Lufthansa-Streik: Sonderflugprogramm für Freitag aktiviert

24.11.2016 |  Von  |  Flug, News

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Die Deutsche Lufthansa hat ihren Sonderflugplan für Freitag aktiviert. Der Sonderflugplan war notwendig geworden, nachdem die in der Vereinigung Cockpit (VC) zusammengeschlossenen Piloten angekündigt hatten, ihren Streik auch auf Freitag auszudehnen.

Betroffen sind am 25. November alle innerdeutschen Flüge und Europaflüge von Lufthansa. Am dritten Streiktag in Folge werden mehr als 100‘000 Fluggäste von den 830 Flugstreichungen auf der Kurz- und Mittelstrecke berührt sein.

Rund zwei Drittel der Flüge finden planmässig statt

2170 von rund 3000 geplanten Flügen der Lufthansa Group können am Freitag planmässig durchgeführt werden. Das Flugprogramm auf der Langstrecke wird am Freitag nahezu regulär stattfinden, wobei vereinzelte Langstreckenflüge aufgrund des vorangegangenen Streiktages noch ausfallen können. Insgesamt sind an den drei Streiktagen mehr als 315‘000 Passagiere von 2618 Flugausfällen betroffen.

Erneut fordert Lufthansa die Pilotengewerkschaft dazu auf, in einer Schlichtung gemeinsam eine Lösung des Konflikts zu entwickeln. Harry Hohmeister, Vorstand Hub Management der Deutschen Lufthansa AG: „Die Ausgangslage ist, dass wir unsere Piloten deutlich besser bezahlen, als die Konkurrenz. Wir sind als Vorstand für mehr als 120‘000 Mitarbeiter verantwortlich und wollen Lufthansa zukunftsfähig aufstellen. Das wird mit einer Forderung von 20 Prozent mehr Lohn nicht möglich sein.“

Group Airlines wie SWISS nicht betroffen

Die Group Airlines Eurowings, Germanwings, SWISS, Austrian Airlines, Air Dolomiti und Brussels Airlines werden nicht bestreikt. Auch die Piloten der Lufthansa Cargo sind nicht zu diesem Streik aufgerufen worden. Flüge von und nach Deutschland, die von Group Airlines durchgeführt werden, werden planmässig durchgeführt. Austrian Airlines und SWISS haben zudem ihre Kapazitäten auf Flügen nach Deutschland erhöht, indem aktuell grösseres Fluggerät eingesetzt wird.

Für Kunden, deren Flug streikbedingt ausfällt, gibt es die Möglichkeit, einmalig kostenfrei umzubuchen oder zu stornieren. Zusätzlich haben alle Fluggäste, die ein Ticket für einen Flug mit Lufthansa, Austrian Airlines, SWISS und Brussels Airlines von, nach und über Deutschland bis morgen haben, die Möglichkeit, einmalig kostenfrei umzubuchen. Für innerdeutsche Ziele gibt es die Möglichkeit, das Flugticket in einen Voucher der Deutschen Bahn zu tauschen. Auf LH.com finden Fluggäste unter „Aktuelle Fluginformationen“ weitere Informationen.

Service für Passagiere

Lufthansa setzt alles daran, die Auswirkungen des Streiks für ihre Gäste so gering wie möglich zu halten. Im Rhein-Main-Gebiet und im Münchener Raum wurden tausende Hotelzimmer reserviert. Für Fluggäste, die aufgrund fehlender Visa nicht nach Deutschland einreisen dürfen, hat Lufthansa gemeinsam mit Fraport Feldbetten aufgebaut. Mitarbeiter versorgen die vom Streik betroffenen Fluggäste in den Terminals mit Getränken, Snacks und Telekommunikationsmöglichkeiten. Lufthansa informiert alle Fluggäste, die ihre Kontaktdaten im Kundenprofil hinterlegt haben, per E-Mail oder SMS über etwaige Streichungen.

Lufthansa bittet alle Kunden, sich vor der Anreise zum Flughafen vorsorglich auf LH.com über den Status ihres Fluges zu informieren. Zudem können sich Kunden in Deutschland unter der kostenfreien Service-Hotline unter 0800 850 60 70 informieren

 

Artikel von: Deutsche Lufthansa AG
Artikelbild: © Sorbis – shutterstock.com

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