Geschäftsreisen – Trendstudie von AirPlus

17.08.2016 |  Von  |  Businessreisen
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Geschäftsreisen – Trendstudie von AirPlus
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AirPlus ist ein führender Anbieter von Lösungen für das Geschäftsreisen-Management und beschäftigt sich daher intensiv mit den neusten Trends im Bereich „Business Travel“.

Dazu wird regelmässig die „International Travel Management Study“ durchgeführt. Jetzt liegen die Erkenntnisse der 11. Erhebung vor. Dabei wurden Travel Manager und Geschäftsreisende getrennt ausgewertet. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Ergebnisse im Überblick vor.

Wenn es um die Trends geht, sind sich Travel Manager und Geschäftsreisende in den 24 AirPlus-Märkten uneinig. So sind weltweit mehr Travel Manager (43%) der Meinung, die Themen Datensicherheit, Globalisierung, Social Media, Big Data, Sharing Economy und umweltfreundliches Reisen seien neue und zunehmende Trends. 47% der Business Travellers sind dagegen der Meinung, dass diese Trends – von nachhaltigem Reisen abgesehen – bereits heute auf der Tagesordnung stehen.

Befragt nach der Verwendung von virtuellen und mobilen Zahlungsmöglichkeiten, dem Gebrauch von Business-Travel-Apps und dem Reiseverhalten der jüngeren Generation erwarten mehr Geschäftsreisende (75%) als Travel Manager (62%) einen Effekt auf die Geschäftsreisetätigkeiten.

Unterschiedliche Wahrnehmungen

Zweifelsohne handelt es sich um subjektive Einschätzungen, dennoch sollten bei den Travel Managern aufgrund der unterschiedlichen Wahrnehmung dieser Trends die Alarmglocken läuten. Antizipieren sie Veränderungen – gerade im technischen Bereich – langsamer als ihre reisenden Kollegen? Diese Lücke sollte geschlossen werden, so eine Erkenntnis der Studie

Eine der grossen Herausforderungen ist heute, dass den Reisenden nicht nur passende Tools für die Buchung, sondern z.B. auch für Bezahlung und Kommunikation zur Verfügung stehen, damit sie sich innerhalb der Reiserichtlinien des Unternehmens bewegen können. Dafür müssen die Travel Manager die neuesten Trends kennen, ansonsten werden die Reisenden nach technischen Hilfsmitteln aus ihrem privaten Umfeld greifen, die ihren Bedürfnissen besser entsprechen.

Virtuelles und mobiles Bezahlen gefragt

Rund drei Fünftel der 847 weltweit befragten Travel Manager und drei Viertel der 1158 Geschäftsreisenden sind der Meinung, dass sich virtuelle und mobile Bezahllösungen auf Geschäftsreisen auswirken. Dank Unternehmen wie Apple, Google oder Samsung werden mobile Bezahllösungen bereits heute im privaten Alltag genutzt. Entsprechend erwarten sowohl die Reisenden (76%) als auch die Reiseverantwortlichen (61%), dass die Technologie künftig auch Einfluss auf Geschäftsreisen haben wird.

Uneinig sind sich die Travel Manager, wenn es um die jüngere Generation von Geschäftsreisenden geht – nur 27% von ihnen erwarten, dass es durch die „Millennials“ zu grossen Veränderungen kommen wird. Die Debatte ist nicht unbekannt: ein Teil der Manager ist der Meinung, die Jungen
sollten mehr Freiheiten erhalten bezüglich Ort und Art, wie sie die Reisen buchen. Andere vertreten die Ansicht, dass die jüngeren Reisenden dieselben Richtlinien befolgen sollten, wie ihre älteren Kollegen.

Schweizer noch Bargeld-affiner

In der Schweiz zeigt man sich bezüglich dieser Trends zurückhaltend: Lediglich 18% der Travel Manager erwarten durch die virtuellen Bezahllösungen Auswirkungen auf die Geschäftsreisen. Das ist der niedrigste Wert innerhalb der untersuchten Länder Westeuropas. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei mobilen Bezahllösungen ab – nur 23% der Schweizer erwarten einen grösseren Effekt (Durchschnitt Westeuropa: 32%).


Mobile Bezahllösungen werden immer wichtiger.

Mobile Bezahllösungen werden immer wichtiger. (Bild: © locrifa – shutterstock.com)


Da in der Schweiz gerne noch Bargeld für die Bezahlung verwendet wird, ist diese Haltung einerseits nachvollziehbar. Andererseits gehen 44% der Schweizer Geschäftsreisenden davon aus, dass virtuelle wie mobile Bezahllösungen in Zukunft grosse Auswirkungen auf ihre Geschäftsreisen haben werden. Das ist wiederum der höchste Wert innerhalb der westeuropäischen Länder. Leiten die Reisenden damit das Ende der „Bargeld-Mentalität“ in der Schweiz ein?

Datensicherheit und Umweltfreundlichkeit im Kommen

Weltweit ist Datensicherheit der am schnellsten zunehmende Trend für die Travel Manager (54%).
Diese Einschätzung hat in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen, z.B. aufgrund von Bedenken bezüglich Wirtschaftsspionage, staatlich finanzierter Überwachung sowie der Aufhebung des Safe Harbor-Abkommens zwischen der EU und den USA.

Ein nach wie vor aktuelles Thema für die Manager ist die Globalisierung (52%) – entsprechend erwarten sie auch in Zukunft zunehmende Reisetätigkeiten und höhere Ausgaben. Der grösste Wachstumstrend der Geschäftsreisenden ist umweltfreundliches Reisen (45%). Das legt die Frage nahe, ob sich dieser Trend trotz der Globalisierung und der dadurch zunehmende Reisetätigkeit in Zukunft hemmend auf das Reiseverhalten auswirken könnte.

Auch in der Schweiz schreibt die Mehrheit der Travel Manager (64%) der Datensicherheit zunehmende Bedeutung zu (weltweit 54%). Dies belegt, dass die Schweiz ein Land mit einer stark ausgeprägten Kultur in Sachen Privatsphäre und sehr strengen Datenschutzgesetzen ist. In den vergangenen Jahren haben Schweizer Firmen vermehrt abgeklärt, wo die Daten ihrer Geschäftsreisenden gespeichert sind und wie sie geschützt werden.

Oftmals wird heute von Schweizer Unternehmen vorausgesetzt, dass die Daten in der Schweiz oder der EU gespeichert werden. Ebenfalls wichtiger werden für 61% der Schweizer Travel Manager Social Media (Durchschnitt Westeuropa: 47%). Die Frage, die sich Travel Manager stellen müssen, ist wie die hohe Smartphone-Nutzung und die Social-Media-Möglichkeiten im Geschäftsreisebereich genutzt werden können.

Ein weiterer Trend, den 87% der Schweizer Reiseverantwortlichen als bereits bestehend oder künftig
weiter wachsend bezeichnet haben, ist die Globalisierung. In Anbetracht der zahlreichen multinationalen Unternehmen in der Schweiz ist diese Erwartungshaltung wenig überraschend.

 

Artikel von: AirPlus International AG / PrimCom
Artikelbild: © wang song – shutterstock.com

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