Martinique – wo „Gott Frankreich wirklich suchen würde“

17.06.2014 |  Von  |  Atlantik, Frankreich
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Martinique – wo „Gott Frankreich wirklich suchen würde“
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Martinique ist eine der fünf Überseeregionen Frankreichs und liegt in der Karibik. Ganzjährig warme Temperaturen an Land sowie im Wasser laden Sie zu verschiedenen Outdoor- und Wassersport-Aktivitäten ein. Auch Städtereisende finden auf Martinique ein ergiebiges Angebot. Schon vom Hafen Fort-de-Frances aus sehen Sie die Kathedrale der Stadt, die nicht nur von aussen, sondern auch von innen beeindruckend ist.

Die französische Insel Martinique war schon seit Jahrtausenden besiedelt, als Christoph Columbus sie 1502 entdeckte. Erst französische Kolonie und später französisches Überseegebiet, ist sie heute ein ideales Ziel für Touristen, die sich einen der begehrten Plätze auf der Sonnenseite des Lebens gönnen wollen – wenn auch nur für Tage oder Wochen.



Die Historie Martiniques bis zur Neuzeit

Die Insel war nachweislich schon um das Jahr 4000 vor Christus besiedelt. Kurz vor der Zeitenwende, etwa 100 vor Christus, kamen zudem Siedler aus dem Gebiet des heutigen Venezuela auf die Insel und gründeten Niederlassungen. Etwa 1000 Jahre später folgten mehrere andere mittel- und südamerikanische Völker und Völkergruppen, die als die „Kariben“ zusammengefasst werden.

Auf seiner vierten von Europa aus in Auftrag gegebenen Reise in die Neue Welt entdeckte auch Christoph Columbus die Insel im Jahr 1502. Wenig später fiel sie in die Hände der Franzosen, von denen sie 1635 kolonialisiert wurde. Ausser innerhalb dreier kurzer Zeitabschnitte während der letzten Jahrhunderte behielt Frankreich die politische Oberhand über Martinique.

Martinique seit der Neuzeit



Noch im 17. Jahrhundert führte Frankreich auch auf Martinique die Sklaverei ein. Sklaven wurden von den europäischen Landesherren hauptsächlich für die Arbeit auf Zuckerrohrfeldern genutzt. Allerdings wurden auf Martinique auch Bananen und Kokosnüsse angepflanzt und seit 1694 Windmühlen gebaut, mit deren Hilfe die Rumherstellung gefördert wurde.

Während eines von 1787 bis 1802 andauernden Bürgerkrieges kam es schliesslich zu Sklavenaufständen. Von der Französischen Revolution beseelt wurde die Sklaverei 1794 von französischer Seite aufgehoben, 1802 unter Napoleon aber wieder erlaubt. Die endgültige Aufhebung der Sklaverei auf Martinique wurde im Mai 1848 vollzogen.

1891 und 1902 kam es zu schweren Naturkatastrophen auf Martinique. Dabei wurde die Handelsmetropole der Insel, Saint-Pierre, bis auf zwei Menschen (ein Gefängnisinsasse und ein Schuhmacher) entvölkert. Seit 1972 ist Martinique eine französische Région und seit 2003 ebenfalls ein Departement. Somit gehört Martinique als vollwertiger Teil Frankreichs auch zur Europäischen Union.





Fort-de-France (Bild: Jean-Louis Lascoux, Wikimedia, CC)

Fort-de-France (Bild: Jean-Louis Lascoux, Wikimedia, CC)

Sehenswertes in Fort-de-France

Sehenswert für Städtereisende auf Martinique ist auf jeden Fall der Hauptort der Insel, Fort-de-France. Nachdem der Ausbruch des Mont Pelé 1902 die bis dahin als Hauptstadt genutzte Stadt Saint-Pierre zerstörte, wurde Fort-de-France das wirtschaftliche und politische Zentrum der Insel.

Das Rathaus der Stadt verfügt über eine symmetrische und ansehnlich gestaltete Fassade. Erbaut wurde es 1848; 1890 wurde es jedoch durch einen Brand und 1891 durch einen Wirbelsturm in Mitleidenschaft gezogen. Das wiederaufgebaute Gebäude steht seit 1901.

Die Kathedrale von Fort-de-France ersetzte zahlreiche vorherige Gebäude und wurde 1895 errichtet. Die rötliche Konturengestaltung der Aussenfassade wird im sonnendurchfluteten Innenraum des Sakralbaus weitergeführt. Die „Bibliothèque Schlcher“ stammt vom selben Architekten wie die Kathedrale. Die Fassade des von einem Garten umgebenen Gebäudes ist schön gestaltet und dezent verziert; die Innenräume sind begehbar.

Warmes Wetter, warmes Wasser

Neben Fort-de-France und den anderen Städten auf Martinique finden Sie auf der Insel auch unterschiedliche Möglichkeiten für Ihre Bade- und Wassersport-Ferien. Die zahlreichen Strände verwöhnen mit hellem Sand, klarem blauen Wasser und vor allem Wärme. Die durchschnittlichen Lufttemperaturen liegen auf Martinique bei 22 bis 30 Grad Celsius, das Wasser ist nicht wesentlich kühler.

Neben Baden und verschiedenen Wassersportarten gibt es auf Martinique auch zahlreiche Angebote für Entdeckungstouren und Wanderungen in den Regenwald. Aufgrund des tropischen Klimas sollten Sie allerdings stets genug zu trinken und Sonnenschutzmittel dabeihaben.



 

Oberstes Bild: Strand aus Martinique (Nicolas BOUTHORS, Wkimedia)

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Über Kirsten Schlier

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