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San Marino – in der ältesten Republik der Welt

20.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Manchmal bieten auch Kleinstaaten Weltrekorde. Zum Beispiel San Marino – mit gut 60 Quadratkilometern gehört es zu den flächenmässig kleinsten Ländern der Erde. Zugleich verfügt es über eine staatliche Tradition, wie sie kaum eine Grossmacht aufweisen kann. Heute gilt San Marino als älteste noch bestehende Republik der Welt.

Der 3. September 301 ist das offizielle Gründungsdatum San Marinos. Das Staatswesen geht auf eine Gemeinschaft christlicher Flüchtlinge zurück, die sich um den Diakon Marinus vor römischer Verfolgung auf den Monte Titano nahe Rimini flüchtete. Bis daraus eine funktionierende Republik wurde, dauerte es noch einige Zeit. Aber spätestens seit dem Mittelalter ist eine ausgefeilte Gesetzgebung mit staatlichen Institutionen belegt. 1243 standen San Marino erstmals zwei jeweils für sechs Monate gewählte Capitani Regganti vor. So ist es bis heute geblieben. Durch alle Stürme der Zeit konnte der von Italien umgebene Kleinstaat seine Souveränität und Unabhängigkeit behaupten.

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Unbekannte Türkei – die Schwarzmeerküste

19.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Naher Osten  | 
Bei Ferien in der Türkei denken viele vor allem an die Strände entlang der Mittelmeerküste. Die türkische Riviera mit bekannten Zielen wie Bodrum, Antalya oder Alanya prägt das Bild. Bei Kulturinteressierten steht Istanbul hoch im Kurs. Ein weniger bekannter Teil der Türkei ist dagegen die Schwarzmeerküste. Sie ist touristisch längst nicht so erschlossen wie die Küstengebiete im Süden oder entlang der Ägäis.

Feriengäste müssen am Schwarzen Meer manchmal auf die Annehmlichkeiten einer ausgebauten touristischen Infrastruktur verzichten. Stattdessen erleben sie einen noch ursprünglichen Teil der Türkei mit wunderschönen Landschaften und ohne die Negativerscheinungen des Massentourismus. Badestrände gibt es nicht überall entlang der Küste, am Schwarzen Meer konzentrieren sie sich an einigen Abschnitten und Buchten. Dafür finden Touristen hier schöne Gebirge; dieser Teil des Landes gilt als besonders grün und fruchtbar.

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Zwischen Rhein und Vogesen – eine Tour durchs Elsass

19.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Wer Basel Richtung Nordwesten verlässt, gelangt nach wenigen Kilometern im Dreiländereck automatisch ins benachbarte Elsass und betritt damit eine uralte Kulturlandschaft von besonderem Reiz. Keine Region Frankreichs ist wie diese, in der sich deutsch-alemannische und französische Einflüsse vermischen.

Die weite Ebene des Oberrheins prägt die Landschaft ebenso wie die sanftwelligen rebenbesetzten Hügel der elsässischen Weinstrasse oder die bewaldeten Berge der Vogesen. Alte Städte und malerische Dörfer gehören zum Bild des Elsass. Eine Tour durch den östlichsten Teil Frankreichs lohnt sich.

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Berliner Museen – Museumsinsel und mehr

19.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Die deutsche Hauptstadt hat viele Facetten und ist sicher aus so manchen Gründen eine Reise wert. Nicht umsonst gehört Berlin inzwischen zu den beliebtesten Zielen bei Städtereisen in Europa. Ein Anlass, Berlin zu besuchen, ist zweifelsohne die faszinierende Museumslandschaft der Metropole.

Bildende Künste, alte und neuere Geschichte, menschliche Kultur, Architektur und Musik – das Spektrum ist beeindruckend und gewaltig. Auch im internationalen Massstab gilt Berlin als herausragender Museumsstandort.

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Eine Städtereise ins Venedig des Nordens – nach Stockholm

18.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Stockholm ist nicht nur die Hauptstadt Schwedens, sondern mit seinem Einzugsgebiet das grösste urbane Zentrum Skandinaviens überhaupt. Mehr als jeder fünfte Schwede lebt hier, über zwei Millionen Bewohner zählt der Grossraum Stockholm. Trotzdem wirkt die Metropole nicht übervölkert. Weite Wasser- und ausgedehnte Grün- und Waldflächen gehören zum Bild der Hauptstadt, die Besucher mit ihrer einzigartigen Lage begeistert.

Ohne Wasser wäre die Stadt schlicht undenkbar. Darauf weist schon ihr Name hin. „Stock“ bedeutet Baumstamm oder Pfahl, „Holm“ steht für Insel – Stockholm heisst also Pfahlinsel. Der Name könnte kaum treffender sein, denn die Stadt ist auf Inseln errichtet. Sie liegen am Ausfluss des weiter westlich gelegenen Mälaren-Sees in die Ostsee. Gut 30 % des Stadtgebiets bestehen aus Wasser. Diesem Umstand verdankt die Metropole auch die Bezeichnung „Venedig des Nordens“ oder „Stadt auf dem Wasser“.

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Reiseland Thüringen – das Grüne Herz Deutschlands

18.06.2014 |  Von  |  Deutschland, Europa  | 
Der Freistaat Thüringen ist eines der wenigen Flächenländer der Bundesrepublik Deutschland, die keine Auslandsgrenze besitzen. Wegen seiner Mittellage und der waldreichen Mittelgebirgslandschaft wird es auch gerne als das „Grüne Herz Deutschlands“ bezeichnet. Seine landschaftliche Schönheit und Vielfalt machen Thüringen ebenso zum lohnenden Reiseziel wie seine historischen Städte und Plätze.

In kaum einer anderen deutschen Region gibt es auf so überschaubarem Raum vergleichbar viele kulturelle Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler. Ein UNESCO-Weltkulturerbe reiht sich hier an das andere. Im 18. und 19. Jahrhundert war Thüringen ein Zentrum des deutschen Geisteslebens. Namen wie Goethe, Schiller, Fichte, Schelling oder Hegel stehen stellvertretend für viele, die hier lebten und wirkten. Auch die Reformation erhielt in Thüringen entscheidende Impulse. Diese Dichte und Vielfalt hat viel mit der Landesgeschichte zu tun.

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Palácio Nacional da Pena – das portugiesische Neuschwanstein

17.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Bei einem längeren Aufenthalt in Lissabon lohnt ein Abstecher in das nahe Städtchen Sintra. Über Jahrhunderte diente es als Rückzugsort portugiesischer Könige, von Angehörigen des Adels und vornehmer Bürger. Dieser Funktion verdankt der pittoreske Ort eine Reihe von Palästen, Villen und anderen Baudenkmälern, die Sintra und Umgebung 1995 die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe einbrachten. Einer der markantesten Bauten ist der Palácio Nacional da Pena.

Der Palast ist ein Werk des deutschen Architekten Wilhelm Ludwig Eschwege, der im 19. Jahrhundert eine alte Klosterruine auf einem Gipfel der Serra de Sintra entsprechend umgestaltete. Auftraggeber war Ferdinand II., Prinzgemahl der portugiesischen Königin Maria II., der mit dem Schloss eine neue königliche Sommerresidenz schaffen wollte.

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Trentino – alpine Höhen und mediterranes Lebensgefühl

17.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  |  1 Kommentar
Die autonome Provinz Trient – kurz Trentino – im Norden Italiens bildet zusammen mit Südtirol seit alters her eine zentrale Verbindung zwischen dem Alpenraum und Mitteleuropa einerseits sowie den Mittelmeerregionen andererseits. Germanische und romanische Einflüsse haben im Lauf der Geschichte nicht nur Menschen und Kultur der Region geprägt, auch politisch war das Trentino häufig ein Zankapfel zwischen Mächten nördlich und südlich der Alpen.

Landschaftlich ist die Provinz durch die Gebirgslandschaft der Brenta im Westen und der Dolomiten im Osten geprägt – mit idealen Zielen für Wander- und Kletterferien oder für Wintersport. Dazwischen erstreckt sich das Etschtal, in dem auch die Hauptstadt Trient liegt. Hier schlägt nicht nur das politische und wirtschaftliche Herz des Trentino. Die Stadt verfügt über zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten.

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Die Provence – im Land des Lavendels

17.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  |  1 Kommentar
Nirgendwo gibt sich Frankreich so mediterran wie in der Provence. Die uralte Kulturlandschaft im Südosten des Landes zwischen Rhone und der Grenze zu Italien bezaubert Besucher mit ihrem südlichen Charme, eindrucksvollen und vielfältigen Regionen und nicht zuletzt mit der Côte d’Azur, dem Inbegriff mondäner Badeferien. Eine Reise in die Provence besitzt viele Facetten und hat jedem Besucher etwas zu bieten.

Der Name der Provence weist auf die römische Herrschaft in der Antike hin. Als „Provincia Narbonensis“ gehörte das Gebiet zum römischen Weltreich. Die Besiedlung ist tatsächlich deutlich älter. Lange vor der Zeitenwende liessen sich von Norden her Kelten im Landesinneren nieder, während die Küste von Griechen besiedelt wurde. Die bedeutendste griechische Gründung war Massilia, das heutige Marseille. Später gehörten grosse Teile der Provence zum Königreich Burgund und damit zum Heiligen Römischen Reich, dann ergriffen die französischen Könige zunehmend Besitz von der Region.

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Campo Santo Teutonico – Ort der Ruhe in Rom

16.06.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa  | 
Nur wenige Schritte vom Petersdom entfernt liegt eine der ehrwürdigsten Institutionen im Umfeld der Vatikanstadt – der Campo Santo Teutonico. Wer dem Trubel der Besucherströme auf dem Petersplatz, in der Peterskirche oder den Vatikanischen Museen entfliehen will, findet hier einen Ort der Ruhe und Besinnung.

Der „deutsche Friedhof“ – so die Übersetzung – mit dem angrenzenden Gebäudekomplex und der Kirche Santa Maria della Pietà ist exterritoriales Gebiet und kann nur über die Vatikanstadt erreicht werden. Um Zugang zu erhalten, muss man sich am Tor zwischen den Kolonnaden und dem Palazzo del Sant’Uffizio südlich des Petersdoms bei der Schweizer Garde melden und in deutscher Sprache seinen Zutrittswunsch äussern.

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