EuroBirdwatch 2017: Ein besonderes Naturereignis erleben

22.09.2017 |  Von  |  News, Schweiz
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EuroBirdwatch 2017: Ein besonderes Naturereignis erleben
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Am Wochenende vom 30. September und 1. Oktober 2017 beobachten und zählen Natur- und Vogelschutzvereine in der ganzen Schweiz die Zugvögel auf deren Weg in den Süden.

Die Sektionen von BirdLife Schweiz bieten dabei mit insgesamt 57 Anlässen der Öffentlichkeit die Gelegenheit, den Vogelzug hautnah mitzuerleben.

Derzeit sind in Europa wieder Millionen von Zugvögeln unterwegs in Richtung Süden, wo sie nach einer oft langen und gefährlichen Reise ihr Quartier für den Winter finden. Für uns Menschen ist der Vogelzug gleichzeitig ein spannendes Naturschauspiel wie auch eine Erinnerung an das fragile natürliche Gleichgewicht, für das wir eine grosse Verantwortung tragen. Auf beides machen die europäischen BirdLife-Partner, darunter auch BirdLife Schweiz, an den Internationalen Zugvogeltagen (EuroBirdwatch) aufmerksam.

Am 30. September und 1. Oktober 2017 bieten Naturschützerinnen und -schützer in ganz Europa allen Interessierten die Möglichkeit, den Vogelzug mittels Feldstechern und Fernrohren zu beobachten und gleichzeitig viel über die grossartigen Leistungen der Zugvögel sowie über die Gefahren, denen sie auf ihrer Reise begegnen, zu erfahren.

Der Blick in den Himmel wird die Gelegenheit bieten, grosse Vogelschwärme zu bestaunen und auch Vogelarten wie z.B. Fischadler zu beobachten, die man sonst in der Schweiz selten sieht. Zu den Zugvögeln, die in grossen Schwärmen ziehen, gehören etwa die Ringeltaube oder der Buchfink.


Der EuroBirdwatch lädt am 30. September und 1. Oktober 2017 zum Beobachten, Zählen und Staunen ein. (Bild: © BirdLife Schweiz)

Der EuroBirdwatch lädt am 30. September und 1. Oktober 2017 zum Beobachten, Zählen und Staunen ein. (Bild: © BirdLife Schweiz)


Mit etwas Glück lässt sich aber auch der eine oder andere Gartenrotschwanz beobachten. Der in seinem Bestand  in der Schweiz stark rückläufige kleine Singvogel gehört zu den von BirdLife Schweiz gezielt geförderten Arten. Der zarte Vogel brütet bei uns und überwintert im und um den Sudan. Auf seiner Reise in den Süden überquert er sowohl das Mittelmeer als auch die Sahara. Unterwegs muss er Stürme und Vogeljagd überstehen.

In seinem Winterquartier wie auch bei uns im Brutgebiet findet er immer weniger Insekten, unter anderem wegen hohen Pestizideinsätzen. In der Schweiz vermindert die Intensivierung der Landwirtschaft das Insektenangebot zusätzlich. BirdLife Schweiz engagiert sich sowohl für die Lebensräume unserer Vögel in der Schweiz wie auch entlang der Zugwege.

Unter www.birdlife.ch/ebw sind alle Details der Schweizer Veranstaltungen des diesjährigen EuroBirdwatch-Wochenendes inklusive Wegbeschreibung aufgelistet. Zudem bietet die Seite auch Infomaterial zum Thema Vogelzug sowie Bilder und Resultate der letzten Jahre. Hier werden auch die Resultate der diesjährigen Zugvogelzählung ab dem Abend des 1. Oktobers ersichtlich sein. Besuchen Sie einen Stand in Ihrer Nähe und seien Sie Teil der grössten Zugvogelbeobachtung Europas!

BirdLife Schweiz

BirdLife Schweiz vereint als nationaler Dachverband 65‘000 Mitglieder, 21 Landesorganisationen und Kantonalverbände sowie 450 lokale Sektionen. Die Organisation setzt sich für den Schutz der Vögel und der ganzen Biodiversität ein. Mit den Zeitschriften Ornis und Ornis Junior und den beiden BirdLife-Naturzentren in La Sauge am Neuenburgersee und Neeracherried ZH begeistert BirdLife Schweiz viele Leute für den Schutz der Natur.

BirdLife Schweiz setzt sich für die Zugvögel in den Brutgebieten, auf dem Zugweg und den Winterquartieren in Afrika ein.

 

Quelle: BirdLife Schweiz
Artikelbild: © Michael Gerber

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