai 2016 hat Uri Tourismus das Spiel offiziell lanciert.


Auf den Spuren Wilhelm Tells (Bild: Uri Tourismus, Fotograf: Valentin Luthiger)

Auf den Spuren Wilhelm Tells (Bild: Uri Tourismus, Fotograf: Valentin Luthiger)


Spielerisch Geschichte erleben

Mit Spielplan, Tatort-Karten, Kommissarausweis und Kommissarrucksack ausgerüstet, begeben sich Spielteilnehmer auf die Fährte des Schweizer Nationalhelden. In Gruppen von bis zu sechs Personen erschliesst sich ihnen die Akte Tell Schritt für Schritt und Experiment um Experiment.

Die sorgfältig in die Umgebung integrierten Installationen an den 15 Spielstationen von „Tatort Tell“ äussern sich als melodiöse Dusche oder animierter Apfelschuss – auch Tells Sprung auf die Tellplatte ist Teil der multimedialen Geschichtslektion für Familien, Freunde, Firmen und Vereine. Die Antworten auf die Rätselaufgaben gilt es wechselweise zu ertasten, sehen, hören oder riechen. Teleskopspiegel, Polarisationsfilter, Holzstäbchen oder eine Armbrust aus dem Kommissarrucksack helfen dabei. Das ganze Spiel dauert rund sechs Stunden, in einer Kurzversion sind es drei Stunden.


Nun ist das Geländespiel „Tatort Tell“ lanciert. (Bild: Uri Tourismus, Fotograf: Valentin Luthiger)

Nun ist das Geländespiel „Tatort Tell“ lanciert. (Bild: Uri Tourismus, Fotograf: Valentin Luthiger)


15 Tatorte in Altdorf, Bürglen und Sisikon

Sieben „Tatort Tell“-Stationen befinden sich im Tell-Epizentrum Altdorf und je vier in Tells Heimat Bürglen sowie in der Umgebung der Tellsplatte. Das Tell-Museum und die wichtigsten Urner Tell-Denkmäler und -Kapellen liegen in unmittelbarer Umgebung der Stationen. So lädt das Spiel dazu ein, sich darüber hinaus vertiefter mit dem Tell-Mythos, seiner Überlieferung und Bedeutung zu befassen. Tell-Ermittler reisen mit Bus, Zug und Schiff gratis zwischen den Tatorten in Altdorf, Bürglen und Sisikon. Besonders die Wegstrecke entlang des Urnersees zur Tellsplatte bietet sich auch als Wanderung an.


„Tatort Tell“ heisst das neu entwickelte Geländespiel. (Bild: Uri Tourismus, Fotograf: Valentin Luthiger)

„Tatort Tell“ heisst das neu entwickelte Geländespiel. (Bild: Uri Tourismus, Fotograf: Valentin Luthiger)


Innovative touristische Angebote

„Mit dem Gruppenerlebnis Tatort Tell bringen wir Besuchern die Berg- und Seenlandschaft der Urschweiz spielerisch und generationenübergreifend näher“, erklärt Martina Stadler, Geschäftsführerin der Uri Tourismus AG. Die Tourismusorganisation mit dem Konterfei des Armbrusthelden im Logo setzt verstärkt auf die Karte Tell.

Mit innovativen Angeboten wie „Tatort Tell“ will sie das Urner Unterland touristisch klar positionieren, neue Gäste anziehen und ihre Aufenthaltsdauer in der Region verlängern. Uri Tourismus hat das Enjoy-Switzerland-Projekt „Tatort Tell“ gemeinsam mit Schweiz Tourismus und den Inszenierungs-Spezialisten der Bellprat Associates AG entwickelt. Finanziert wurde „Tatort Tell“ von Bund, Kanton, privaten Stiftungen und Eigenmitteln der Uri Tourismus AG. „Die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Behörden und Privatpersonen haben die Realisierung von Tatort Tell erst möglich gemacht“, erklärt Martina Stadler bei der Lancierung am 18. Mai 2016.

Urner Tell-Spektakel im Jubiläumsjahr 2016

Der Startschuss zum neuen Geländespiel im Urner Unterland fällt treffsicher ins Tell-Jahr 2016. Das Tell-Museum in Tells Heimatdorf Bürglen hat seit der Eröffnung vor 50 Jahren über eine halbe Million Besucher in den mittelalterlichen Wattigweilerturm gelockt. Am 28. Mai 2016 startet das Museum baulich saniert und mit komplett neuem Ausstellungskonzept ins Jubiläumsjahr.

Das Museum beheimatet die umfassendste Sammlung an historischen Dokumenten und künstlerischen Exponaten aus sechs Jahrhunderten Wilhelm Tell sowie eine bedeutende Sammlung an Werken des Basler Malers Ernst Stückelberg (1831–1903). Wie „Tatort Tell“ inszenieren auch die Tellspiele Altdorf den jahrhundertealten Mythos neu und zeitgemäss. Die Tellspiele finden vom 20. August bis 22. Oktober 2016 im theater(uri) in Altdorf statt.

Philipp Becker führt Regie. International sorgte er mit dem Projekt „Ein Dorf im Widerstand“ an den Ruhrfestspielen 2012 für Aufsehen. Der 38-jährige Tübinger unterrichtet Theater an der Zürcher Hochschule der Künste. Auf der Bühne der Tellspiele stehen wie immer Laiendarsteller: 84 Frauen, Männer und Kinder aus der Umgebung von Altdorf.

 

Artikel von: Uri Tourismus AG
Artikelbild: © Uri Tourismus, Fotograf: Valentin Luthiger

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