Das neue „Cruisen“: Schönskifahren in Zell

21.01.2017 |  Von  |  News, Schweiz
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Das neue „Cruisen“: Schönskifahren in Zell
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Stilistische Neuerung im alpinen Wintersport: Nach den sportlichen Techniken Wedeln und Carven, die das Bild auf den Pisten in den vergangenen drei Jahrzehnten prägten, steht das genussvolle Skifahren mit der als „Schönskifahren“ oder auch „Cruisen“ bezeichneten Technik vor einer stilistischen Neuerung.

Die Skischulen in der Ferienregion Zell am See-Kaprun sind unter den ersten Anbietern, die die veränderte Fahrweise Anfängern und Fortgeschrittenen näherbringen. Damit wird das Skifahren in Zell am See-Kaprun wieder zum Gesamterlebnis: Die Abfahrt wird mit dem Blick auf den glasklaren Zeller See, auf umliegende weisse Gipfel und urige Hütten, die zur Einkehr einladen, entschleunigt. Der Genuss am Skifahren inmitten der winterlichen Bergwelt von Zell am See-Kaprun rückt wieder in den Vordergrund.

Eleganter, sicherer, weniger anstrengend: Die Technik hinter dem „Schönskifahren“

Nachdem das Skifahren in den vergangenen Jahren durch das dynamische Carven mit einer breiten Skistellung sowie durch extreme Innenlagen und Radien geprägt war, ist der neue Stil eine Rückbesinnung auf alte Tugenden: Die aufrechte Körperhaltung mit einer leichten Vorbeugung in Knie, Hüfte und Oberkörper sorgt ebenso wie die engere Skistellung für entspannteres und eleganteres Skifahren. Auch auf den Stockeinsatz als Schwunghilfe, der während der Carving-Ära fast in Vergessenheit geraten war, wird wieder vermehrt geachtet. Während die Füsse nur noch so weit voneinander entfernt sind wie beim normalen Gehen, ist das starke Drehen des Oberkörpers in Richtung Tal gar nicht mehr gewünscht.

Skifahren wird dementsprechend wieder genussvoller und weniger belastend für Muskeln und Gelenke. Es darf jedoch trotz vieler Ähnlichkeiten mit dem Wedeln nicht für eine vollständige Rückkehr desselben gehalten werden: Das „Schönskilaufen“ liegt in der Mitte zwischen Carven und Wedeln und erfordert je nach Länge und Taillierung der Ski sowie entsprechend der Steilheit des Geländes mal gerutschte, mal gecarvte Schwünge mit kurzen Radien.


Eleganter, sicherer, weniger anstrengend: Die Technik hinter dem „Schönskifahren“ (Bild: © Gletscherbahnen_Kaprun)

Eleganter, sicherer, weniger anstrengend: Die Technik hinter dem „Schönskifahren“ (Bild: © Gletscherbahnen_Kaprun)


Vorteile des „Schönskifahrens“: Das sagen die Skilehrer

„Natürlich ist diese Anpassung der Fahrweise keine radikale Abwandlung. Trotzdem darf man die technischen Veränderungen und ihre positiven Auswirkungen auf Sicherheit, Geschwindigkeit und Fahrästhetik nicht unterschätzen“, erläutert Lorenz Wallner, Leiter der Skischule Zell am See. „Bewegungen zum runderen Fahren stehen im Vordergrund und auch das Rutschen am Ende eines Schwungs ist wieder erlaubt“, so Wallner weiter. „Der massive Kanteneinsatz in den Kurven mit den daraus resultierenden starken Fliehkräften ist nicht mehr das Hauptlernziel und sollte den erfahrenen Skifahrern vorbehalten bleiben.“

Zusätzlich zur zurückgewonnenen Eleganz auf den Pisten bringt das „Schönskifahren“ auch für die Gesundheit und Sicherheit Vorteile mit sich, wie Helmut Schneider, Leiter der Alpin-Skischule Kaprun, kommentiert: „Knie und Rücken sowie die gesamte Muskulatur werden durch die aufrechtere Haltung, den verminderten Kanteneinsatz und die geringere Geschwindigkeit entlastet. Vor allem in der unfallträchtigen Zeit am Nachmittag, wenn die Pisten hügeliger werden und die Müdigkeit einsetzt, bleiben durch den Schönskilauf genügend Kraftreserven, um Verletzungen vorzubeugen. Ausserdem ist bei diesem Fahrstil die Beweglichkeit des Skifahrers höher und dementsprechend die Reaktion auf Hindernisse besser.“


Das „Schönskifahren“ bringt auch für die Gesundheit und Sicherheit Vorteile mit sich. (Bild: © Schmittenhoehebahn_AG)

Das „Schönskifahren“ bringt auch für die Gesundheit und Sicherheit Vorteile mit sich. (Bild: © Schmittenhoehebahn_AG)


„Schönskifahren“ in Zell am See-Kaprun: Angebote der Skischulen

Die Skischulen in Salzburg und Österreich, deren technische Vorgaben international bei der Vermittlung des alpinen Skisports als Richtlinien gelten, stehen hinter dieser Weiterentwicklung. Die neue Methode verspricht einen schnellen, vergleichsweise einfachen Lernprozess und sorgt für ein genussvolles Skifahrerlebnis. Auch die Skischulleiter aus Zell am See und Kaprun, Lorenz Wallner und Helmut Schneider, sind überzeugt: Den „Schönskilauf“ unterrichten sie schon seit Langem. Privatstunden und Skikurse in der Gruppe sind über die Websites der jeweiligen Skischulen buchbar.

 

Quelle: Zell am See-Kaprun Tourismus
Artikelbild: Symbolbild © Zell am See-Kaprun Tourismus

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