Basilicata – im unbekannten Süden Italiens

07.06.2016 |  Von  |  Europa, Italien
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Basilicata – im unbekannten Süden Italiens
4.3 (86.67%)
6 Bewertung(en)

Im tiefen Süden von Italien liegt die Region Basilicata. Die nach Italien reisenden Touristenströme haben bisher um diese Region einen Bogen gemacht.

Daher sind Ferien in der Basilicata ein Geheimtipp. Die Region hat wunderschöne Küstenabschnitte, aber auch wilde Bergregionen zu bieten. Mit einer Fläche von knapp 10`000 km² gehört die Region Basilicata zu den kleineren Regionen in Italien. Hier leben rund 580`000 Menschen und damit ist die Basilicata vergleichsweise dünn besiedelt. Dafür ist viel unberührte Natur vorhanden. Die Hauptstadt der Region ist die Stadt Potenza. Kenner Italiens schätzen die Ursprünglichkeit der Basilicata und dies macht die Region im tiefen Süden Italiens zu einem empfehlenswerten Ferienziel.

Wilde Küste und herrliche Strände

Im Westen der Basilicata besitzt die Region einen schmalen Küstenstreifen am Tyrrhenischen Meer. Dieser Küstenabschnitt zeichnet sich durch seine Wildheit aus, denn er ist stark zerklüftet. Zwischen den steil abfallenden Felsen verstecken sich kleine, romantische Buchten. Das touristische Zentrum hier am Tyrrhenischen Meer ist das Städtchen Maratea. Dies ist vor allem für Individualisten etwas, denn der Badetourismus dieser Region konzentriert sich auf den Golf von Taranto, welcher sich zum Ionischen Meer hin öffnet.


Das touristische Zentrum hier am Tyrrhenischen Meer ist das Städtchen Maratea. (Bild: © Antonio.li - shutterstock.com)

Das touristische Zentrum hier am Tyrrhenischen Meer ist das Städtchen Maratea. (Bild: © Antonio.li – shutterstock.com)


Hier finden Sie jede Menge Platz vor, denn diese Küste besitzt ausgedehnte Sand- und Kiesstrände. Viele dieser Strände werden von prächtigen Pinienhainen flankiert. Sie bieten in den heissen Sommermonaten Schutz vor der sengenden Sonne. Die bekanntesten Badeorte am Golf von Taranto mit entsprechender touristischer Infrastruktur sind Policare und Metaponte. Es versteht sich von selbst, das Ihnen hier die verschiedensten Wassersportaktivitäten angeboten werden. Aber Sie werden auch stille Plätzchen finden, um ungestört ein Sonnenbad zu nehmen und sich zu entspannen.


Das Städtchen Maratea am Tyrrhenischen Meer (Bild: AlexanderVanLoon, Wikimedia, CC)

Das Städtchen Maratea am Tyrrhenischen Meer (Bild: AlexanderVanLoon, Wikimedia, CC)


Faszinierende Bergwelt in der Basilicata

Das Hinterland der Basilicata wird von Hügel- und Bergland bestimmt. Lediglich am Golf von Taranto gibt es eine nennenswerte Ebene. Der mittlere und westliche Teil der Region wird vom Lukanischen Appenin eingenommen, der im 2267 Meter hohen Serra Dolcedorme seinen höchsten Gipfel in der Basilicata hat. In den Bergregionen gibt es herrliche Wanderwege. Besonders attraktiv ist der Pollino Nationalpark. Sie wandern durch eine unberührte und abwechslungsreiche Natur mit herrlichen Buchenwäldern, bunten Bergwiesen und teilweise durch eine karge, verkarstete Felslandschaft – atemberaubende Ausblicke inklusive. Es werden aber auch Aktivitäten angeboten, welche für den besonderen Kick sorgen, wie beispielsweise Canyoning oder Rafting. Etwas Aussergewöhnliches ist der so genannte Engelsflug. Wagemutige schweben dabei an einem Drahtseil hängend zwischen den Ortschaften Castelmezzano und Pietrapertosa hindurch.


Pollino Nationalpark (Bild: Potito m. petrone, Wikimedia, GNU)

Pollino Nationalpark (Bild: Potito m. petrone, Wikimedia, GNU)


 Weltkulturerbe Matera ist ein Muss

Ein besonders beliebtes Ziel in der Region Basilicata ist die Stadt Matera. Sie wurde durch ihre Höhlensiedlungen weltberühmt und machten den Ort zum Weltkulturerbe. Über breite Stufen und verschlungene Wege gelangen Besucher zu den übereinander liegenden Höhlenwohnungen. Zum Teil waren diese Wohnungen sogar noch bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts bewohnt. Noch spektakulärer wird die einzigartige Kulisse zudem durch die zahlreichen, direkt in den Fels gehauenen Kirchen. Ein Besuch von Matera ist bei einem Aufenthalt in der Basilicata ein unbedingtes Muss und sei Ihnen wirklich ans Herz gelegt.


Sassi di Matera (Bild: © canadastock - shutterstock.com)

Sassi di Matera (Bild: © canadastock – shutterstock.com)


Matera, die Stadt aus Stein (Bild: © Sabino Parente - shutterstock.com)

Matera, die Stadt aus Stein (Bild: © Sabino Parente – shutterstock.com)


Meatera bei Nacht (Bild: © leonori - shutterstock.com)

Meatera bei Nacht (Bild: © leonori – shutterstock.com)


Altstadt von Matera (Bild: © leoks - shutterstock.com)

Altstadt von Matera (Bild: © leoks – shutterstock.com)


Gründung durch griechische Siedler

Ein weiteres lohnenswertes Ziel sind die Ruinen und Ausgrabungsstätten von Metapont, die sich nur wenige Kilometer von der Küste entfernt befinden. Die Siedlung wurde von griechischen Siedlern gegründet. Von der einstigen Stadt sind nur noch Ruinen erhalten. Besonders beeindruckend sind die Reste des Heratempels. In der heutigen Stadt Metaponto sollten Sie noch einen Rundgang durch das dortige Archäologische Museum machen. Hier sind zahlreiche Fundstücke zu sehen, darunter Münzen aus der Zeit von etwa 400 vor Christus.


Heratempel bei Metaponto (Bild: Σπάρτακος, Wikimedia, CC)

Heratempel bei Metaponto (Bild: Σπάρτακος, Wikimedia, CC)


Highlights der Hauptstadt Potenza

Potenza, die Hauptstadt der Region Basilicata, konnte ebenfalls ein reiches kulturelles Erbe bewahren. Vor allem den Dom der Stadt sollten Sie besuchen, denn er birgt eine Fülle von Kunstschätzen. Kaum minder interessant ist die Kirche San Francesco, die im ersten Moment eher schlicht wirkt. Besondere Beachtung verdienen zwei Fresken mit der Darstellung des Hl. Franziskus und der Hl. Klara, welche vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammen sowie eine Ikone aus dem 13. Jahrhundert. Auch ein Rundgang durch das Archäologische Provinzmuseum ist lohnenswert. Interessant sind vor allem die zahlreichen Artefakte aus der Antike.



 Rund um den Monte Vulturi

Etwa 45 Kilometer nördlich von Potenza liegt der Monte Vulturi, ein erloschener Vulkan. Rund um den markanten Berg gibt es einige lohnenswerte Ziele. In einer Caldera des Vulkans befinden sich die Laghi di Monticchio, zwei durch eine schmale Landbrücke voneinander getrennte Maare. Es ist ein durchaus lohnenswertes Wandergebiet. Am Fuss des Monte Vulturi befindet sich die sehenswerte Gemeinde Melfi. Oberhalb des Ortes steht eine Festung aus normannisch-staufischer Zeit. Eine weitere bedeutende Festungsanlage ist das Castel Lagopesole, welches sich ebenfalls im Norden der Region Basilicata befindet und schon von weitem zu sehen ist.


Festungsanlage Castel Lagopesole (Bild: © Gianluca Foto - shutterstock.com)

Festungsanlage Castel Lagopesole (Bild: © Gianluca Foto – shutterstock.com)


Die Region Basilicata hat noch viel von ihrer Ursprünglichkeit bewahrt. Wenn Sie gerne einmal die touristischen Trampelpfade verlassen und individuelle Ferien geniessen möchten, sind Sie im tiefen Süden Italiens genau richtig.

 

Artikelbild: © canadastock – shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

Basilicata – im unbekannten Süden Italiens

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.