Paraguay – ein Paradies für Ökotouristen

26.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Südamerika
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Paraguay – ein Paradies für Ökotouristen
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Der Binnenstaat Paraguay liegt zentral in Südamerika. Seine Nachbarn sind Brasilien, Argentinien und Bolivien. Paraguay ist ein ganzes Stück grösser als Deutschland, aber um ein Vielfaches geringer besiedelt. Von Norden nach Süden fliesst der gut 2500 Kilometer lange Río Paraguay. Trotz seiner Länge ist er nur ein Nebenfluss des Río Paraná. Durch den Fluss wird Paraguay in zwei Landschaftsbilder geteilt.

Der westliche Teil, der gut 60 % der Landesfläche einnimmt, wird durch die Trockenwälder des Gran Chaco bestimmt. Im Osten liegt das Oriente-Gebiet, in dem auch die meisten Bewohner Paraguays leben.



Kontrast der Besiedlung

Während der Nordosten sehr dünn besiedelt ist (durchschnittlich etwa zwei Menschen pro Quadratkilometer), sieht es im zentralen und östlichen Teil des Landes ganz anders aus. Hauptstadt und wichtigste Stadt des Landes ist Asunción. Dort leben über eine halbe Million Menschen. Über eine Million Menschen verteilen sich auf die umliegende Provinz Central.

Das Stadtbild ist im Laufe der Jahre und im Rahmen der Zuwanderung immer moderneren Standards gerecht geworden. So wurden viele Hochhäuser errichtet. Grosse Shoppingmeilen und moderne Architektur sind Hauptanziehungspunkte für Touristen der Hauptstadt. Wer traditionellere Orte sucht, ist in Encarnación im Süden des Landes genau richtig. Die am Paraná-Fluss gelegene Stadt zeichnet sich durch ihren ländlichen Markt, freilaufende Tiere und Häuser im spanischen Kolonialstil aus.

Sehenswertes in und um Ciudad del Este



Besonders in und um die Stadt Ciudad del Este gibt es einiges zu erleben. Die Stadt selber zeichnet sich durch verschiedene schön angelegte Parkanlagen aus. Darunter befindet sich auch ein von taiwanesischen Einwanderern angelegter chinesischer Garten. Ein besonderer Anblick ist die in der Nähe der Stadt liegende Schlucht, durch die sich der Fluss Río Paraná zieht. Eine über 500 Meter lange Brücke führt direkt nach Brasilien.



Von Ciudad del Este sind es knapp 15 Busminuten bis zu den weltweit bekannten Wasserfällen von Iguazú. Auf einer Breite von 700 Metern finden sich über 20 grosse und über 250 kleinere Wasserfälle. Die grössten von ihnen fallen bis zu 82 Meter in die Tiefe. Neben der Stadt Ciudad del Este liegt die von Paraguay und Brasilien errichtete Talsperre. Der Staudamm ist etwa 200 Meter hoch und ganze acht Kilometer lang.

Panorama von Asunción (Bild: FF MM, Wikimedia, CC)

Panorama von Asunción (Bild: FF MM, Wikimedia, CC)

Aktivferien in Paraguay

Aufgrund seiner noch immer sehr starken Natur und der fehlenden Industrie eignet sich Paraguay bestens für Ökotouristen. Die tunnelartigen Dschungelpfade, in denen Sie sich von örtlichen Führern leiten lassen können, sind ganz besondere Wandererlebnisse. Nach Amazonien hat Paraguay das zweitgrösste Regenwaldgebiet Südamerikas.

Wer sich nicht direkt in den Dschungel wagen möchte, kann an Kanu- oder Bootstouren teilnehmen und sich die farbenfrohe Flora und Fauna Paraguays aus sicherer Entfernung ansehen. Neben einer einzigartigen Vogelvielfalt leben in Paraguay über 600 verschiedene Tierarten, darunter 100 Reptilien- und 60 Amphibienarten. Die Pflanzenwelt kommt auf etwa 8000 verschiedene Arten.

Die Geschichte der Kolonialreligion entdecken

In der Zeit ab dem 16. Jahrhundert wurden in Paraguay sehr viele christliche Missionen errichtet, um die Guarani-Indianer zu bekehren. Noch heute sind viele dieser Missionen zu besichtigen und beherbergen altertümliche Kunstwerke, Schnitzereien und Museen. Die Missionare brachten die Indianer dazu, sesshaft zu werden, und im späteren Verlauf unterstützten sie auch die Indianer dabei, sich gegen die Überfälle der aus Brasilien kommenden Sklavenhändler zu schützen.

Noch heute sehr bekannte Missionen sind unter anderem die „San Ignacio Guazú“ aus dem Jahr 1610, in der heute ein Museum untergebracht ist. Auf der Ruine der Santiago-Mission wurde eine moderne Kirche errichtet, die aber noch die alten Holzschnitzereien der Guarani-Indianer ausstellt. Die Mission „Jesus del Tavarangue“ wurde 1658 gegründet und 1993 zum Kulturerbe der Menschheit erklärt. Noch leben hier waschechte Indios mit spanischen Aussiedlern zusammen.



 

Oberstes Bild: Regenwald in Paraguay (© Ilosuna, Wikimedia, CC)

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