Wer ist am schnellsten? Tube Challenge als trendiges Event in England

23.12.2014 |  Von  |  Europa, Grossbritannien
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Wer ist am schnellsten? Tube Challenge als trendiges Event in England
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London war in den letzten Jahren Ausgangspunkt so mancher Trends und ist in den vergangenen Jahren immer mit vorne dabei, wenn es um Kultiges und Zeitgeistiges geht, seien es angesagte Bands, innovative Modestile oder moderne Ernährungstrends. So hat sich die Metropole an der Themse langsam, aber stetig das Image als heimliche Hauptstadt Europas erworben.

Jetzt gelangt ein Trend von den Britischen Inseln herüber, der eigentlich überhaupt nicht neuartig ist: die Tube Challenge. Seit 1959 gibt es bereits diese „Herausforderung“ – die tatsächlich das Bemühen ist, einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde zu bekommen –, doch nun wird ihr erst die weltweite Aufmerksamkeit zuteil. Worum geht es? Ganz einfach: In möglichst kurzer Zeit sollen alle Stationen der Londoner U-Bahn besucht werden. Im Augenblick halten die Briten Anthony Smith und Geoff Marshall den Rekord. Ihre Zeit: 16 Stunden, 20 Minuten und 27 Sekunden, aufgestellt am 16. August 2013.



Schematischer Liniennetzplan der Londoner U-Bahn (Bild: Edgepedia, Wikimedia, CC)

Schematischer Liniennetzplan der Londoner U-Bahn (Bild: Edgepedia, Wikimedia, CC)

Die Regeln sind einfach, die Challenge ist anspruchsvoll

Insgesamt gibt es 275 U-Bahn-Stationen in London – und man muss jeder dieser Stationen einen Besuch abgestattet haben, damit die Challenge als gelungen gilt. Als „besucht“ zählt eine Station dann, wenn man dort ankommt oder auch abfährt. Doch auch wenn man sich in einer U-Bahn befindet, die anhält, ist kein Umsteigen nötig, damit die Station gewertet wird. Mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuss zu einer U-Bahn-Station zu kommen, ist erlaubt. Absolut verboten ist hingegen die Benutzung von Fahrrädern, Motorrädern, Taxen und Privatautos.



Was die Tube Challenge erschwert – in London ist nicht jede U-Bahn-Station jederzeit geöffnet und gerade an Wochenenden sind zahlreiche Türen geschlossen. Deshalb sollte man seinen Rekordversuch unter der Woche starten und am besten möglichst früh beginnen, noch vor der morgendlichen Rushhour. Denn bei Hochbetrieb sind die U-Bahnen proppenvoll und das Risiko, durch Verspätungen wertvolle Zeit zu verlieren, ist gross.

Rekord gebrochen – doch was gilt als Beweis?

Wer den gesicherten Nachweis erbringen möchte, dass tatsächlich jede Station besucht wurde, sollte darüber Buch führen und jede Fahrt protokollieren. Vorab kann man bereits die U-Bahn-Strecke mit den Verbindungen hinterlegen, aber man sollte auch jede Haltestation belegen. Welche Beweismittel man einsetzt, spielt keine Rolle: einen Fotoapparat, eine Digitalkamera, das Smartphone, einen GPS-Tracker oder auch die Tube Challenge App, die man inzwischen downloaden kann.

Und es gibt noch eine Regel: Mindestens einmal pro Stunde muss man einen Zeugen finden, der die eigenen Angaben beglaubigt. Er muss seinen Namen in leserlicher Schrift in eine Liste eintragen – sonst ist die Challenge nicht zu gewinnen. Also: Wer auf Rekordjagd gehen will, sollte gut vorbereitet sein – und ganz nebenbei erhält er auch noch das Fitnesstraining umsonst.



 

Oberstes Bild: Im Moment im Trend – die Tube Challenge in London. (© mattbuck, Wikimedia, CC)

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