Wie man eine Reise durch Kalifornien plant – mit vielen praktischen Tipps

26.05.2017 |  Von  |  Nordamerika
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Wie man eine Reise durch Kalifornien plant – mit vielen praktischen Tipps
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Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und Kalifornien ist der gelebte amerikanische Traum schlechthin. Doch Ferien in Kalifornien können ziemlich teuer werden. Erst kürzlich ergab eine Studie, dass San Francisco die teuerste Stadt ist, was Übernachtungen im Hotel betrifft. Los Angeles landete auf dem 9. Platz.

Bei der Ferienplanung heisst es also, gut planen und auf die Kosten achten. Hier einige Tipps, damit die Rundreise durch Kalifornien perfekt gelingt.

Vor der Reise stellt man sich tausende Fragen und findet leider keine schnellen Antworten:

  • Welche Route ist am besten? Von San Francisco nach Las Vegas oder von San Francisco bis Los Angeles oder soll man zuerst in LA starten?
  • Wie viel Tage sind optimal für eine Kalifornien-Reise?
  • Sind Yosemite Park und Death Valley ein Muss für die Route oder ist das zu viel?
  • Fährt man zum Death Valley nach dem LA-Aufenthalt oder nach Las Vegas?
  • Soll man die Motels und Hotels vor Ort buchen oder bereits von der Schweiz aus?
  • Bei welchem Anbieter soll man ein Mietauto buchen und welche Versicherungsleistungen sind wichtig?
  • Welche Verkehrsregeln sind in den USA zu berücksichtigen?
  • Hotels, Flugtickets, Eintrittskarten – was muss man noch alles berücksichtigen?

Ich habe in diesem Jahr 17 Tage in Kalifornien verbracht und mittlerweile kenne ich die Antworten auf viele Fragen, was eine solche Reise betrifft.


Auf meiner Kalifornienreise in diesem Jahr konnte ich viele Erfahrungen sammeln. (Bild: © Marina Sutter)

Auf meiner Kalifornienreise in diesem Jahr konnte ich viele Erfahrungen sammeln. (Bild: © Marina Sutter)


Hier ist eine detaillierte Routenplanung für die Kalifornien-Reise. Sie ist sehr empfehlenswert und alles ist super strukturiert. Auch alle Hotels sind sehr empfehlenswert, ausser in LA. Ich habe mich für das Cinema entschieden, weil das Parken inklusive war. Sonst muss man bei den LA-Hotels mit hohen Parkgebühren rechnen; bis zu 30 US-$ am Tag.


Hier ist eine detaillierte Routenplanung für deine Kalifornien-Reise. (Bild: © Marina Sutter)

Hier ist eine detaillierte Routenplanung für deine Kalifornien-Reise. (© Marina Sutter)


Reiseplanung

Bevor die Reise beginnt:

1. Plant für einen Trip nach Kalifornien mindestens 17 Tage. Es kann länger sein, aber alles was unter 17 Tage liegt, bringt nur Stress und Hektik. Oder man muss die Route kürzen. Was aber nicht der Sinn der Sache ist, wie oft fliegen wir schon nach Kalifornien?!

2. Bucht bereits von daheim alle Motels und Hotels. Es ist deutlich einfacher und meist auch günstiger, online von der Schweiz aus zu buchen als vor Ort. Wenn man am Zielort sehr spät ankommt, gegen 20-21 Uhr (und glaubt mir, es wird öfters der Fall sein), dann ist jeder doch froh, dass kein Hotel mehr gesucht werden muss.

Nachteil: Man verliert damit eine gewisse Spontanität und kann nicht in der Stadt länger bleiben als geplant.

3. Adapter für die USA mitnehmen.

4. Auto buchen. Jetzt aufgepasst! Wir kommen zum Mietwagen. Ich empfehle, bei Alamo auf billiger-mietwagen.de einen SUV zu bestellen. Ich bekam einen neuen Hyundai Tucson. Ein Traum-Auto! Für 13 Tage kostete es mich 580 €. Alle, die eine Kalifornien-Reise noch vor sich haben: Bitte spart beim Auto kein Geld! Ihr fahrt über 1000 Kilometer. Daher ist ein gutes Auto sehr wichtig.

Was unbedingt beim Auto dabei sein muss:

  • Navigationssystem! Sogar wenn ihr Google Maps übers iPad oder Handy habt, kann die App nicht so schnell die Route berechnen wie das Navi. Und in der Wüste im Death Valley hat man gar keinen Empfang. Da ist ein Navi Gold wert.
  • Haftpflichtversicherung mit Deckung auf max. 1 Mio. US-$.
  • Einwegmieten ohne zusätzliche Kosten: Ich empfehle, das Auto in San Francisco abzuholen und in Las Vegas am Flughafen zurückzugeben. Danach fährt euch ein Shuttlebus zum Flughafen.
  • Vollgetankt abholen und abgeben. Das ist einfach praktisch und am günstigsten.
  • Alle Kilometer inklusive
  • Versicherung für Abschleppdienst vor Ort abschliessen. Jeder muss das für sich selbst entscheiden. Die Versicherung ist nicht teuer. Überlegt euch: Wenn mit eurem Auto unterwegs eine Panne passiert, trägt man in so einem Fall die Kosten ohne Versicherung für den Abschleppdienst selbst.

Ein gutes Auto ist für eure Kalifornienreise sehr wichtig. (Bild: © Marina Sutter)

Ein gutes Auto ist für eure Kalifornienreise sehr wichtig. (Bild: © Marina Sutter)


Auf eurer Kalifornien-Reise fahrt ihr über 1000 Kilometer im Auto. (Bild: © Marina Sutter)

Auf eurer Kalifornien-Reise fahrt ihr über 1000 Kilometer im Auto. (Bild: © Marina Sutter)


5. Eintrittstickets wie z. B. für Alcatraz in San Francisco schon ein paar Wochen vorher online kaufen. Es ist in Amerika total üblich, die Tickets online zu bestellen. Wer Alcatraz besuchen will, muss vorher online die Tickets kaufen, weil vor Ort tagelang alles ausverkauft ist.

6. Für Schweizer: ESTA Einreisegenehmigung online beantragen, kostet 14 US-$ und ist dann 2 Jahre gültig.

7. Billige Flüge findet ihr auf flug.idealo.de. Es gibt viele Preisvergleich-Websites, aber ich kann dieses Portal wirklich empfehlen.

8. Ich habe bei einem Blogger gelesen, dass man am besten die Kassenzettel für eigene Kameras, Laptops etc. mitnehmen soll, falls der Zoll einen kontrolliert. Ich war brav und habe für meinen neuen Laptop den Kassenbon dabei gehabt. Meine Ausrüstung hat keiner in Frage gestellt.

Wenn die Flugtickets und Hotels gebucht sind und ESTA beantragt ist, dann kann die Reise losgehen. Ich buche bei Amerikareisen fast immer mit Zwischenstopp. Ich muss leider zugeben, es ist sehr anstrengend, aber ich zahle für das Flugticket deutlich weniger.

Zwischenstopp in Philadelphia:

Zuerst geht’s zur Immigration. Wichtig, die Einfuhr von Lebensmitteln ist nicht erlaubt. Also verzichtet darauf, Speisereste aus dem Flugzeug mitzunehmen. Wenn ihr die Immigration erfolgreich hinter euch habt, müsst ihr euer Gepäck abholen. Normalerweise muss man das bei einem Weiterflug nicht machen, aber wenn ihr in die USA einreist, dann schon. Am Zielflughafen muss man nicht mehr zur Einwanderungsbehörde, immer nur am ersten US-Flughafen.

Nach Ankunft in San Francisco (SF):

1. In SF einen 3-Day Visitor Passport für 26 US-$ besorgen, z. B. an der Market & Powell Bart Station. Ihr spart damit eine Menge Geld. Wenn man überlegt, dass allein die Cable-Car-Fahrt 6 US-$ kostet, dann ist es ein gutes Geschäft.


Die Cable-Car-Fahrt kostet 6 US-$. (Bild: © Marina Sutter)

Die Cable-Car-Fahrt kostet 6 US-$. (Bild: © Marina Sutter)


2. US-Sim-Karte ist das A und O. Ich habe sie in SF bei einem T-Mobile-USA-Shop gekauft. Und zwar für das iPad.

Wieso iPad? Im Ausland braucht man nur Internet und Apps. Google Maps war manchmal wirklich „überlebenswichtig“. Die Kosten fürs iPad lagen bei 15 US-$ für die Sim-Karte und 30 US-$ für 3 GB Datenvolumen. Für einen Smartphone Tarif zahlt man 15 US-$ für die Sim-Karte und 40 US-$ für nur 1 GB Datenvolumen. Man kann dann innerhalb der USA telefonieren, aber wer macht das schon? Also iPad-Tarif nehmen. Ist besser und billiger.

3. Hotels und Essen in SF sind Hammer teuer. Supermärkte gibt es leider nicht an jeder Ecke wie bei uns. Mein Tipp: ein Hotel auf jeden Fall mit Frühstück buchen.

4. Für SF am besten drei volle Tage (vier ist noch besser) einplanen. Wenn eure Route in SF startet, braucht ihr in der Stadt kein Auto. Erst wenn ihr die Stadt verlasst, holt das Auto ab. Und zwar an der 340 O’Farrell Street. Die Vermietstation liegt ganz zentral – von meinem Hotel waren es nur 10 min zu Fuss.

5. Tanken: Auf US-Websites könnt ihr schauen, wo man billig tanken kann. Einfach bei Google „cheap gas california“ eingeben. Ich habe in LA bei einer Tankfüllung über 10 US-Dollar gespart.

6. Jeder, der einen Trip nach Kalifornien plant, wird sich mit dem Thema Brückenmaut beschäftigen. Dass tollste ist, man muss keine Maut zahlen, wenn man die Stadt verlässt, nur wenn man reinfährt. Die Bezahlungsmethoden sind gar nicht so einfach. Ich war echt froh, dass mich das nicht betroffen hat. Mehr dazu findet ihr auf www.sanfrancisco4you.com.


Die Golden Gate Bridge liegt am Eingang zur Bucht von San Francisco. (Bild: © Marina Sutter)

Die Golden Gate Bridge liegt am Eingang zur Bucht von San Francisco. (Bild: © Marina Sutter)


Der Golden Gate Park in San Francisco gehört zu den grössten innerstädtischen Parks der Welt. (Bild: © Marina Sutter)

Der Golden Gate Park in San Francisco gehört zu den grössten innerstädtischen Parks der Welt. (Bild: © Marina Sutter)


Yosemite Park

Nach SF geht die Reise zum Yosemite Park. Der Nationalpark mit Mariposa Grove, Yosemite Falls, El Capitan und Glacier Point ist einfach grandios. Im Yosemite National Park war ich am National Day und der Eintritt war kostenlos, anstatt 20 US-$ pro Auto. Die Hotels im Park selbst sind sehr teuer und haben schlechte Bewertungen. Nur das Ahwahnee Lodge ist ganz besonders. Wenn ihr Amerikas Luxus-Leben anschauen wollt, dann seid ihr hier richtig. Manche Frauen waren im Amerika 30-er Jahre Stil gekleidet. Ein Traum! Ansonsten ist eine Übernachtung in Oakhurst zu empfehlen. Ist nur ca. 30 Minuten vom Park entfernt.


Der Yosemite Park ist einfach grandios. (Bild: © Marina Sutter)

Der Yosemite Park ist einfach grandios. (Bild: © Marina Sutter)


Verkehrsregeln in Kalifornien

Es gibt viel Youtube Videos zum Thema.



Meine Meinung dazu:

Die rechte Spur kann auf dem Highway plötzlich zur Ausfahrtspur werden. Es ist nicht wie in Schweiz, wo man die Spur wechselt, sondern genau umgekehrt. Das Blöde aber ist, dass man es kurz vor der Ausfahrt feststellt. Und dann muss man schnell genug sein, um jede Lücke zu nutzen, um auf dem Highway bleiben zu können. Bei fliessendem Verkehr macht das nicht immer Spass.

Auffahren auf den Highway ist auch ein Thema. Bei uns, wenn wir sehen, dass jemand einfädeln will, wechseln wir die Spur. Bremsen mit unserer Geschwindigkeit ist fast unmöglich. In Amerika bremst ihr um euer Leben. Derjenige, der auf den Highway auffährt, macht das einfach und hat quasi Vorfahrt. Ob frei ist oder nicht. Also immer aufpassen oder in der mittleren Spur fahren.

Monterey

Ein kleiner Geheimtipp ist der 17 Mile Drive in Monterey. Der Eintritt kostet 10 US-Dollar, aber die Fahrt auf dieser Privatstrasse ist wunderschön. Sehr zu empfehlen!


Der 17 Mile Drive in Monterey ist sehr zu empfehlen. (© Marina Sutter)

Der 17 Mile Drive in Monterey ist sehr zu empfehlen. (© Marina Sutter)


Hearst Castle

Das Neuschwanstein Amerikas, wie man es nennt, ist ebenfalls sehr sehenswert! Und wenn es geht, dann bitte in Solvang Halt machen. Die Stadt ist spektakulär! Über Solvang, ein dänisches Dorf, erfuhr ich zufällig auf einem Reiseblog. Das Dorf wurde 1911 von einer Gruppe dänischer Pädagogen gegründet. Diese errichteten zunächst eine Volksschule und später ein College. Und noch heute steht das Dorf voll im Zeichen Dänemarks.


Hearst Castle ist das "Neuschwanstein Amerikas". (Bild: © Marina Sutter)

Hearst Castle ist das „Neuschwanstein Amerikas“. (Bild: © Marina Sutter)


Solvang steht noch heute voll im Zeichen Dänemarks. (Bild: © Marina Sutter)

Solvang steht noch heute voll im Zeichen Dänemarks. (Bild: © Marina Sutter)


Ich empfehle euch, in Santa Barbara zwei Übernachtungen zu machen. Die Stadt ist viel zu schön für eine Übernachtung.

Mein Tipp: zum Death Valley von Los Angeles fahren und nicht von Las Vegas. Glaubt mir, wenn ihr in Las Vegas seid, habt ihr keine Lust, diese aufregende Stadt zu verlassen …


Zum Death Valley fährt man am besten von Las Vegas aus. (Bild: © Marina Sutter)

Zum Death Valley fährt man am besten von Las Vegas aus. (Bild: © Marina Sutter)


Der Death-Valley-Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste. (Bild: © Marina Sutter)

Der Death-Valley-Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste. (Bild: © Marina Sutter)


Las Vegas solltet ihr auf jeden Fall in eure Route aufnehmen. Die Gründe:

Die Luxushotels sind vergleichsweise sehr preiswert. Der Flug zurück ist von Las Vegas deutlich billiger als von LA. Und Las Vegas ist ein toller und glamouröser Abschluss einer Kalifornien-Reise. Die beste Tagesplanung für Las Vegas: tagsüber am Pool, am Abend shoppen, in den Casinos spielen, zum Essen ausgehen oder Shows anschauen wie z. B. Vegas! The Show.

Fazit

Wer eine Kalifornien-Reise macht, kann viel Geld bei Flug und Hotels sparen, wenn man rechtzeitig online bucht und Vergleichsportale nutzt. Auch das Mietauto am besten von daheim aus buchen. Und idealerweise 17-20 Tage einplanen, denn die Ferien sollen ja Spass machen und nicht allzu stressig sein.

 

Artikelbild: © Sörn / flickr.comCC

Über Marina Sutter

Ich bin Modebloggerin aus München. Auf meinem Modeblog findet man Beiträge über Fashion, Beauty, Kochen und Reisen. Ich verreise gerne durch die Welt, um mich für meine Blogartikel inspirieren zu lassen.


1 Kommentar


  1. Hei ho Marina

    Ich danke dir für deinen Bericht.
    Wir sind selber gerade am Planen. Wir würden aber wohl von San Diego aus starten.

    Hast du da vielleicht noch einen Tipp, oder warst du noch gar nicht in San Diego?

    Grüsse
    Christian

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