In Wanderschuhen die Franche-Comté erkunden

04.06.2016 |  Von  |  Europa
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In Wanderschuhen die Franche-Comté erkunden
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Dem Alltag entfliehen und die faszinierende Region Franche-Comté (Ostfrankreich) erkunden: Möglich macht dies der Wanderweg „Echappée Jurassienne“, der sich auf 300 Kilometern von Dole am Ufer des Doubs bis Saint-Claude im Hoch-Jura erstreckt. Wanderer durchqueren auf Streckenabschnitten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden die Jura-Ebene. Dabei lassen sich abwechslungsreiche Landschaften mit Seen und Wasserfällen, die Weinbaugebiete rund um das Städtchen Arbois sowie dichte Gebirgswälder erleben.

Mehr als 100 Unterkünfte stehen auf der Strecke für Übernachtungen zur Verfügung. Zahlreiche kulturelle Höhepunkte wie die UNESCO Weltkulturerbe-Stätten Salins-les-Bains und Arc-et-Senans sowie kulinarische Spezialitäten der Region laden zum Verweilen ein. Die gesamte Strecke lässt sich in 14 bis 16 Tagen zurücklegen.

Dole, die frühere Hauptstadt der Franche-Comté

Der Ausgangspunkt für eine Tour auf dem Jura-Wanderweg ist das Städtchen Dole am Doubs. Die Altstadt ist geprägt von prachtvollen Bauten der Renaissance und des Klassizismus. Einer der berühmtesten Söhne der Stadt ist Louis Pasteur, der im benachbarten Städtchen Arbois aufwuchs.

In seinem Geburtshaus ist ein Museum untergebracht, das die Entdeckungen des Forschers sowie Stationen seines Lebens aufzeigt. Auch ein Besuch in der grössten Kirche der Franche-Comté, der seit 1910 unter Denkmalschutz stehenden Stiftskirche Notre-Dame, ist sehr empfehlenswert.

Die Stadt lässt sich aber auch vom Wasser aus entdecken, und zwar auf Elektrobooten, Reproduktionen von amerikanischen Vergnügungsbooten der 50er Jahren, die von José Vincent aus Dole entworfen und gebaut wurden. Freizeitkapitäne mieten die „Runabout“ genannten Boote mit Platz für bis zu sechs Personen stundenweise oder einen ganzen Tag.


Dole – die frühere Hauptstadt der Franche-Comté. (Bild: Cjulien21, Wikimedia, CC)

Dole – die frühere Hauptstadt der Franche-Comté. (Bild: Cjulien21, Wikimedia, CC)


Auf der Fährte des weissen Goldes

Auf der ersten Etappe der „Echappée Jurassienne“ liegen die Königliche Saline von Arc-et-Senans und das Salzbergwerk in Salins-les-Bains, die beide zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Die monumentale Saline von Arc-et-Senans, eine Manufaktur aus dem 18. Jahrhundert, wurde von Claude-Nicolas Ledoux errichtet.

Die einzigartige Industriearchitektur beherbergte sowohl die Produktionsstätten als auch die Unterkünfte der Arbeiter. Mehr als tausend Jahre lang wurde in der Region rund um Salins-les-Bains Salz gewonnen. Im Salzmuseum, das in die Salinen der Salz- und Kurstadt integriert ist, kann man die Geschichte des Ortes und die Salzgewinnung in der Franche-Comté von der Jungsteinzeit bis heute verfolgen.

Die dortigen Quellen nutzt man aufgrund ihres hohen Gehalts an Mineralien und Salzen schon seit Jahrhunderten für medizinische und therapeutische Zwecke. Entspannung auf 2800 Quadratmetern finden Wanderer in der neuen Therme in Salins-les-Bains, die Ende 2016 eröffnet.


Die Königlichen Salinen in Arc-et-Senans in Frankreich (Bild: Wolfgang Moroder, Wikimedia, CC)

Die Königlichen Salinen in Arc-et-Senans in Frankreich (Bild: Wolfgang Moroder, Wikimedia, CC)


Baume-les-Messieurs und Château-Chalon – typische Comtoiser Städtchen

Von Salins-les-Bains weiter in Richtung Süden unterwegs, gelangen Wanderer in das Dorf Château-Chalon. Das auf einem Felsen über den Weinbergen thronende Dorf ist vor allem für den Vin Jaune (Gelbwein), auch „Gold des Jura“ genannt, bekannt. Der gelbe Wein wird aus der Rebsorte Savagnin gewonnen und lagert sechs Jahre und drei Monate im Eichenfass.

Nur zwölf Kilometer von Château-Chalon entfernt, liegt das Dorf Baume-les-Messieurs von hohen Kalkwänden geschützt. Im Kalkstein der Steilfelsen sind beeindruckende Grotten unterirdische Stollen entstanden. Besonders sehenswert sind die Abtei aus dem neunten Jahrhundert sowie der Wasserfall „Cascades des Tufs“, der in der Nähe des Dorfes aus den Felsen hervorsprudelt. Beide Dörfer zählen zu den „Petites Cités Comtoises de Caractère“ („Typische Comtoiser Städtchen“).

Zu dem 1989 gegründeten Verband, der sich zum Ziel gesetzt hat das für die Region typische kulturelle und kulinarische Erbe zu schützen und zu fördern, gehören 33 Dörfer.

Eine Vier-Tages-Tour auf der „Echappée Jurassienne“ ist mit Halbpension und Unterbringung in Zwei bis Drei-Sterne-Hotels und Pensionen ab 235 Euro pro Person buchbar. Gegen einen geringen Aufpreis können Wanderer das Gepäck transportieren lassen.


Baume-les-Messieurs (Bild: Mark Wolters_shutterstock.com)

Baume-les-Messieurs (Bild: Mark Wolters_shutterstock.com)


Über die Region Franche-Comté

Die Region Franche-Comté liegt im äussersten Osten Frankreichs nahe der Schweizer Grenze und umfasst die vier Unterregionen Territoire de Belfort, Haute-Saône, Doubs und Jura. Sie ist eine der wald- und wasserreichsten Regionen des Landes und zeichnet sich durch eine grosse landschaftliche Vielfalt aus – mit den Wiesenlandschaften rund um die Flüsse Doubs, Saône, Ain und Loue, der „Hochebene der tausend Seen“ sowie der Bergwelt der Südvogesen und des Juragebirges. Dem kulturellen und geschichtlichen Reichtum der Franche-Comté können die Gäste in den grösseren Städten Besançon, Belfort und Montbéliard, aber auch in den vielen mittelalterlichen Dörfern nachspüren.



Weitere Informationen sind unter www.de.franche-comte.org sowie hier zu finden.

 

Artikel von: Comité Régional du Tourisme de Franche-Comté
Artikelbild: © Zimneva Natalia – Shutterstock.com

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