Sansibar – afrikanischer Traum vor Tansania

02.06.2016 |  Von  |  Afrika, Alle Länder
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Sansibar – afrikanischer Traum vor Tansania
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Etwa 24 Kilometer vor Tansanias Küste im Osten Afrikas liegt das Insel-Archipel Sansibar. Die Hauptinsel Unguja wird ebenfalls Sansibar genannt. Nördlich davon liegt die grüne Insel Pemba und neben den Inseln Latham und Mafia gibt es noch viele kleine, grösstenteils unbewohnte Eilande, die alle zum Archipel Sansibar zählen.

Umrahmt wird das grüne Paradies im Indischen Ozean von Korallenriffen, Sandbänken, türkisblauem Meer und den schaukelnden Dhaus der Fischer. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig. Er reicht vom Arabischen „Schön ist diese Insel“ bis zu „Gewürzinseln“. Unzweifelhaft sind die Inseln vor der afrikanischen Küste nicht nur Naturparadiese, sondern sie haben auch eine interessante Geschichte zu erzählen.


Auf dem Markt in Sansibar (Bild: © Curioso - shutterstock.com)

Auf dem Markt in Sansibar (Bild: © Curioso – shutterstock.com)


Sinnliche Düfte, märchenhafte Paläste und exotische Märkte

Das Herz von Sansibar schlägt in Stone Town, dem historischen Stadtkern der Hauptstadt Zanzibar Town auf der Insel Unguja. Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und den arabischen und indischen Palästen aus der Zeit des Sklavenhandels legt Zeugnis ab vom einstigen Reichtum der Insel. Legendär sind die farbenfrohen, holzgeschnitzten Türen und Portale der Häuser. Es finden sich darin filigrane und verschlungene Ornamente, hinduistische Gottheiten und vor allem Messingspitzen, zum Schutz vor Elefanten. Kurioserweise hat es diese Dickhäuter auf Sansibar nie gegeben.


Erinnerung an Sklavenmarkt in Sansibar (Bild: © tr3gin - shutterstock.com)

Erinnerung an Sklavenmarkt in Sansibar (Bild: © tr3gin – shutterstock.com)


Stone Town ist über die Jahrhunderte fast gänzlich in seinen Ursprüngen erhalten geblieben und UNESCO-Weltkulturerbe. Neben dem beeindruckenden Fort, der St. Josephs Kirche und den vielen Palästen ist es vor allem der exotische Markt mit seinen vielen Düften, Gewürzen, frischen Früchten, Stoffen und Kunsthandwerk, der die Besucher in seinen Bann zieht. Stone Town bildet eine harmonische Mischung aus asiatischen, europäischen und afrikanischen Einflüssen.


Das Herz von Sansibar schlägt in Stone Town (Bild: © Ehrman Photographic - shutterstock.com)

Das Herz von Sansibar schlägt in Stone Town (Bild: © Ehrman Photographic – shutterstock.com)


Sansibar (Bild: © LMspencer - shutterstock.com)

Sansibar (Bild: © LMspencer – shutterstock.com)


Buschhütten und Fischerdörfer

Sansibar ist ausserhalb der Hauptstadt mit ihrem Fähr- und Flughafen ein authentisches Stück Afrika. Sandstrassen und Buckelpisten führen ins Landesinnere und an die Küsten mit ihren typischen Dörfern und einer dichten, grünen und tropischen Vegetation. Strassenhändler bieten frisch gepressten Zuckerrohrsaft mit Limone und Ingwer an, Kochstellen vor den Häusern, Felder vor dem Dorf und spielende Kinder erinnern daran, dass wir uns in Afrika befinden. Fahrräder und Fussgänger sind häufiger zu sehen als Autos und neben den grossen Hotels direkt am Strand liegen kleine Fischerdörfer.


Neben den grossen Hotels direkt am Strand liegen kleine Fischerdörfer. (Bild: © Anca Dumitrache - shutterstock.com)

Neben den grossen Hotels direkt am Strand liegen kleine Fischerdörfer. (Bild: © Anca Dumitrache – shutterstock.com)


In den flachen Buchten wird von den Frauen noch Meergras angebaut und geerntet, das kosmetischen und medizinischen Zwecken dient. Traditionell tragen die Frauen grossblumige Kanga-Tücher und die Männer zeigen sich stolz in ihren Kanzu-Hemden.


Meergras-Farm in Uroa, Sansibar (Bild: Moongateclimber, Wikimedia, CC)

Meergras-Farm in Uroa, Sansibar (Bild: Moongateclimber, Wikimedia, CC)


Weisse Strände unter Palmen und Nationalparks

Im Süden der Insel Unguja befindet sich der berühmte Jozani Forest, der ein Teil des „Jozani Chwaka Bay National Parks“ ist. Hier gibt es dichte Mangrovenwälder und den „Zanzibar Red Colobus“, eine seltene Affenart. Endlos erscheinende weisse Sandstrände liegen entlang der gesamten Ostküste der Insel. Dichte Palmenwälder reichen hier bis ans Meer, das dem Wechsel von Ebbe und Flut unterzogen ist und aufgrund der Korallenriffe beste Voraussetzungen für Taucher, Schnorchler und Sonnenanbeter bietet. Im Ostteil der Insel, nicht weit von der Hauptstadt entfernt, befinden sich die Gewürzfarmen und Ruinen ehemaliger Sultanspaläste. Im Westen liegen der tropische Regenwald und Obstplantagen.


Zanzibar Red Colobus (Bild: © Dave Montreuil - shutterstock.com)

Zanzibar Red Colobus (Bild: © Dave Montreuil – shutterstock.com)


Spice-Tour und Kunsthandwerk

Die Gewürzinseln, wie das Sansibar-Archipel auch genannt wird, umweht ein Duft von Vanille, Zimt, Nelken und Kardamom, welche die Insel berühmt und reich gemacht haben. Vor hundert Jahren kamen nahezu 80 % der weltweiten Produktion von Gewürznelken von den Inseln Unguja und Pemba. Heute noch stammt ein Grossteil des weltweiten Exports an Zimt, Pfeffer, Nelken und Ingwer von diesen herrlichen Inseln. Nehmen Sie an einer anregenden und unterhaltenden Spice-Tour zu den Gewürzfarmen teil.


Durian-Baum gesehen während der Spice-Tour auf Sansibar. (Bild: © Nuk2013 - shutterstock.com)

Durian-Baum gesehen während der Spice-Tour auf Sansibar. (Bild: © Nuk2013 – shutterstock.com)


Sehenswert ist auch eine Tour zu dem kleinen Dorf Pete am Rande des Jozani-Nationalparks. Hier gibt es ein lokales Museum, das die traditionelle Palmblattflechtkunst der Frauen, Ukili genannt, dokumentiert und am Leben erhält. Webstühle und eine Batikwerkstatt gibt es ebenfalls.

 

Artikelbild: Am Strand von Jambiani, Sansibar © hakuna_jina – shutterstock.com


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