Der Traum vom Mitsegeln

27.06.2017 |  Von  |  Alle Länder
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Der Traum vom Mitsegeln
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Das Mitsegeln ist eine reizvolle Alternative, um an Bord eines Schiffes die Weltmeere kennen zu lernen. Und wer träumt nicht von so einem Abenteuer?

Mitsegeln kann die einfachste und preisgünstigste Möglichkeit sein, Abenteuer auf hoher See an Bord einer Segelyacht zu erleben.

Mitsegler willkommen

Für Anfänger ist das Mitsegeln eine tolle Möglichkeit, diesen Wassersport zunächst einmal auszuprobieren und erste Erfahrungen an Bord einer Segelyacht zu sammeln. Auf Segelbooten ist in der Regel immer etwas zu tun und der Skipper ist für jede mithelfende Hand dankbar. Daher sind Mitsegler an Bord sehr oft willkommen. Mit dem Prinzip „Hand gegen Koje“ bieten Interessierte den Skippern ihre Mithilfe an Bord der Segelyacht an. Dafür erhalten Sie einen Schlafplatz und die Möglichkeit, einen Segeltörn zu unternehmen. Dieses Prinzip des Mitsegelns wird auf vielen Meeren der Welt angeboten und selbst Ozeanüberquerungen sind möglich.


Eine Portion Abenteuerlust und die Liebe zur Natur sind Gute Voraussetzungen zum mitsegeln. (Bild: © De Visu - shutterstock.com)

Eine Portion Abenteuerlust und die Liebe zur Natur sind Gute Voraussetzungen zum mitsegeln. (Bild: © De Visu – shutterstock.com)


Das Prinzip „Hand gegen Koje“ ist inzwischen weiter verbreitet als viele vielleicht denken. Allerdings können Sie nicht völlig blauäugig anheuern und sollten doch einige Voraussetzungen erfüllen. In der ersten Euphorie hört sich vieles sicher toll an, aber Sie sollten sich schon im Vorfeld mit dieser Thematik auseinandersetzen. Denn schliesslich ist es ja ein Geben und Nehmen und so sollen sowohl der Skipper eines Segelschiffes als auch der Mitsegler davon profitieren.

Eigentlich ist es verhältnismässig einfach, quasi als Tramper über die Meere zu reisen. Dafür werden auch nicht zwingend besondere Eigenschaften oder Fähigkeiten gefragt. Sie müssen auch nicht unbedingt Kenntnis vom Segeln besitzen und somit könnte dies eigentlich jeder.

Dennoch gilt es, sich über ein paar Dinge Gedanken zu machen. Zunächst sollten Sie vielleicht überlegen, ob Sie das Segeln erlernen möchten und vielleicht sogar schon über gewisse Kenntnisse verfügen. Gute Voraussetzungen, um als Mitsegler an Bord einer Segelyacht zu gelangen, sind eine Portion Abenteuerlust, die Liebe zur Natur und den Elementen und natürlich die Neugier, etwas Neues zu versuchen. Wer nur versucht, möglichst kostengünstig von einem Ziel zum nächsten zu gelangen oder sich ein luxuriöses Bordleben vorstellt, ist als Mitsegler eher ungeeignet.


Als Tramper über die Meere reisen (Bild: © Warren Goldswain - shutterstock.com)

Als Tramper über die Meere reisen (Bild: © Warren Goldswain – shutterstock.com)


Lernen und informieren

Um sich eine Vorstellung zu machen, was es heisst, sich auf eine Segelyacht zu begeben, sind Information und der Wille zum Lernen ein guter Anfang.

Wissen Sie, welche durchschnittliche Geschwindigkeit ein Segler erreicht? Das sind gerade einmal fünf Knoten, also nicht einmal zehn Kilometer pro Stunde. Da ist man schon einige Stunden unterwegs, um eine Strecke von fünfzig Kilometern zurückzulegen.

Begriffe wie Steuerbord und Backbord, Luv und Lee sollten geläufig sein. Durchaus hilfreich ist es auch, wenn Sie mit Begriffen wie Fender, Palstek oder Webeleinstek schon etwas anfangen können.

Bevor Sie wirklich auf einer Segelyacht auf grosse Fahrt gehen und vielleicht sogar einen Ozean überqueren möchten, sollten Sie doch schon einmal auf einem Segelschiff gewesen sein. Denn woher wollen Interessierte überhaupt wissen, ob sie seetauglich sind? Wem schon beim Auslaufen des Schiffes übel wird, da der Wellengang auf den Magen schlägt, sollte von einem solchen Projekt besser die Finger lassen. Daher sollte man sich zunächst einmal einem Tagestörn auf einem ruhigen Gewässer anschliessen. Oftmals werden solche eintägigen Mitsegelgelegenheiten sogar kostenlos angeboten.


Auf Segelbooten ist in der Regel immer etwas zu tun und der Skipper ist für jede mithelfende Hand dankbar. (Bild: © eZeePics - shutterstock.com)

Auf Segelbooten ist in der Regel immer etwas zu tun und der Skipper ist für jede mithelfende Hand dankbar. (Bild: © eZeePics – shutterstock.com)


Auf die Ausrüstung kommt es an

Ein wichtiges Augenmerk müssen Sie natürlich auf die Ausrüstung legen. Die Kleidung für ein solches Abenteuer muss in jedem Fall wasserdicht sein und zudem schön warm halten. Unabdingbar sind auch die richtigen Schuhe, da es an Bord eines Segelschiffes eine Menge Stolperfallen gibt und vor allem Trittfestigkeit gefragt ist. Es müssen aber nicht unbedingt teure Segelschuhe sein. Gute Sportschuhe mit heller Sohle sind da völlig ausreichend. Über dunkle Sohlen, die für Streifen an Deck sorgen, freuen sich die Skipper übrigens nicht wirklich. Fahrrad- oder Segelhandschuhe, Cappy und Sonnenbrille gehören ebenfalls ins Gepäck. Zu den nützlichen Gegenständen zählen aber auch Handwaschmittel für die Wäsche, Wäscheklammern, Sonnenmilch, Anti-Mücken-Spray, Wunddesinfektionsmittel und Reisekaugummis. Zum Schlafen eignet sich sehr gut eine Hängematte, welche es in ultraleichter Ausführung gibt. Und der Schlafsack darf natürlich nicht fehlen.

Natürlich muss auch Ihr Gepäck verstaut werden. Wer es sich nicht gleich mit dem Skipper und anderen Mitseglern verscherzen möchte, lässt den Hartschalenkoffer besser Zuhause.

An Bord einer Segelyacht ist der Platz eingeschränkt und ein sperriger Koffer steht daher eigentlich immer im Weg. Bewährt haben sich Rucksäcke und Reisetaschen, welche in allen möglichen Stauräumen untergebracht werden können. Da die Stauräume dennoch eng bemessen sind, beschränken Sie sich beim Packen auf das wirklich Notwendige.

Die Kleidung für ein solches Abenteuer muss in jedem Fall wasserdicht sein und zudem schön warm halten. (Bild: © Photomaxx - shutterstock.com)

Die Kleidung für ein solches Abenteuer muss in jedem Fall wasserdicht sein und zudem schön warm halten. (Bild: © Photomaxx – shutterstock.com)


Wie finde ich eine geeignete Segelyacht?

Um eine geeignete Mitsegelgelegenheit zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten ist es natürlich, zur rechten Zeit am richtigen Ort, sprich am richtigen Hafen zu sein. Sprechen Sie vor Anker liegende Skipper einfach an und versuchen Sie, sie von Ihnen zu überzeugen. Falls Sie bereits auf eine „Karriere“ als Mitsegler zurückblicken können, ist dies sicher von Vorteil.

Hilfreich ist zudem das Internet. Dort gibt es verschiedene „Crewbörsen“, wo Sie nach den verschiedenen Mitsegel-Gelegenheiten suchen können.

In jedem Fall sollten Sie spontan und flexibel sein. Beim Segeln ist man vom Wetter abhängig und sollte der Wind gut stehen, kann es sehr schnell losgehen. Umgekehrt kann dies natürlich auch passieren. Plötzlich tritt eine Flaute auf oder es sind Unwetter vorhergesagt. Dann werden sicher keine Leinen losgemacht. Also sollten Sie auch genügend Zeit mitbringen.



Mitsegeln ist eine tolle Möglichkeit, an ferne Küsten zu reisen. Zudem kann das Ganze recht preisgünstig oder gar kostenlos sein, wenn man bereit ist, den Skipper zu unterstützen. Und Arbeit gibt es an Bord einer Segelyacht mit Sicherheit genug.

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Artikelbild: © Andrey Bayda – shutterstock.com

Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.


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