Neues Sonderflugprogramm – Lufthansa fordert VC zur Schlichtung auf

23.11.2016 |  Von  |  Flug, News

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

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Der Streik, zu dem die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit aufgerufen hat, begann heute Nacht, 23. November. Wie geplant wird der Sonderflugplan durchgeführt. Mehr als zwei Drittel der Flüge der Lufthansa Group finden wie geplant statt.

Das Sonderflugprogramm für den morgigen Tag ist aktiviert. Die VC hatte gestern eine Verlängerung des Streiks um weitere 24 Stunden angekündigt. 2.088 Flüge von rund 3.000 Flügen der Lufthansa Group können am Donnerstag planmässig durchgeführt werden. Durch die Verlängerung des Streiks werden morgen rund 115.000 Passagiere durch insgesamt 912 Flugstreichungen betroffen sein, darunter 82 Langstreckenflüge. Insgesamt sind an beiden Streiktagen mehr als 215.000 Passagiere von den rund 1.800 Flugausfällen betroffen.

Lufthansa fordert die VC erneut auf, in einer Schlichtung gemeinsam nach einer Lösung des Tarifkonflikts zu suchen, anstatt eine weitere Eskalation voranzutreiben. „Die Forderung der VC nach einer Vergütungserhöhung von mehr als 20 Prozent geht weit über das hinaus, was andere Beschäftigtengruppen erhalten haben. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Gewerkschaft ausgerechnet für die höchstbezahlte Beschäftigtengruppe die grösste Lohnerhöhung fordert“, sagt Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG.

Die Group Airlines Eurowings, Germanwings, SWISS, Austrian Airlines, Air Dolomiti und Brussels Airlines werden nicht bestreikt. Auch die Piloten der Lufthansa Cargo sind nicht zu diesem Streik aufgerufen worden. Flüge von und nach Deutschland, die von Group Airlines durchgeführt werden, werden planmässig durchgeführt. Austrian Airlines und SWISS haben zudem ihre Kapazitäten auf Flügen nach Deutschland erhöht, indem aktuell grösseres Fluggerät eingesetzt wird.

Für den heutigen Tag konzentrieren sich die Stationsmitarbeiter an den Flughäfen darauf, die Fluggäste bestmöglich zu betreuen. Im Rhein-Main-Gebiet und im Münchener Raum wurden für heute vorsorglich fast 4.000 Hotelzimmer reserviert. Für Fluggäste, die aufgrund fehlender Visa nicht in Deutschland einreisen dürfen, hat Lufthansa gemeinsam mit Fraport rund 400 Feldbetten aufgebaut. Mitarbeiter versorgen die vom Streik betroffenen Fluggäste in den Terminals mit Getränken, Snacks und Telekommunikationsmöglichkeiten. Gleichzeitig wurden mobile Informationsstände eingerichtet und die Kapazitäten an den Ticketschaltern verstärkt.

Für Kunden, deren Flug streikbedingt ausfällt, gibt es die Möglichkeit einmalig kostenfrei umzubuchen oder zu stornieren. Zusätzlich haben alle Fluggäste, die morgen mit Lufthansa, Austrian Airlines, SWISS und Brussels Airlines reisen, unabhängig davon, ob der Flug gestrichen wird, die Möglichkeit, einmalig kostenfrei umzubuchen. Auf LH.com finden Fluggäste unter „Aktuelle Fluginformationen“ weitere Informationen. Für innerdeutsche Ziele gibt es die Möglichkeit, das Flugticket in einen Voucher der Deutschen Bahn zu tauschen.

Lufthansa bittet alle Kunden, sich vor der Anreise zum Flughafen vorsorglich auf LH.com über den Status ihres Fluges zu informieren. Zudem können sich Kunden in Deutschland unter der kostenfreien Service-Hotline unter 0800 850 60 70 informieren. Lufthansa informiert alle Fluggäste, die ihre Kontaktdaten im Kundenprofil hinterlegt haben, per E-Mail oder SMS über etwaige Streichungen. So konnten bereits 70.000 betroffene Fluggäste über die Auswirkungen per SMS und E-Mail erreicht werden.

 

Artikel von: Deutsche Lufthansa AG, Media Relations
Artikelbild: © Vytautas Kielaitis – shutterstock.com

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