Gstaad: Bilinguales Schneesportlager ein voller Erfolg

03.02.2016 |  Von  |  Schweiz
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Gstaad: Bilinguales Schneesportlager ein voller Erfolg
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Ein neuartiges Projekt mit zwei ehrgeizigen Zielen ist im Januar in Gstaad an den Start gegangen: Zehn Klassen aus den Kantonen Bern, Genf und Zürich trafen sich zu zweisprachigen Schneesportlagern unter dem Titel „Deux im Schnee“, um den interkulturellen Austausch über den Röstigraben hinweg zu pflegen und Schneesportkompetenz zu fördern. 

Gemeinsam im Schnee, zusammen im Ferienheim, bei weiteren Freizeitaktivitäten und im Kontakt mit der lokalen Bevölkerung sollten die Schülerinnen und Schüler Sprachbarrieren überwinden und damit den Zusammenhalt der Schweiz fördern. „Dieses Ziel haben wir erreicht“, freut sich Thomas Raaflaub, der auf der deutschsprachigen Seite das Projekt koordinierte.

Catherine Fernandez Sonino, Sonderbeauftragte am Erziehungsamt des Kantons Genf und Projektkoordinatorin auf dessen Seite, zeigte sich ebenfalls vollauf zufrieden mit den Erfahrungswerten.

„Deux im Schnee“ verbessere eindeutig die Sprach- und Sozialkompetenz der Schüler und fördert zudem ihre sportlichen Fähigkeiten. „Solche Erlebnisse tragen dazu bei, dass sich die Kinder zu aufgeschlossenen Bürgern dieses Landes entwickeln. Dies hilft auch in Zukunft, den besonderen Reichtum der Schweiz, ihre kulturelle Vielfalt, zu bewahren“, verdeutlicht Catherine Fernandez Sonino die tiefere Bestimmung dieses Pilotprojekts.

Umarmungen und Tränen zum Abschied

Beim Abschied in Saanenmöser am vergangenen Freitag gab es viele Umarmungen und auch einzelne Tränen. Nicht nur bei den Kindern. „Auch bei den Lehrerinnen und Lehrern sah es aus, als ob ein Familienfest zu Ende ginge“, blickt Thomas Raaflaub auf die Erlebnisse zurück.


Zehn Klassen aus den Kantonen Bern, Genf und Zürich trafen sich zu zweisprachigen Schneesportlagern.

Zehn Klassen aus den Kantonen Bern, Genf und Zürich trafen sich zu zweisprachigen Schneesportlagern.


Ein exzellentes Beispiel, dass die Ziele des Austauschprogramms erreicht wurden, ist die Lager-Kombination Langenthal und Genf. Der durch das innovative Lager-Konzept angeregte Austausch beschränkt sich nicht nur auf die Schülerinnen und Schüler. Es sei schon bald ein gemeinsames Lehrer-Fondue in Freiburg geplant und die Langenthaler freuen sich, auf der Schulreise nach Genf von ihren Partnern empfangen zu werden, berichtet Thomas Raaflaub. „Man darf also gespannt sein, was sich aus diesen ersten Treffen im Saanenland weiter entwickelt“, freut er sich.

Wiederholung im Jahr 2017 gewünscht

Viele der beteiligten Lehrpersonen wünschen sich eine Wiederholung im Jahr 2017. Als einen Grund für den Erfolg dieses neuartigen Konzepts bewertet Raaflaub auch das von Gstaad Saanenland Tourismus organisierte, attraktive Rahmenprogramm. Dies ermöglichte, dass sich die Betreuer voll auf ihre bildungsspezifischen Auftrag konzentrieren konnten. „Ein Service wie dieser ist ein Traum“, zitiert Thomas Raaflaub einen seiner Betreuer-Kollegen.

Begegnung ausserhalb des Unterrichts

„Deux im Schnee“ war ein Pilotprojekt der Austauschkoordinatorinnen und -koordinatoren der Kantone Bern und Genf. Getragen wurde es von Lehrkräften, Schulleitungen, Eltern der Partnerschulen, von Gstaad Saanenland Tourismus und lokalen Schneesportpartnern.


Getragen wurde Deux im Schnee von Lehrkräften, Schulleitungen, Eltern der Partnerschulen, von Gstaad Saanenland Tourismus und lokalen Schneesportpartnern.

Getragen wurde Deux im Schnee von Lehrkräften, Schulleitungen, Eltern der Partnerschulen, von Gstaad Saanenland Tourismus und lokalen Schneesportpartnern.


Auch die Erziehungsdirektion des Kantons Bern begrüsst die Initiative: Mit „Deux im Schnee“ wurden abseits des Unterrichts wichtige Anliegen unterstützt und Kompetenzen gefördert. Einerseits werden in diesem Konzept Jugendliche für verschiedenste Wintersportarten begeistert und damit ihre Gesundheit gefördert. Andererseits motivieren die originalen Begegnungen mit Gleichaltrigen in der anderen Landessprache, die eigenen Sprachkenntnisse anzuwenden und die Kenntnisse zu vertiefen. Schliesslich fördern Klassenlager auch die sozialen Kompetenzen der Jugendlichen und ermöglichen ein gegenseitiges Kennenlernen in einer neuen Umgebung.

Vielfältiges Programm

Dank des umfangreichen Engagements von Gstaad Saanenland Tourismus erlebten die Klassen auch die winterliche Natur und die Schönheit der Schweizer Berge. Die Tourismusorganisation reservierte unter anderem die Ferienheime, organisierte Bergbahnabos und sogar Lebensmittel, betreute einzelne Programmteile und stand als lokaler Ansprechpartner zur Verfügung. Die betreuenden Lehrkräfte konnten sich somit ganz auf den Bildungsaspekt ihres Angebots konzentrieren. „Eine optimale Verknüpfung zwischen bildungstechnischen und touristischen Belangen“, stellt Martin Bachofner, Direktor von Gstaad Saanenland Tourismus, fest.


Dank des umfangreichen Engagements von Gstaad Saanenland Tourismus erlebten die Klassen auch die winterliche Natur und die Schönheit der Schweizer Berge.

Dank des umfangreichen Engagements von Gstaad Saanenland Tourismus erlebten die Klassen auch die winterliche Natur und die Schönheit der Schweizer Berge.


Gegen den Abwärtstrend

„Unser besonderes Engagement für das Projekt soll mithelfen, dem allgemeinen Trend zu Einhalt gebieten, dass immer weniger Kinder das Skifahren lernen“, betont Martin Bachofner. „Wir wollen hier ein Zeichen für die Nachwuchsförderung setzen und so dazu beitragen, dass der Schneesport auch in Zukunft ein Kerngeschäft im Schweizer Tourismusbranche bleibt.“ –  „Mit dem bilingualen Lager liefert Gstaad Saanenland Tourismus ein innovatives Konzept, das auch in Zukunft dem nationalen Grundgedanken der gegenseitigen Begegnung entspricht“, betont auch Stève Blaesi, Vorsteher der französischsprachigen Abteilung des Amtes für Kindergarten, Volksschule und Beratung, Bern.



Für alle Leistungen des Lagers hatten sich die Organisatorinnen und Organisatoren ein ehrgeiziges finanzielles Ziel gesetzt: Die Obergrenze des Elternbeitrags sollte dreihundert Franken nicht übersteigen. Dank der finanziellen Unterstützung der Erziehungsdirektionen von Bern und Genf, einer Genfer Privatstiftung, der Walter-und Ambrosina-Oertli- Stiftung, der Stiftung Pro Patria, des Bundesamtes für Kultur und von BERNbilingue ist dies gelungen.

 

Artikel von: Gstaad Saanenland Tourismus
Artikelbilder: © Gstaad Saanenland Tourismus

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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