Handel treiben wie die alten Römer

22.07.2016 |  Von  |  Europa, News
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Handel treiben wie die alten Römer
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Im Römischen Reich gab es einen regen Handel. Waren aus fernen Ländern fanden ihren Weg auch in die Randgebiete des Imperiums. Eine Vorstellung davon vermittelt Bayerns grösstes Römerfest „Salve Abusina“. Es findet vom 13. bis 15. August 2016 im Kastell Abusina in Eining unweit von Bad Gögging statt.

Der Handel war neben dem Militär eine wichtige Machtbasis der Römer. Aus diesem Grund haben die Organisatoren von „Salve Abusina“ in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die Themen Handel und Handwerk gelegt.


Römerfest „Salve Abusina“ (Bild: Pieknikphoto)

Römerfest „Salve Abusina“ (Bild: Pieknikphoto)


Prof. Dr. Christoph Schäfer von der Universität Trier wird unter dem Titel „Der Prahm von Bevaix – Binnenfrachtverkehr im Römischen Reich“ nicht nur über Handelsschiffe im Römischen Reich referieren. Er bringt auch gleich einen Prahm mit: „Dieser vor allem auf Funktionstüchtigkeit ausgelegte Schiffstyp bildete lange Zeit das logistische Rückgrat des weltweit existierenden Binnenfrachtverkehrs im Römischen Reich“, so Schäfer.

Er hat den Prahm gemeinsam mit seinen Studenten gebaut. Nun wird das Modell – ein Originalnachbau im Massstab 1:2, anhand dessen die Eigenschaften dieses Schiffstyps wissenschaftlich untersucht werden, bei Bayerns grösstem Römerfest Salve Abusina erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.


Römerschiff (Bild: Universität Trier)

Römerschiff (Bild: Universität Trier)


Wie die Waren nach Abusina kamen

Auch Historiker Martin Reich fokussiert sich in seinem Vortrag auf das Thema Handel: Was verraten Bodenfunde über Herkunft der Waren und deren Handelswege? Wie wurden Waren verpackt oder gekühlt? Immerhin kamen die Römer bereits in den Genuss von Speiseeis. Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen erfahren Besucher anhand thematisch passender Originalfundstücke, die Martin Reich eigens aus dem Historischen Museum Regensburg mitbringen und zeigen wird.

Wer selbst ein wenig Handel betreiben möchte, kann das natürlich tun. Auf dem Gelände des ehemaligen Kastells werden allerlei Waren feilgeboten, wie es sie so vor rund 2000 Jahren in Eining gegeben haben könnte. Passend dazu gibt es regelmässige Führungen über das Gelände mit allerlei Wissenswertem zu Luxus- und Alltagsgütern, Baumaterial oder Waffen im einstigen Abusina.



Auch Legionäre mit dabei

Apropos Waffen. Waffenlieferungen gab es im Römischen Reich nämlich reichlich. Und eine solche kommt symbolisch von der Römergruppe Legio III Italica Antoniniana aus Regensburg. Die Truppe wird mit rund 45 Kilo Marschgepäck pro Person und in voller Rüstung bereits am Freitag, dem 12. August, von Sinzing aus auf dem Jakobsweg nach Eining marschieren. Dort wird sie dann pünktlich zur Eröffnung des Festes am Samstag, den 13. August eintreffen.


Legionäre dürfen auf dem Römerfest nicht fehlen. (Bild: Pieknikphoto)

Legionäre dürfen auf dem Römerfest nicht fehlen. (Bild: Pieknikphoto)


 

Artikel von: Tourist-Information Bad Gögging
Artikelbild: © Andrea Holzapfel

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