Tourismus: Auf der Suche nach dem Paradies

25.09.2017 |  Von  |  News
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Tourismus: Auf der Suche nach dem Paradies
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Die UNO hat das Jahr 2017 zum „Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklungen“ ausgerufen.

Dass nachhaltiger Tourismus mit dem Blick auch auf die Schattenseiten im Reiseland beginnt, zeigt die sechsteilige, öffentliche Vorlesungsreihe zu nachhaltigem Tourismus.

Tourismus kann als Suche der Touristinnen und Touristen nach dem Paradies auf Erden verstanden werden. Dem gegenüber steht der Wunsch der Gastgeber nach einem in ihren Augen paradiesischen Leben der Touristen. Diese Sehnsüchte bewirtschaftet die Branche, indem sie die faszinierende Natur, die beeindruckende Kultur und spannende Begegnungen zunehmend inszeniert.

Unzählige Beispiele aber zeigen, dass eine nachhaltige Tourismusentwicklung tatsächlich Armut bekämpft und Natur und Kultur schützt. Der nachhaltige Tourismus beginnt jedoch mit dem Blick auch auf die Schattenseiten und die Potenziale.

Schweiz, arabische Welt, Indien

Den Auftakt macht Professor Norman Backhaus von der Universität Zürich. Am 2. Oktober beantwortet er die Frage, ob es eine Win-win-Situation zwischen Ökologie und Ökonomie im Schweizerischen Nationalpark gibt. Wie der Tourismus in der arabischen Welt, zwischen Terrorismus und Märchen wie aus Tausendundeiner Nacht, aussieht, zeigt Professor Hans Hopfinger von der Universität Eichstätt-Ingolstadt am 16. Oktober.

Ob der Bundesstaat Kerala in Indien ein Modell für nachhaltigen Tourismus für die Welt wäre, wird sich in der Vorlesung vom 30. Oktober mit Professorin Tatjana Thimm von der HTWG Konstanz klären.

Migration, Alpen, Slumtourismus

„Wenn Tourismus auf Migration trifft.“ Dieses Thema behandelt Martina Backes vom Informationszentrum 3. Welt in Freiburg am 13. November. Professor Bruno Abegg von der Universität Innsbruck zeigt am 27. November auf, wie auch eine neue Geographie des Tourismus in den Alpen den Tourismus nachhaltig gestalten kann. Zum Abschluss referiert Privatdozent Malte Steinbrink von der Universität Osnabrück über „Global Slumming“. Am 11. Dezember berichtet er über Slumtourismus in London, New York, Kapstadt, Rio de Janeiro und Windhoek.

Daten

jeweils montags, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 09-012

2. Oktober Tourismus und Naturschutz im Schweizerischen Nationalpark – Eine Win-win-Situation zwischen Ökologie und Ökonomie?
Prof. Dr. Norman Backhaus, Universität Zürich
16. Oktober Zwischen Terrorismus und Märchen wie aus Tausendundeiner Nacht – Tourismus in der Arabischen Welt
Prof. Dr. Hans Hopfinger, Universität Eichstätt-Ingolstadt
30. Oktober Nachhaltiger Tourismus in Kerala (Indien) – ein Modell für die Welt?
Prof. Dr. Tatjana Thimm, HTWG Konstanz
13. November Keine Freiheit im Paradies – Wenn Tourismus und Migration aufeinandertreffen
Martina Backes, Informationszentrum 3. Welt, Freiburg
27. November Eine neue Geographie des Tourismus in den Alpen
Prof. Dr. Bruno Abegg, Universität Innsbruck
11. Dezember Global Slumming: Slumtourismus in London, New York, Kapstadt, Rio de Janeiro und Windhoek
PD Dr. Malte Steinbrink, Universität Osnabrück

Öffentliche Vorlesungen

Die Vorlesungen des Öffentlichen Programms der Universität St.Gallen richten sich an alle Personen, deren intellektueller Hunger über den Tellerrand des eigenen Berufs- und Lebensalltags hinausreicht. In diesem Herbstsemester finden 40 Vorlesungen statt – die meisten davon auf dem Campus der HSG.

Einige werden in Räumlichkeiten der Stadt St.Gallen gehalten: im Festsaal St.Katharinen, im Postgebäude am Bahnhof, in der Lokremise St.Gallen, im Musiksaal im Dekanatsflügel des Konventsgebäudes, in der Kantonsbibliothek Vadiana, im Hofkeller und in der Stadtbibliothek St.Katharinen. Der Semesterpass kostet 20 Franken und berechtigt zum Besuch aller Vorlesungen.

 

Quelle: Universität St.Gallen (HSG)
Artikelbild: © S-F – shutterstock.com

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