Unterwegs im Oldenburger Münsterland

03.12.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Unterwegs im Oldenburger Münsterland
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Das Oldenburger Münsterland ist eine reizvolle Ferienregion rund um die niedersächsische Stadt Oldenburg westlich von Bremen. Der Reiz dieser Region liegt in ihrer Ursprünglichkeit. Spektakuläre Landschaften sucht man hier vergebens, und dennoch ist das Oldenburger Münsterland nicht nur bei Familien ein beliebtes Reiseziel.

Ganz präzise lässt sich das Münsterland nicht geografisch festlegen. Im Allgemeinen sind damit die beiden niedersächsischen Landkreise Vechta und Cloppenburg gemeint. Die Region ist landwirtschaftlich geprägt. Schmucke Dörfer, lebendige Städtchen und prächtige Bauerngehöfte bestimmen das Bild. Im Oldenburger Münsterland gibt es fünf verschiedene Bereiche, die für Feriengäste sehr interessant sind und entsprechend attraktive Freizeitangebote vorzuweisen haben.



Fast mystisch sind die noch vorhandenen Moorgebiete im Norden und Südwesten des Oldenburger Münsterlandes. Es ist eine stille Region, die teilweise unter Naturschutz steht und mittlerweile auch renaturiert wird. Besonders reizvoll ist auch die Flusslandschaft der Hase, die bei Wasserwanderern sehr beliebt ist. Ein beliebtes Revier bei Wassersportlern sind zudem der Dümmer mit den umgebenden Dammer Bergen und die Thülsfelder Talsperre. Wasserreich ist auch die Region Barssel-Saterland.

Einlauf der Soeste in die Thülsfelder Talsperre im Naturschutzgebiet „Talsperre Thülsfeld“ (Bild: Cec-clp, Wikimedia, CC)

Einlauf der Soeste in die Thülsfelder Talsperre im Naturschutzgebiet „Talsperre Thülsfeld“ (Bild: Cec-clp, Wikimedia, CC)

Wassersport in all seinen Facetten

Im teils wasserreichen Oldenburger Münsterland ist Wassersport natürlich eine angesagte Freizeitbeschäftigung. Geschätzt wird der Dümmer von Seglern und Surfern, nicht zuletzt auch aufgrund seiner guten Bedingungen. Vor allem das Dorf Hude besitzt eine entsprechende touristische Infrastruktur. Der flache See ist auch ein beliebtes Badegewässer. Da der Dümmer für Vögel ein wichtiges Rast- und Brutgebiet darstellt, sind das West- und Südufer weitgehend unter Naturschutz gestellt.



Zwischen Friesoythe und Cloppenburg liegt die Thülsfelder Talsperre. Sie wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu Zwecken des Hochwasserschutzes gebaut und ist heute Teil eines grossen Naturschutzgebietes von europäischer Bedeutung. Am See gibt es zwei wunderschöne Sandstrände, um sich zu erholen. Besonders beliebt ist das Feriengebiet Dwergte. In der Umgebung des Ferienzentrums befinden sich zudem ein Kletterwald und ein schöner Golfplatz. Gute Voraussetzungen also, um ganz entspannte Ferien zu geniessen.

Kanupolo auf der Hase bei Quakenbrück (Bild: Corradox, Wikimedia, CC)

Kanupolo auf der Hase bei Quakenbrück (Bild: Corradox, Wikimedia, CC)

Ausgefallene Radtouren



Da das Oldenburger Münsterland überwiegend flach ist oder nur sanfte Hügel aufzuweisen hat, ist die Region natürlich ein Paradies für Radwanderer. Neben gut markierten Radwegen sind auch interessante Touren ausgewiesen. Eine besonders attraktive ist die „Drei-Seen-Route“. Sie verbindet einen See, eine Talsperre und gar ein „Meer“ miteinander. Auf der Route liegen dabei die drei grössten Binnengewässer im Nordwesten Deutschlands, neben dem Dümmer und der Thülsfelder Talsperre wird das Zwischenahner Meer im benachbarten Ammerland angesteuert.

Eine nicht alltägliche Radtour ist die sogenannte „Boxenstopp-Route“. Sie besitzt eine Länge von rund 300 Kilometern und hat einen ausgesprochen ländlichen Charakter. An über 100 Stationen lernen die Radtouristen das ländliche und bäuerliche Leben kennen. So werden Übernachtungen auf dem Bauernhof, Ab-Hof-Verkauf und regionale Bewirtung mit lokalen Spezialitäten angeboten. Dies ist eine tolle Möglichkeit, um Land und Leute im Oldenburger Münsterland hautnah kennenzulernen. Sollte Ihnen eine mehrtägige Tour zu viel sein, wählen Sie einfach einen beliebigen Abschnitt. Zudem gibt es auch interessante Tagestouren. Empfehlenswert sind die Touren „Kirchen rund um Bakum“, die „Burgentour“ oder „Rund um den Dümmersee“.





Dötlingen-Hunte im Herbst (Bild: Frank Poppe, Wikimedia, CC)

Dötlingen-Hunte im Herbst (Bild: Frank Poppe, Wikimedia, CC)

Paradies für Pferdefreunde

Das Oldenburger Münsterland bietet sich aber auch für Reiterferien geradezu an. Vor allem in der Umgebung von Vechta und den reizvollen Dammer Bergen sind zahlreiche Reitwanderwege ausgewiesen. Sie führen durch Felder, Wiesen und prächtige Wälder. Auf dem Rücken eines Pferdes seine Ferienregion kennenzulernen ist sicher eine reizvolle Alternative. Für Familien mit Kindern ist der Tier- und Freizeitpark Thüle ein tolles Ausflugsziel. Oder wie wäre es, einmal eine Fahrt auf der Draisine zu unternehmen? Zwischen Nortrup und Quakenbrück können Sie mit der Handhebelbahn durch eine malerische Landschaft fahren und damit ein ganz besonderes Ferienerlebnis geniessen.

Museumsdorf Cloppenburg

Wer in seinen Ferien auch die Sehenswürdigkeiten einer Region entdecken möchte, wird im Oldenburger Münsterland einige interessante Ziele vorfinden. Ganz oben in der Gunst der Gäste steht das Museumsdorf Cloppenburg. Bei einem Rundgang sind mehr als 50 Gebäude zu erkunden, die aus verschiedenen Jahrhunderten stammen und hier liebevoll wiedererrichtet wurden. Das älteste Gebäude, das Wohnhaus eines Stellmachers, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die sehenswerte Anlage, die auch prächtige barocke Parkornamente aufzuweisen hat, ist das meistbesuchte Museum in Niedersachsen.

Wehlburg im Museumsdorf Cloppenburg, erbaut 1750 (Bild: Corradox, Wikimedia, CC)

Wehlburg im Museumsdorf Cloppenburg, erbaut 1750 (Bild: Corradox, Wikimedia, CC)

Auch das Schloss Clemenswerth in Sögel ist ein Ausflugsziel der Extraklasse. Das im Stil des Barock errichtete Jagdschloss mit seinen acht Pavillons wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. Weltweit einzigartig ist die Alleesternanlage. Ein romantischer Klostergarten rundet diese sehenswerte Anlage ab.

Auch die Stadt Vechta ist sehenswert, ein Rundgang kann nur empfohlen werden. Eine der schönsten Kirchen der gesamten Region ist die Propsteikirche St. Georg. Sie ist ein prachtvolles Backsteinbauwerk im spätgotischen Stil. Von der einstigen Zitadelle sind heute nur noch das Kaponier, Wahrzeichen der Stadt, und das Zeughaus erhalten. Im Zeughaus ist ein interessantes Museum untergebracht. Es beschäftigt sich vorrangig mit der Steinzeit, dem Mittelalter und der Geschichte des Barock. Mit dem historischen Strafvollzug befasst sich eine weitere spannende Abteilung.



 

Oberstes Bild: Das Goldenstedter Moor im Oldenburger Münsterland ist seit 1984 Naturschutzgebiet. (Bild: Volknei, Wikimedia, CC)

Wo liegt dieses Reiseziel?

Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.


Ihr Kommentar zu:

Unterwegs im Oldenburger Münsterland

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.