Schweizer Touristiker möchten in der Wintersaison auch Tagesgäste anlocken

03.11.2016 |  Von  |  News

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Tagesausflügler sollen in der kommenden Wintersaison den Tourismus ankurbeln. Deshalb bieten 19 Schweizer Skidestinationen ihren Gästen eintägige Skierlebnisse mit vielen Extras zum Pauschalpreis.

Seit Jahren beobachten Tourismusexperten, dass immer weniger Leute Wintersport treiben. Und die, die sich im Schnee tummeln, tun dies weniger lang. Zudem entscheidet man immer kurzfristiger, vor allem abhängig vom Wetter, ob es über das Wochenende in die Berge geht.

Trotz allem glauben die Fachleute, dass der Schneesport Zukunft hat, wie Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, am Dienstag in Zürich vor den Medien sagte. Denn allein in der Schweiz, Österreich und Deutschland bezeichneten sich fast 20 Millionen Menschen als Skifahrer und knapp 12 Millionen seien am Skifahren interessiert, sagte Schmid. Dieses Potenzial gelte es anzuzapfen.

Dies soll unter anderem mit der „One Day Ski Experience“ gelingen. Diese beinhaltet beispielsweise eine komplette Ausrüstung, Halbtageskarte und eine Lektion Skiunterricht mit mehrsprachigen Instruktorinnen und Instruktoren ab 150 Franken.

Das Angebot ist insbesondere auf asiatische Wintergäste sowie die zahlreichen internationalen Expats, die die Schweiz besuchen, zugeschnitten. Aber auch einheimische Neu- oder Wiedereinsteiger sind willkommen.

Sie sollen „schnelle Glücksgefühle“ erleben und sich nicht über Jahre via Skischule auf die Pisten hocharbeiten, wie Schmid weiter sagte.

„Home of Snow sports“

Die diesjährige Winterkampagne von Schweiz Tourismus vermarktet die Schweiz weltweit als „Home of Snow sports“. Sie richtet sich an Thrillers (geübte, rasante Fahrer) und Chillers, denen Panorama oder Einkaufsmöglichkeiten im Skiort ebenso wichtig sind wie Schneesport.

Zielmärkte sind neben der Schweiz Deutschland, Nordamerika, die Benelux-Staaten, Frankreich, Italien, das Vereinigte Königreich, Russland und China. In China gebe es ein „spannendes Potenzial“, sagte Schmid. Denn die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea und 2022 in China lösten dort „einen Schneesport-Wahrnehmungsboom aus“.

Auf eine ähnliche Wirkung hoffen auch die Organisatoren der Ski-WM in St. Moritz (6. bis 19. Februar 2017). Alles sei auf Kurs, sagte Direktor Franco Giovanoli. Der Zustand der Engadiner Vogelbeerbäume verspreche genügend Schnee.

 

Artikel von: sda/mma
Artikelbild: © Natali Glado – shutterstock.com

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