Tessin – Mediterranes Flair im Süden der Schweiz

10.10.2013 |  Von  |  Europa, Schweiz  | 
Tessin – Mediterranes Flair im Süden der Schweiz
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Das Tessin ist der südlichste Kanton der Schweiz und eines der attraktivsten Reiseziele des Landes. Am einfachsten ist die Region über die Gotthard- oder San Bernhardinoroute zu erreichen. Damit liegt das gesamte Tessin südlich des Alpenhauptkammes. Sobald dieser überquert ist, ändert sich beinahe schlagartig das Bild. Man hat das Gefühl, bereits Italien erreicht zu haben, denn in den Städtchen und Dörfern der Alpentäler dominiert urplötzlich italienische Architektur.

Berühmt ist das Tessin vor allem durch seine Seen im Süden, die Jahr für Jahr unzählige Besucher anziehen. Am Lago Maggiore, dem Luganer oder Comer See hält schon zeitig im Jahr der Frühling Einzug. Da ist es kaum verwunderlich, das hier fast mediterranes Klima herrscht, das sonst viel weiter südlich vermutet wird. Die Gipfel der Alpen sind dafür verantwortlich, denn die kalten nördlichen Winde erreichen das Tessin zum grössten Teil nicht mehr. Prachtvoll ist natürlich die Kulisse. Die tiefblauen Seen sind von Bergen umrahmt, welche Höhen von weit über 2000 Metern erreichen. Zur Attraktivität dieser Region im Süden der Schweiz tragen auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und attraktiven Freizeitmöglichkeiten bei, die während eines Aufenthaltes kaum Wünsche offen lassen.

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Die Freiheitsstadt Amsterdam, Teil 2: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten

09.10.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Die Freiheitsstadt Amsterdam, Teil 2: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten
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Was in Amsterdam wahrscheinlich als Erstes ins Auge fällt, ist seine Vielfältigkeit, seine Kontraste. Errichtet in der sumpfigen Gegend, allen heutigen Vorschriften zum sicheren Bauen und Wohnen zuwider, trieben die Amsterdamer ihre Pfähle so weit in die Tiefe, bis sie sie in den festen Boden einschlagen konnten und darauf eine märchenhaft schöne Stadt bauten – und das für Jahrhunderte! Amsterdam ist so unglaublich geschichtsträchtig: Und trotz der in den Niederlanden höchsten Dichte der Denkmäler pro Quadratmeter (circa 7500 Bauten sind in Amsterdam denkmalgeschützt), macht die Stadt überhaupt keinen verstaubten Eindruck, sondern präsentiert sich als jung und voller Leben.

Die einzigartige Verbindung zwischen Form und Inhalt machen Amsterdam so besonders. Die Geschichte prägt die Gesichtszüge der Stadt und die buchstäbliche Toleranz und Aufgeschlossenheit dem Andersartigen gegenüber verleihen diesem Gesicht seinen unnachahmlichen Ausdruck.

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Amsterdam, Teil 1: Die Stadt der Grachten, Brücken und Diamanten

07.10.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Amsterdam, Teil 1: Die Stadt der Grachten, Brücken und Diamanten
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Anreise nach Amsterdam. Die Fahrt mit dem Nachtzug erweist sich als die richtige Entscheidung. Sehr komfortabel und genau geeignet für die Studienfahrt: Alle ganz gestresst und müde nach einer langen und anstrengenden Prüfungszeit, können wir uns endlich entspannen und feiern im halb leeren Waggon bis spät in die Nacht hinein.

Kein Passagier klagt darüber, denn junge Freude ist ansteckend und die mitgebrachten belegten Brötchen reichen für alle. Doch Richtung Morgen wiegt uns das ebenmässige Geschaukel des Zuges in den Schlaf hinein. Unsere lustige Bande, fast ausschliesslich Mädels, schaltet ab wie die übermüdeten Babys nach zehn Minuten Spazierenfahren im Kinderwagen. Erst der gemütliche graue Morgen bereitet den schlafenden Schönen ein märchenhaftes Aufwachen: Zwei gross gewachsene athletische und umwerfend gut aussehende Grenzpolizisten kommen zur Passkontrolle. Leichte Verwirrung im Wagen. Vom Nebensitz flüstert meine Freundin entzückt aus dem Halbschlaf: „Möchten Sie meinen Pass auch noch sehen?“

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Verkehr in Moskau: Rasen und im Stau stehen

05.10.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Verkehr in Moskau: Rasen und im Stau stehen
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Eine Geschäftsreise nach Moskau: Toll und vielversprechend! Erwartungsvoll kommen wir aus dem Flughafengebäude heraus und treten unserem ersten tiefen Erlebnis entgegen – der Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel.  

Aus dem Taxi vor uns springt ein energiegeladener und für 5 Uhr morgens etwas zu lebensfreudiger Taxifahrer raus. Sein Fahrzeug  vibriert von ohrenbetäubender Musik im Wageninneren.  Ruck zuck schmeisst er unser Gepäck in den Kofferraum. Jetzt müssen wir einsteigen, aber eine Spur verunsichert von so viel Dynamik  zögern wir fast. Und als ich dem Chef sage, dass der Fahrgast in Russland traditionsgemäss vorne neben dem Fahrer sitzt, lese ich in seinen Augen fast ängstliche Verwunderung.  Ok, erkläre ich ihm, man kann auch hinten sitzen, und besonders Frauen entscheiden sich für den Rücksitz. Die Männer setzen sich doch üblicherweise nach vorne: Erstens scheint es ihnen, dass sie so mehr Kontrolle über die Situation haben, und zweitens lassen sie den Taxifahrer sich nicht als Dienstpersonal fühlen.  Mit einem Ich-bin-ein-Mann-Gesichtsausdruck entscheidet er sich für den Beifahrersitz.

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Die Pirateninsel Tabarca: Spanien en miniature

04.10.2013 |  Von  |  Europa, Spanien  | 
Die Pirateninsel Tabarca: Spanien en miniature
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Die Fähre legt gleich ab. Im überfüllten Wasserfahrzeug herrscht heitere, leicht euphorische Stimmung. Die fröhlichen, per definitionem typischen, mit Fotokameras beladenen und alle brav einen Sommerhut tragenden Touristen lachen so viel und so herzlich, dass sie sogar die mitfahrenden Einheimischen mit ihrer die Existenz des grauen Alltags leugnenden Stimmung anstecken. Die Überfahrt wird nicht viel länger als eine halbe Stunde dauern und das Reiseziel liegt gut sichtbar vor den Augen: Die Insel Tabarca.

Die Insel liegt nur etwa fünf Kilometer vom spanischen Küstenort Santa Pola an der Costa Blanca entfernt. Administrativ gehört die Insel zur Provinzhauptstadt Alicante und ist die einzige bewohnte Insel in der Comunidad Valenciana. Das ganze Jahr über gibt es Wassertransportverbindungen von Alicante und Santa Pola aus. In den Sommermonaten verkehrt die Fähre in regelmässigen Zeitabständen zwischen Tabarca und naheliegenden Küstenorten wie Torrevieja oder Benidorm.

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Die Palmen- und Schuhstadt Elche: Kinder, Kirchen, Küsse

30.09.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Die Palmen- und Schuhstadt Elche: Kinder, Kirchen, Küsse
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Wie viel kann man über Menschen erfahren, wenn man die Stadt, in der sie wohnen, betrachtet? Im Fall von Elche ganz viel: Seine Geschichte, seine Industrie und Gewerbe, aber auch der Charakter und die Vorlieben seiner Bewohner prägen eindeutig das Stadtbild.

Die Stadt Elche ist die zweitgrösste Stadt in der Provinz von Alicante an der spanischen Costa Blanca. Die Stadt ist sehr reich an Geschichte: Sie wurde im V. Jahrhundert vor Christus gegründet und von Iberern, Römern, Arabern und dann Christen bewohnt. Sie liegt nur 20 Kilometer südwestlich von der Provinzhauptstadt entfernt und ist sehr nah an der Küste. Und obwohl Elche sich mitten in einer stinktypischen Urlaubsgegend befindet, sind die Touristen nicht der Haupteindruck für die Touristen. Mysteriöserweise verschonte der touristische Klonstempel die Stadt: Sie gehört immer noch den Einheimischen, und die Touristen sind hier die Gäste und nicht die Herrscher. Und genau deswegen ist Elche eines Besuches wert.

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Des Kremls verlorene Schätze: …auf dass sie es mit sehenden Augen sehen, und doch nicht erkennen

29.09.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Des Kremls verlorene Schätze: …auf dass sie es mit sehenden Augen sehen, und doch nicht erkennen
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Viele russische Historiker sind der Meinung, dass der Moskauer Kreml zu den am wenigsten erforschten Denkmälern der russischen Geschichte gehört. Die wichtigste Sehenswürdigkeit Moskaus verbirgt viele Geheimnisse und verlorene, vergessene und verlegte Schätze.

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Des Kremls verlorene Schätze: Zwei Türme – eine Geschichte

29.09.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Des Kremls verlorene Schätze: Zwei Türme – eine Geschichte
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Links und rechts vom Roten Platz stehen wie zwei schöne kunstvolle Klammern zwei Türme – der Erlöserturm und der Nikolausturm. Die Bauwerke sind einander nicht ähnlich, doch in ihrer Geschichte finden wir viele Parallelen. Die letzte davon ist das Schicksal zweier Ikonen, die sich über den Toren der beiden Türme befanden. 

Der Moskauer Kreml wurde nach dem Muster einer Zitadelle errichtet. Kennzeichnend für ihn ist sein Befestigungskomplex, der aus den Begrenzungsmauern und 20 Türmen besteht. Der Erlöserturm mit der berühmten Turmuhr darauf ist der wichtigste davon. Er wurde 1491 während der Regierungszeit des Zaren Ivan III gebaut und erreichte nach einer späteren Ausbaustufe die Höhe von 71 Metern.  In diesem Turm befindet sich das Erlösertor – einst der Haupteingang zum Kreml – hier traten die Regimente den Abmarsch an und hier empfing man die ausländischen Botschafter.

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Der Priestergarten in Elche: ein kleines Paradies

29.09.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Der Priestergarten in Elche: ein kleines Paradies
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Die mittelgrosse Stadt Elche befindet sich 20 km südwestlich von Alicante an der Costa Blanca. Touristisch gesehen ist die Stadt eindeutig eines Besuches wert. Aber unter vielen Sehenswürdigkeiten glänzt wie ein kleines, aber kostbares Juwel „Huerto del Cura“ – der paradiesische Priestergarten. 

Die Geschichte des Gartens in seiner heutigen Form fängt im Jahre 1846 an, als sein Besitzer Fenol de Bonnet  das Grundstück an Juan Espuche verkaufte. Nach seinem Tod vererbte sein Sohn Juan Castaño Sánches den Garten. Dieser wählte eine geistliche Laufbahn und wurde Vikar.  Ausserdem arbeitete er  in zwei in gewissem Sinne ähnlichen Anstalten – im Gefängnis und im Frauenkloster – als Kaplan. Aus diesem Grund wurde der Garten am Anfang „der Garten des Kaplans Castaño“  genannt.

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Hotel „Moskwa“: Verstehen kann man Russland nicht

23.09.2013 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Hotel „Moskwa“: Verstehen kann man Russland nicht
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Dem grossen russischen Dichter Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew ist es einmal gelungen, das allgemeinbekannte Lebensaxiom seiner Heimat so treffend wie keinem anderen zu reimen: Verstehen kann man Russland nicht, / und auch nicht messen mit Verstand. / Es hat sein eigenes Gesicht. / Nur glauben kann man an das Land.

Der kleine Vierzeiler hat den Autor unsterblich gemacht: Wenn man die Realien des russischen Lebens (Anmerkung am Rande: der historische Zeitpunkt spielt dabei keine Rolle) betrachtet, kann man ihn mehrmals am Tag zitieren.  Das Hotel „Moskwa“ ist eine im wahrsten Sinne des Wortes monumentale Illustration dieser Wahrheit.

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