Beliebtheit von Glücksspielen in der Schweiz wächst

In der Vergangenheit florierte der Glücksspielmarkt in der Schweiz eher weniger, seit 2018 ist aber ein Anstieg der Einnahmen zu beobachten.

Die Branche hat in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Online-Glücksspiele im Jahr 2019 legalisiert wurden. Heutzutage dürfen Schweizer in lizenzierten Online-Spielbanken spielen.

Das Bundesgesetz über Geldspiele

Das Bundesgesetz über Glücksspiele, auch Federal Act of Money Games (AMG) genannt, hat Online-Glücksspiele in der Schweiz legalisiert. Im gleichen Zug hat man es ausländischen Casino-Anbietern untersagt, ihre Dienstleistungen in der Schweiz anzubieten. Auf den ersten Blick wirken diese Regelungen widersprüchlich: Einerseits dürfen Glücksspiele gespielt werden, andererseits sind sie aber verboten.

In Wahrheit steht das Glücksspielgesetz für den Glücksspielmarkt, den man sich in der Schweiz wünscht: Nur Schweizer Casinos sollen erlaubt sein. Das schliesst einzig Seiten ein, die über eine Schweizer Lizenz verfügen. Weitere beliebte Casino-Lizenzgeber sind zum Beispiel Malta oder Curacao und seit 2021 auch Deutschland. Seiten mit anderen Lizenzen werden in der Schweiz aber nicht mehr geduldet, was den Markt einheitlich regulieren soll – und Steuergelder von Glücksspielseiten einzig in die Schweizer Kasse fliessen lässt.

Glücksspielfans reagierten unterschiedlich auf die neuen Gesetze: Manche fühlten sich in ihrer Online-Freiheit beschränkt, andere fanden die Entwicklungen gut und wünschten sich einen besseren Spielerschutz. Gesetzesgegner sammelten sogar 50.000 Unterschriften im Zuge eines Referendumsbegehrens. So wurde dem Schweizer Volk die Möglichkeit gegeben, über das AMG abzustimmen. Ein Grossteil der Schweizer, sogar 73 %, sprachen sich aber für die neue Gesetzgebung aus.

Illegale Seiten werden geblockt

Wer sein neues Schweizer Lieblingscasino finden möchte, kann nur auf Glücksspielplattformen mit Schweizer Lizenz zugreifen. Denn um illegalen Anbietern Einhalt zu gebieten, hat man in der Schweiz eine Blockiersoftware eingesetzt: Fremde Glücksspielseiten werden einfach blockiert, sodass der Zugriff verweigert wird. Eine alternative Möglichkeit ist, per VPN auf internationale Anbieter zurückzugreifen. Davon sollten Spieler aber lieber absehen, denn das ist illegal. Glücksspielseiten behalten sich sogar das Recht vor, Spielern, die per VPN zocken, keine Auszahlungen zu gewähren.

Dass ausländische Seiten in der Schweiz blockiert werden, soll sicherstellen, dass der Markt besser reguliert wird. Auch möchte man Schweizer Spieler auf die eigenen Seiten locken und so die Einnahmen steigern. Der Glücksspielmarkt hat ausserdem die Chance, auf diese Weise endlich transparenter und sicherer zu werden.

Spielautomaten haben deutlich an Beliebtheit gewonnen

Immer mehr Spieler finden ihren Weg in Online Casinos. Einen Boom durchlebte die iGaming-Szene auch durch die Corona-Pandemie: Die Menschen verbrachten einen Grossteil ihrer Zeit in den heimischen vier Wänden. Zeit für Spiele gab es zur Genüge – und Menschen entdeckten schnell die Vorteile, die Online-Glücksspiele mit sich bringen. Auch in der Schweiz war dies zu beobachten, denn seit 2020 sind die Glücksspieleinnahmen noch einmal in die Höhe gestiegen.

Besonders beliebt sind Spielautomaten, denn sie bieten einen denkbar einfachen Zugang zu Glücksspielen. Die Spiele sind bunt, unterhaltsam und kurzweilig. Es braucht nicht viel, um die Regeln zu verstehen. Dass Online Slots legal in der Schweiz angeboten werden dürfen, hat der Glücksspielszene gutgetan: Allein der Umsatz durch Spielautomaten beläuft sich aktuell auf über 542 Millionen Euro. Der gesamte Glücksspielmarkt verzeichnete im Jahr 2019 zudem einen Umsatz von über 860 Millionen Euro.

Fazit

Der Online-Casino-Sektor hat sich in der Schweiz in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Der Plan ist, künftig noch weiter zu wachsen. Schaut man sich in anderen Teilen der Welt um, scheint das realistisch: In ganz Europa boomt der Glücksspielmarkt, auch in Deutschland und Österreich steigen die Einnahmen. Im Vergleich zu anderen Ländern der EU hat die Schweiz strengere Gesetze und geht härter gegen illegale Anbieter vor, was das eigene Glücksspielgeschäft florieren lässt. Denkbar ist, dass sich andere Länder wie Deutschland künftig ein Beispiel an der Schweiz nehmen, denn auch in Deutschland gibt es seit 2021 eigene Lizenzen.

 

Titelbild: Marko Aliaksandr – shutterstock.com

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