Den Mythos des Alten Ägypten in Karlsruhe erleben

06.10.2016 |  Von  |  Deutschland, News
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Den Mythos des Alten Ägypten in Karlsruhe erleben
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Wer die Faszination des Alten Ägypten erleben möchte, hat dazu im Badischen Landesmuseum Karlsruhe die Gelegenheit. Erstmals seit über vier Jahrzehnten stellt eine Ausstellung einen der berühmtesten und mächtigsten Pharaonen ins Zentrum: Ramses II. Der „Mythos Ägypten“ spiegelt sich übrigens überall im Stadtbild von Karlsruhe wider.

„Er hat alles übertroffen, was frühere Könige getan haben“, schrieb Ramses II. über sich selbst in einer Bauinschrift am berühmten Amun-Tempel in Luxor. Mit dem Beinamen „der Grosse“ ging er in die Geschichte des Alten Ägyptens ein.

Das Badische Landesmuseum Karlsruhe widmet dem bedeutenden Pharao eine grosse kulturhistorische Sonderausstellung – die erste umfassende Schau nach der bislang einzigen Ramses-Ausstellung in Paris vor 40 Jahren. Ab dem 17. Dezember 2016 bis 18. Juni 2017 erwarten die Besucher rund 250 Exponate aus Museen aus aller Welt.

Geschichte wird virtuell zum Leben erweckt  

Eine Besonderheit der Karlsruher Ausstellung ist die erstmalige virtuelle Rekonstruktion der von Ramses II. neu erbauten Hauptstadt Pi-Ramesse, die in enger Zusammenarbeit mit den dort tätigen Archäologen vom University College London und dem Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim entsteht. In einer eigens für die Ausstellung gestalteten Entdecker-Lounge können die Besucher mehr über die faszinierende Geschichte der Mumie des Pharaos erfahren. So gewinnen die Besucher erstmalig ein Gesamtbild der wohl mächtigsten Persönlichkeit des Alten Ägyptens: Ramses der Grosse als Pharao, Militärstratege, Diplomat, Bauherr und Gott.

Urheber des ersten Friedensvertrags der Weltgeschichte

Kein anderer Pharao hinterliess so viele Bauwerke und Statuen wie Ramses II. Von den monumentalen Tempelanlagen in Abu Simbel und seinem Totentempel, dem Ramesseum in Theben, vermittelt die Ramses-Ausstellung anhand von Modellen und überdimensionalen Rauminszenierungen einen nachhaltigen Eindruck. Kolossale Königsbildnisse präsentieren die imperiale Macht des göttlichen Herrschers.

Doch auch auf realpolitischer Ebene versuchte Ramses das Einflussgebiet Ägyptens in Vorderasien auszubauen und stiess dabei auf grossen Widerstand der Hethiter, der Grossmacht Anatoliens. Diese Rivalität gipfelte in der  berühmten Schlacht von Kadesch.

Bei den darauffolgenden Friedenverhandlungen bewies Ramses diplomatisches Geschick und schloss mit den Hethitern einen Friedensvertrag ab – der erste in der Weltgeschichte überhaupt. Einzigartige Schriftdokumente und kostbare Gastgeschenke des Pharaos zeugen von dem engen Austausch Ägyptens mit den Nachbarstaaten. Statuen, die zum Teil noch nie in Deutschland zu sehen waren, und Alltagsdarstellungen aus dem Alten Ägypten vermitteln den Besuchern einen Einblick in das Gesellschaftssystem der Zeit von Ramses II.


Der "Mythos Ägypten" spiegelt sich übrigens überall im Stadtbild von Karlsruhe wider. (Bild: KTG Karlsruhe Tourismus GmbH)

Der „Mythos Ägypten“ spiegelt sich übrigens überall im Stadtbild von Karlsruhe wider. (Bild: KTG Karlsruhe Tourismus GmbH)


Mythos Ägypten wird in Karlsruhe lebendig

Parallel zur Sonderausstellung „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“ im Badischen Landesmuseum lädt ein Stadtrundgang zur spannenden Erlebnisreise durch das „ägyptische Karlsruhe“ ein. Schon das Wahrzeichen von Karlsruhe ist ägyptisch geprägt: eine rund sieben Meter hohe Pyramide aus rotem Sandstein auf dem Marktplatz.

Das aussergewöhnliche Bauwerk bedeckt die Gruft des Stadtgründers, Markgraf Karl Wilhelm. Ursprünglich befand sich an diesem Platz die Konkordienkirche, doch im Jahre 1806 sollte auf Wunsch der Fürstenfamilie Karlsruhe in die repräsentative Hauptstadt des Grossherzogtums Badens umgewandelt und der Marktplatz völlig neu gestaltet werden.

Für das neue Denkmal des Namensgebers liess sich Stadtarchitekt Friedrich Weinbrenner vom Zeitgeist inspirieren: Seit den Ägyptenfeldzügen Napoleons im Jahr 1798 beeinflusste der ägyptische Stil ganz Europa. Die Pyramide fand schnell Anklang bei den Karlsruhern, und heute ziert sie als stilisiertes Dreieck den offiziellen Schriftzug der Stadt. Der rund zweistündige Stadtrundgang auf Spurensuche ägyptischer Bauwerke in Karlsruhe führt vorbei an bekannten Karlsruher Sehenswürdigkeiten wie dem Botanischen Garten, aber auch entlang der unbekannten „ägyptischen Seiten“ von Karlsruhe.

Attraktives Wochenendarrangement

Die Faszination des Alten Ägyptens in Karlsruhe erleben: Das Wochenendarrangement RAMSES enthält ein bis drei Übernachtungen (Angebot immer gültig von Freitag bis Montag) inklusive Frühstück, eine Karlsruhe Card mit zahlreichen kostenfreien Leistungen, jeder Menge Vergünstigungen sowie freie Fahrt mit Bus und Bahn im Stadtgebiet sowie freien Eintritt in die grosse kulturhistorische Sonderausstellung „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“ und gibt es schon ab 80,- Euro pro Person im Doppelzimmer.

Weitere Informationen: www.karlsruhe-tourismus.de/ramses

 

Artikel von: KTG Karlsruhe Tourismus GmbH
Artikelbild: © Merydolla – Shutterstock.com

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