Eine USA-Reise erfolgreich planen

04.06.2016 |  Von  |  Nordamerika
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Eine USA-Reise erfolgreich planen
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Eine Reise in die USA bedeutet, zugleich einen bis dahin vielleicht fremden Kontinent zu entdecken. Eine USA-Reise bietet viele Gelegenheiten, Land und Leute sowie die Geschichte eines der grössten Länder der Erde kennenzulernen (die USA sind etwa 240-mal so gross wie die Schweiz!).

Angesichts der Tatsache, dass der Aufenthalt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mehrere Wochen dauern kann, muss eine USA-Rundreise besonders gut und gründlich vorbereitet werden.

Planung und Buchung von Flug und Mietwagen

Die USA-Rundreise kann, muss aber nicht unbedingt am selben Ort beginnen und enden. Mit dem Mietwagen ist es problemlos möglich, die Rundreise durch die USA zum Beispiel an der Ostküste zu beginnen und den Rückflug an der Westküste oder aber im Süden des Landes zu buchen.

Die Kosten für den Reiseweg sind voraussichtlich der grösste Ausgabeposten für die USA-Reise. Sie gliedern sich in die drei Kostenarten Flug-, Mietwagen- und Benzinkosten. Details zum Reisebudget werden in dem kostenlosen E-Book auf USA-Reiseblogger.de genannt. Dort gibt es auch nützliche Tipps, um Kosten auf der Reise durch die USA zu sparen.

Anreise und Einreisebestimmungen in den USA (ESTA)

ESTA steht für das US-amerikanische Electronic System for Travel Authorization. Es ist ein elektronisches System zur Anreisegenehmigung, das vom Department of Homeland Security, dem US-Ministerium für Innere Sicherheit, verwaltet wird. ESTA ist eine erweiterte Sicherheitsprüfung für USA-Reisende aus denjenigen Ländern, die sich am Visa-Waiver-Programm, kurz VWP beteiligen.

Das VWP ist eine Vereinbarung zwischen den USA und zahlreichen Ländern, die ein Reisen durch die verschiedenen US-Bundesstaaten ohne ein US-Visum möglich macht. Zu den VWP-Ländern gehört auch die Schweiz. Dem schweizerischen USA-Reisenden ist es somit möglich, gemäss dem VWP ohne ein weitergehendes Visum ganz beliebig durchs Land zu fliegen und zu fahren.

Die Teilnahme am Visa-Waiver-Programm hat die ESTA-Registrierung zur Folge. Eine weitere Voraussetzung ist der Nachweis eines Rückflugtickets bei der Einreise in die USA. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Einreisebestimmungen der USA.

Anreise ist aus formeller Sicht nicht gleichbedeutend mit Einreise. Im Anschluss an die Anreise, die auf dem Flughafen des Zielortes in den USA endet, wird direkt vor Ort von einem Mitarbeiter der US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde über das Ja oder Nein der Einreise entschieden. Für die gut vorbereitete Reise in die USA ist das eine reine Formsache.

Dem USA-Reisenden wird in der Praxis der Unterschied zwischen Anreise und Einreise meistens gar nicht bewusst. Diese Formalitäten können schon weit im Vorfeld der USA-Reise erledigt werden, denn die ESTA-Bestätigung ist zwei Jahre lang gültig. Dabei sollte der ESTA-Antrag direkt auf der Seite der US-amerikanischen Grenzschutzbehörde gestellt werden. Dieser Antrag kostet 14 US-Dollar.

Umgang mit personenbezogenen Daten des USA-Reisenden

Der Reisende wird vor und während seines USA-Aufenthaltes mit der Datennutzung und Datenspeicherung konfrontiert, die er ansonsten nur aus der Presse kennt. Mit der APIS-Datenerfassung, dem Advanced Passenger Information System, werden am Abflugtag von der betreffenden Fluggesellschaft sämtliche Passagierdaten an mehrere unterschiedliche US-Behörden übermittelt.

Der USA-Reisende gibt darüber hinaus das OK dazu, dass seine persönlichen Daten an die US-amerikanische Transportation Security Administration (TSA) weitergegeben werden. Dort erfolgt ein Abgleich mit „Watchlisten“ von Nachrichtendiensten, von Strafvollzugs- sowie von weiteren Behörden im jeweiligen US-Bundesstaat. Wer dieser Datenweitergabe nicht zustimmt, hat so gut wie keine Chance zur Einreise in die USA.

Reiseplanung zeitlich, organisatorisch und finanziell

Bei mehr als vier Dutzend Bundesstaaten ist es so ratsam wie empfehlenswert, recht genau zu planen, welche von ihnen im Laufe des USA-Aufenthaltes bereist werden sollen. Aus finanzieller Sicht ist diese Reiseroute eine Grundlage zur Ermittlung der Benzinkosten für den Mietwagen. In rechtlicher Hinsicht müssen in den einzelnen Bundesstaaten zum Teil Vorschriften beachtet werden, die nur in einem oder in einzelnen Staaten gelten. Einige weichen deutlich von schweizerischer Gesetzgebung und Rechtsprechung ab.

Zum Beispiel ist in manchen Bundesstaaten ein Nackt- oder das Oben-ohne-Baden verboten, auch für Jugendliche und Kleinkinder. Gewöhnungsbedürftig ist auch die Vorschrift, dass Alkohol in der Öffentlichkeit weder konsumiert noch sichtbar getragen werden darf. Was in dem einen Bundesstaat erlaubt oder verboten ist, kann im Nachbarstaat ganz anders geregelt sein.

Zu den Eckdaten für die Reiseplanung gehören die Reisedauer, der Ankunfts- und der Abreiseort in den USA, Auswahl & Aufenthaltsdauer der einzelnen Reisestationen sowie die sich daraus ergebende Reiseroute und Reisezeit mit dem Mietwagen. So lässt sich eine Reise durch die USA geradezu generalstabsmässig planen.


Eine USA-Rundreise muss besonders gut und gründlich vorbereitet werden. (Bild: Oscity – Shutterstock.com)

Eine USA-Rundreise muss besonders gut und gründlich vorbereitet werden. (Bild: Oscity – Shutterstock.com)


Aktuelle EDA-Reisehinweise beachten

Das Eidgenössische Department für auswärtige Angelegenheiten EDA mit Sitz in Bern gibt weltweit aktuelle Lagebeurteilungen heraus, auch für die USA. Sie können im Einzelfall hilfreich bis wertvoll sein. Zu den Schwerpunktinformationen gehören Terrorwarnungen, Hinweise zur Kriminalität, zur Verkehrs- und allgemeinen Infrastruktur, zur medizinischen Versorgung sowie zu den saisonal naturbedingten Risiken.

Das sind je nach Bundesstaat und Jahreszeit Waldbrände, Hurrikans, Tornados sowie Blizzards (Schneestürme) vorwiegend im Norden des Landes. Mit zahlreichen Apps kann sich der Besitzer über sein Smartphone auch vor Ort jederzeit auf den neuesten Stand bringen.

Nützliche Tipps für die USA-Reise

  • Der Reisende braucht dringend in nahezu jeder Situation eine Kreditkarte.
  • Die Carpool Lanes auf der linken Fahrspur von Highways sind, wenn denn vorhanden und ausgeschildert, nur mit zwei und mehr Personen im Pkw befahrbar. Das kommt nicht oft vor, sollte jedoch nicht ignoriert werden.
  • An jeder Ampel kann auch bei Rot rechts abgebogen werden, sofern das nicht durch ein Hinweisschild ausdrücklich untersagt ist.
  • Eine richtige, wohltuende Nachtruhe ist in den US-amerikanischen Motels aufgrund ihrer Leichtbauweise häufig nicht gegeben. Ohrstöpsel gehören daher zum Reisegepäck.
  • Zur gekonnten Reiseplanung durch die USA kann der Flug mit ein oder zwei Zwischenstopps preisgünstiger und effektiver sein als die Fahrt weiter Strecken mit dem Mietwagen. Hier sind schon im frühen Planungsstadium Können und Geschick gefragt.

Auslandsreiseversicherungen, Auslandsadressen und Mehr

Zu den Vorbereitungen gehört ein frühzeitiger Abschluss der notwendigen Reiseversicherungen. Das sind die Auslandskrankenversicherung, die Reiserücktrittsversicherung mit den Zusatzbausteinen Reiseabbruch und Reiseunterbrechung sowie die Reisegepäckversicherung.

Sofern noch keine private Unfallversicherung besteht, sollte das anlässlich der USA-Reise nachgeholt werden. Zu den wichtigen Auslandsadressen in den USA gehört diejenige der EDA in den betreffenden Bundesstaaten. Ansonsten sollte sich der Reisende die moderne Technik zunutze machen und während des Aufenthaltes mit Smartphone und Apps arbeiten.



Fazit

Als Resümee lässt sich abschliessend festhalten, dass alles, was sich zuhause für die USA-Reise vorbereiten lässt, auch tatsächlich vorbereitet werden sollte. Manches kann nachgeholt werden, vieles jedoch nicht. Eins wie das andere ist mit Aufwand oder Verzicht verbunden. Damit die USA-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden kann, sollte alles von Beginn an gut geplant sein!

 

Artikelbild: © aslysun – Shutterstock.com

Über Simon Hertle

Ich habe 2012/2013 im 29. Jahrgang mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm ein Auslandsjahr in Kentucky verbracht und mich dabei mit dem USA-Fieber angesteckt. Seitdem schreibe ich auf
USA-Reiseblogger.de
regelmässig zum Thema USA-Reisen.


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