Der Rose verbunden – Rapperswil

Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Der Rose verbunden – Rapperswil
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Rapperswil am Zürichsee ist der Rose besonders verbunden. Das zeigt schon das Stadtwappen, das aus zwei roten Rosen mit rotfarbigen Stilen besteht – eine Nachempfindung des Dreirosenwappens der ehemaligen Grafen von Rapperswil.

Es sind aber nicht nur Wappenbilder, die Rapperswil zur „Rosenstadt“ machen, sondern Tausende echte Blumen, die hier alljährlich mit herrlichen Blüten und betörendem Duft Besucher erfreuen.

Bereits 1913 liess man Rosenanlagen am Seehafen entstehen. In den 1920er Jahren folgten weitere Rosenpflanzungen in den Strassen und Plätzen der Altstadt. 1965 wurde der Obstgarten des Kapuzinerklosters zum Rosengarten umgewidmet. Den krönenden Abschluss bildete 1984 der Duftrosengarten für Sehbehinderte. In der Rosenzeit zwischen Juni und Oktober erblühen mehr als 15‘000 Rosen in der überschaubaren Altstadt und verleihen Rapperswil ein ganz besonderes „Flair“.


Zürichsee (Bild: © SABPICS - shutterstock.com)

Zürichsee (Bild: © SABPICS – shutterstock.com)


Vieltürmiges Bauensemble auf der Höhe

Wer sich der Stadt vom Zürichsee aus nähert, dem sticht zunächst das vieltürmige Bauensemble rund um Schlossberg und Herrenberg ins Auge. Schloss Rapperswil, die katholische Kirche Sankt Johann und der Gebäudekomplex Breny-Haus und -Turm wirken – obwohl zu ganz unterschiedlichen Zeiten entstanden und jeweils anderen Zwecken dienend – wie aus einem Guss und geben der Stadt eine unverwechselbare Silhouette.


Wer sich der Stadt vom Zürichsee aus nähert, dem sticht zunächst das vieltürmige Bauensemble rund um Schlossberg und Herrenberg ins Auge. (Bild: © Borisb17 - shutterstock.com)

Wer sich der Stadt vom Zürichsee aus nähert, dem sticht zunächst das vieltürmige Bauensemble rund um Schlossberg und Herrenberg ins Auge. (Bild: © Borisb17 – shutterstock.com)


Zu Füssen dieser Bauten presst sich die Altstadt auf das schmale Gelände zwischen Bahngleisen, den Anhöhen und dem Seeufer. Viel Platz ist dafür nicht. Gerade mal 1.74 Quadratkilometern misst die Stadtfläche, nicht viel für die 7‘600 Rapperswiler und der Grund, warum 2007 die Fusion mit der flächen- und einwohnermässig deutlich grösseren Nachbargemeinde Jona vollzogen wurde. Seither bildet Rapperswil-Jona politisch eine Einheit, wenn auch beide „Stadtteile“ ihren eigenen Charakter bewahrt haben.


Das Stadtwappen, das aus zwei roten Rosen mit rotfarbigen Stilen besteht. (Bild: © Bildagentur Zoonar GmbH - shutterstock.com)

Das Stadtwappen, das aus zwei roten Rosen mit rotfarbigen Stilen besteht. (Bild: © Bildagentur Zoonar GmbH – shutterstock.com)


Katholischer Vorposten mit wechselvoller Geschichte

Dominiert wird das Rapperswiler Stadtbild vom Schloss mit seinen drei markanten Türmen. Auf einer Höhe liegend und auf drei Seiten von Wasser umgeben, besass der dreieckige – mehr an eine Burg erinnernde – Bau eine strategisch günstige Position, um die Verkehrsströme zu Land und zu Wasser zu überwachen. Es war der erste Graf von Rapperswil, der das Schloss kurz nach seiner Erhebung in den Grafenstand Anfang des 13. Jahrhunderts errichtete.


Rapperswil am Zürichsee (Bild: © Borisb17 - shutterstock.com)

Rapperswil am Zürichsee (Bild: © Borisb17 – shutterstock.com)


Fast zeitgleich entstand auch die Stadt. Ende des 13. Jahrhunderts starb die Rapperswiler Grafenlinie aus. Danach folgte eine jahrhundertelange äusserst wechselvolle Geschichte, in der zeitweise die Habsburger die Geschicke der Stadt bestimmten. In der Reformationszeit und danach galt Rapperswil als katholischer Vorposten. Heute beherbergt das Schloss das Polenmuseum, das auf eine 140jährige Tradition zurückblicken kann und ursprünglich auf eine Gründung polnischer Emigranten im 19. Jahrhundert zurückging – ein Symbol polnisch-schweizerischer Freundschaft.

Der nach früheren Besitzern benannte Breny-Komplex mit Haus und Turm ist ebenfalls altehrwürdig. Der Turm reicht als Teil der ehemaligen Stadtbefestigung in die Anfangszeit Rapperswils im späten 13. Jahrhundert zurück. Das Haus ist dagegen in seiner heutigen Form Ende des 15. Jahrhunderts entstanden. In seinem Inneren ist zum Teil noch originale Wohnausstattung aus dem 16. Jahrhundert zu sehen. Heute bietet das Breny-Haus Platz für das Heimatmuseum der Gemeinde Rapperswil-Jona.


Dominiert wird das Rapperswiler Stadtbild vom Schloss mit seinen drei markanten Türmen. (Bild: © Borisb17 - shutterstock.com)

Dominiert wird das Rapperswiler Stadtbild vom Schloss mit seinen drei markanten Türmen. (Bild: © Borisb17 – shutterstock.com)


Die römisch-katholische Pfarrkirche Sankt Johann wirkt alt, ist aber ein Werk des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Neuerrichtung wurde notwendig, weil der wesentlich ältere Vorgängerbau bei einem Brand weitgehend zerstört worden war.

Immerhin versuchte der Architekt des Neubaus, sich an den Vorgängerbau anzulehnen. Die beiden erhalten gebliebenen Türme wurden in die Neuerrichtung einbezogen und so vermittelt die Kirche eine gute Vorstellung der ursprünglichen Anlage, in der sich Romanik und Gotik ergänzten.


Rapperswil hat einen ganz besonderen „Flair“ (Bild: © Denis Linine - shutterstock.com)

Rapperswil hat einen ganz besonderen „Flair“ (Bild: © Denis Linine – shutterstock.com)


In der Altstadt

Ein weiteres Schmuckstück der Altstadt ist das Kapuzinerkloster, dessen Rosengarten bereits erwähnt wurde. Vor über 400 Jahren gegründet, dient es noch immer seinem ursprünglichen Zweck und wird vom Kapuzinerorden betreut. Seit 1992 hat sich das Kloster auch für „normale“ Menschen geöffnet, die eine Auszeit im Kloster nehmen wollen – sicher ein wunderbarer Ort für innere Einkehr, Ruhe und Besinnung.



In der Altstadt von Rapperswil befindet sich noch manch schöner alter Bau und es lohnt sich, durch das Gassengewirr rund um den Hauptplatz mit seinen repräsentativen Bürgerhäusern zu streifen. Einen guten Blick auf das „Ganze“ hat man übrigens bei einer Fahrt über den Seedamm, der Rapperswil mit dem südlichen Seeufer verbindet, oder bei einer Seetour mit dem alten Raddampfer „Stadt Rapperswil“, der jedes Jahr von April bis November auf dem Zürichsee die Route Rapperswil – Zürich bedient.

Fazit

Die Stadt Rapperswil am Zürichsee ist wegen ihrer Rosen bekannt. Ihr Schloss und ihre Altstadt bieten ein lohnendes Ausflugsziel.

 

Artikelbild: © laraslk – shutterstock.com

Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem großen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


Ihr Kommentar zu:

Der Rose verbunden – Rapperswil

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.