Weihnachten einmal anders – in der Karibik

16.11.2015 |  Von  |  Südamerika
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Wer zum Ende des Jahres karibische Temperaturen dem hiesigen Dezember-Wetter vorzieht, muss nicht zwingend zur Gruppe der „Weihnachtsflüchtlinge“ zählen. Schliesslich feiert man auch jenseits des Atlantiks das Fest der Liebe. Wenn auch mitunter in etwas anderer Art und Weise.

Das fängt schon bei unterschiedlichen Terminen und Zeiträumen an. So begeht man auf Puerto Rico fast eineinhalb Monate lang Weihnachten. Los geht es nach dem amerikanischen Feiertag Thanksgiving, beendet werden die Feierlichkeiten mit dem San Sebastian-Street-Festival Mitte Januar.

Eine beliebte Weihnachtstradition der Puerto Ricaner ist das Festival de las Máscaras, das am 28. Dezember in Hatillo stattfindet und den Kindermord von Bethlehem unter Herodes aus dem Matthäus-Evangelium nachstellt. Die Schauspieler und Komparsen tragen bunte Masken und wandern durch die Strassen der Stadt, bevor sie sich im Stadtzentrum zur offiziellen Parade sammeln.


Puerto Rico: Festival de las Máscaras

Puerto Rico: Festival de las Máscaras


Auf vielen karibischen Inseln hat die Weihnachtszeit einen stark karnevalistischen Anstrich. So wird auf St. Vincent und den Grenadinen zwischen dem 16. Dezember und Heiligabend täglich noch vor Sonnenaufgang beim „Nine Mornings Festival“ gefeiert und getanzt. Auch auf den Bahamas steht beim „Junkanoo“ buntes Treiben im Mittelpunkt, während man auf Montserrat eine Kombination beider Feste lebt. Dort wird beim „Street Jam“ kräftig gefeiert, gleichzeitig ziehen aber auch Sternsinger von Haus zu Haus. Die nennen sich auf den benachbarten Inseln von Trinidad & Tobago Paranderos und geben religiöse, spanische Lieder zum Besten.

Als einstige Kolonien beziehen die karibischen Länder ihre Weihnachtsriten natürlich vielfach aus ihrem europäischen Erbe. Das gilt auch für Dominica, wo sich sowohl englische als auch französische Bräuche wiederfinden. Darüber hinaus hat die Insel aber auch eigene Traditionen entwickelt.


Puerto Rico: San Sebastian Street Festival

Puerto Rico: San Sebastian Street Festival


Bereits einen Monat vor Weihnachten werden dort die Häuser festlich dekoriert und die ersten Weihnachtsbäume aufgestellt. Auf der anderen Seite ersteht man die notwendigen Geschenke üblicherweise erst in letzter Minute. So sind dann am 24. Dezember Strassen und Geschäfte auch voller bestens gelaunter Menschen. Ein paar Stunden später besucht man dann die Mitternachtsmesse, um danach ausgelassen den Réveillon de Noël (Heiligabend) zu feiern. Auf den reich gedeckten Tischen findet man sowohl französische wie englische Gerichte, Rum, Ingwerbier und frische karibische Cocktails.

Auf den Cayman Islands sind die Weihnachtsbräuche so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Die einen feiern das Fest im Rahmen stimmungsvoller Strandparties, die anderen schmücken Haus und Garten mit spektakulären Licht-Installationen. Nicht selten öffnen die Besitzer sogar ihre Pforten für staunende Besucher.


Cayman Islands: Weihnachten im Wasser

Cayman Islands: Weihnachten im Wasser


Ganz traditionell sind auch die “Schnee-Gärten”, die in mühevoller Arbeit und unter Einsatz des weissen Sands lokaler Strände angelegt werden und eine Winterlandschaft simulieren sollen. Betreten werden dürfen die Kunstwerke übrigens erst am Weihnachtstag.

Auf Curaçao sind die Feiertage wie überall auf der Welt von kulinarischen Highlights geprägt. Diese kommen in erster Linie aus Südamerika, vor dessen Küste die Insel liegt. So hat das traditionelle Festmahl zur „Noche Buena“, dem Weihnachtsabend, seinen Ursprung in Venezuela: „Pan de Jamón“ (süsse Teigrollen gefüllt mit Schinken, Oliven und Speck), „Ayakas“ (in Bananenblätter eingeschlagene Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch und Gemüse), „Pernil“ (Schweinebraten) sowie die lokale Variante des Eierpunschs, „Ponche Crema“, versprechen lukullischen Genuss.



In diesem Sinne: Bon Pasku! Oder auch Frohe Weihnachten!

Weitere Informationen unter karibik.reisen.

 

Artikel von: Caribbean Tourism Organization
Artikelbilder: © inexcom.de

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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