Mit dem Pfund sinkt auch Ryanairs Gewinnprognose

20.10.2016 |  Von  |  Flug, Grossbritannien, Irland, News

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

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Mit dem Kursrutsch des Britischen Pfundes sinken auch die Gewinnerwartungen bei Ryanair. Michael O’Leary (Ryanair-CEO ) teilte daher kürzlich mit, dass aufgrund dessen die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert werden muss.

Der Nettogewinn werde zwischen EUR 1,3 und 1,35 Mia. liegen. Das wären noch immer 7% Gewinnplus im Vergleich zum Vorjahr. Im vergangenen Sommer hatte das Management allerdings eine Steigerung um 12% auf EUR 1,37 bis 1,43 Mia. erwartet.

Im Sommer hatte die Führungsspitze des irischen Billigfliegers laut vor den Folgen eines Brexits gewarnt – seit Juni büsste das Pfund gegenüber dem Dollar beinahe einen Fünftel an Wert ein. Nun sanken die Ticketpreise aufgrund der schwachen britischen Währung stärker als erwartet. Durchschnittlich könnten sie bis im Winter um bis zu 15% im Jahresvergleich fallen. Dies könne jedoch durch die zugleich gesunkenen Kosten für Treibstoff teilweise aufgefangen werden.

Europas Marktführer unter den Billigairlines erwartet hingegen dieses Jahr 119 Millionen Passagiere und damit zwei Millionen mehr als bislang berechnet. Die Aktie des Billigfliegers legte denn auch um 2,5% zu.

Das Grossbritannien-Geschäft hat für die Iren eine zentrale Bedeutung. Ryanair erziele in diesem Jahr voraussichtlich 26% des Umsatzes im Vereinigten Königreich. Die revidierten Geschäftserwartungen basierten darauf, dass es keinen weiteren Einbruch des Pfund-Kurses gebe, betonte O’Leary. Der Brexit, die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der EU, hatte bereits dafür gesorgt, dass sowohl Konkurrentin Easyjet, wie auch die British-Airways-Mutter International Airlines Group (IAG) ihre Gewinnziele drastisch nach unten korrigieren mussten.

 

Artikel von: TRAVEL INSIDE
Artikelbild: Adrian Pingstone, Wikimedia, public domain

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