Sempach – ein geschichtsträchtiger Ort

17.08.2016 |  Von  |  Schweiz
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Sempach – ein geschichtsträchtiger Ort
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Sempach ist ein sehenswertes Städtchen im Kanton Luzern und hat etwas mehr als 4’000 Einwohner. Der malerisch am Südostufer des Sempachersees gelegene Ort ist ein durchaus attraktives Reiseziel.

In Sempach kommen sowohl kulturinteressierte als auch Erholung suchende Gäste auf ihre Kosten. Seit 1386 ist der Name Sempach fest im Gedächtnis der Schweizer Bürger verankert, fand hier doch die entscheidende Schlacht gegen die Habsburger statt.


Die Schlacht bei Sempach - Illustration (Bild: Marzolino – Shutterstock.com)

Die Schlacht bei Sempach – Illustration (Bild: Marzolino – Shutterstock.com)


Inmitten einer reizvollen Landschaft

Das kleine Städtchen Sempach liegt eingebettet zwischen sanften Hügeln am südöstlichen Ufer des Sempachersees. Spektakuläre Landschaften fehlen hier zwar, dennoch bietet die reizvolle Umgebung zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten. Der überwiegende Teil, nämlich fast 70 % wird von Feldern und Wiesen eingenommen, während nur wenig mehr als 15 % der Fläche von Wald und Buschland bedeckt sind. Im Morentalerwald erreicht Sempach mit 735 Metern seine grösste Höhe.


Steinibüelweier bei Sempach (Bild: Tschubby, Wikimedia, GNU)

Steinibüelweier bei Sempach (Bild: Tschubby, Wikimedia, GNU)


Das Städtchen Sempach besitzt einen wundervollen Charme. Der geschichtsträchtige Ort beeindruckt mit einem sehenswerten Ortskern mit einer Reihe von Sehenswürdigkeiten, welche es bei einem Spaziergang zu entdecken gibt. Daneben ist die Umgebung von Sempach durchaus reizvoll und die Besucher können einen fantastischen Blick auf die Berge des Zentralschweizer Voralpenlandes geniessen. Es lohnt sich also, hier am Sempachersee auf Entdeckungsreise zu gehen und ein paar erholsame Tage zu verbringen.


Sempachersee mit Pilatus und Titlis (Bild: Krol:k, Wikimedia, CC)

Sempachersee mit Pilatus und Titlis (Bild: Krol:k, Wikimedia, CC)


Hier ist aktive Erholung angesagt

Die Umgebung von Sempach ist eine wunderschöne Region zum wandern. Da es nur sanfte Steigungen zu überwinden gilt, kommen auch weniger geübte Wanderfreunde zu ihrem Recht. Zudem liegt Sempach am Fernwanderweg ViaGottardo, welcher von Basel über den Gotthardpass bis nach Chiasso führt. An warmen Tagen im Sommer lockt natürlich das erfrischende Nass des Sempachersees und das Strandbad ist dann ein begehrter Treffpunkt. Neben einem Sprungturm und Steg ist für die kleinsten Besucher ein Babyplanschbecken vorhanden und wen es lieber hinauf auf das Wasser zieht, kann sich gerne ein Boot oder ein Pedalo mieten.


Löwendenkmal mit Ochsentor (Bild: WES1947, Wikimedia, CC)

Löwendenkmal mit Ochsentor (Bild: WES1947, Wikimedia, CC)


Ein sehenswertes mittelalterliches Stadtbild

Sempach konnte sich sein ursprüngliches mittelalterliches Stadtbild bewahren. Da verwundert es nicht, dass der Kernbereich des Städtchens zu den schützenswerten Ortsbildern der Schweiz gehört und damit von nationaler Bedeutung ist. Bei einem Bummel durch das historische Städtli schweift der Blick auf sehenswerte Bauwerke und man fühlt sich schnell in eine längst vergangene Zeit versetzt.


Ochsentor (Bild: WES1947, Wikimedia, CC)

Ochsentor (Bild: WES1947, Wikimedia, CC)


Den südlichen Zugang bildet das Luzernertor, welches ursprünglich wohl ein Pultdach besass und im 17. Jahrhundert mit einem Turmdach versehen wurde. In jener Zeit erfolgte auch der Einbau der Stadtuhr. Der nördliche Zugang ins Städtli erfolgt durch das Ochsentor. Dieses Tor wurde im Jahr 1865 abgerissen und eine Rekonstruktion erfolgte im Jahr 1985 und somit erhielt Sempach einen wesentlichen Teil seiner historischen Silhouette zurück.


Luzernertor (Bild: Adrian Michael, Wikimedia, CC)

Luzernertor (Bild: Adrian Michael, Wikimedia, CC)


Vom Rathaus zum Museum

Ein sehenswertes Gebäude ist das einstige Rathaus, in dem heute das Museum untergebracht ist. Das in Ständerbauweise errichtete Bauwerk stammt aus dem Jahr 1474 und enthielt alle für ein öffentliches Gebäude notwendigen Einrichtungen wie Grosser und Kleiner Saal, Archivräume, offene Lauben für den Markt und sogar eine Kapelle.

Ein Besuch des Museums ist durchaus zu empfehlen und ist in verschiedene thematische Bereiche gegliedert. Die Ausstellungen befassen sich mit der städtischen Herrschafts- und Wirtschaftsgeschichte, dem religiösen Leben, dem Sempachersee und natürlich auch mit der Schlacht bei Sempach. Im Mittelpunkt des Museums steht dabei nicht ganz zu Unrecht das sehenswerte und restaurierte Rathaus.


Rathaus mit Brunnen (Bild: WES1947, Wikimedia, CC)

Rathaus mit Brunnen (Bild: WES1947, Wikimedia, CC)


Geführte Rundgänge bieten viel Spannendes

Durch das historische Städtli von Sempach werden verschiedene Führungen angeboten und sind ein ganz besonderes Erlebnis. Bei einem solchen Rundgang werden die Teilnehmer zu beachtenswerten Sehenswürdigkeiten geführt. Dazu gehören beispielsweise der Hexenturm aus dem 13. Jahrhundert, die Kaplanei, der Alte Pfarrhof, die Kirche St. Martin, deren ältesten Teile etwa 1.000 Jahre alt sind und die Zehntenscheune.


Hexenturm in Sempach (Bild: Roland Zumbuehl, Wikimedia, GNU)

Hexenturm in Sempach (Bild: Roland Zumbuehl, Wikimedia, GNU)


Die Schlachtkapelle wurde zur Erinnerung an die Schlacht von Sempach erbaut. In der Kapelle befinden sich neben einem grossen Fresko auch die Wappen gefallener Ritter. Ein Angebot der besonderen Art sind drei geschichtsträchtige Spaziergänge, welche in Sempach angeboten werden und für die ganze Familie interessant sind. Diese Spaziergänge führen zu historischen Originalschauplätzen mit ihren schaurigen Sagen und spannenden Legenden.


Die Schlachtkapelle (Bild: Adrian Michael, Wikimedia, GNU)

Die Schlachtkapelle (Bild: Adrian Michael, Wikimedia, GNU)


Fazit

Das kleine Städtchen Sempach mit seinem mittelalterlichen Stadtbild ist ein lohnenswertes Reiseziel. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten bietet die reizvolle Umgebung am Sempachersee genügend Möglichkeiten für die verschiedensten Freizeitaktivitäten.



 

Artikelbild: © Adrian Michael, Wikimedia, GNU

Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.


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