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Historisches Hamburg – ursprünglich, maritim, gruselig und sehr sympathisch

31.05.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Historisches Hamburg – ursprünglich, maritim, gruselig und sehr sympathisch
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Die alte Hansestadt an der Elbe hoch im Norden Deutschlands ist nicht nur die zweitgrösste Stadt Deutschlands. Hamburg ist auch eine der ältesten und sehenswertesten Städte weltweit.

Touristen aus aller Herren Länder bestaunen die grossartigen Bauwerke der Stadt und das florierende Zentrum zwischen Hafen und Alster. Die Millionenstadt hat jedoch so manches Kleinod zu bieten, dessen Entdeckung unbedingt lohnt.

Hammaburg, Hanse und Hafen



Das in Europa einmalige innerstädtische Entwicklungsprojekt mit der historischen Speicherstadt lässt die HafenCity in neuem Glanz erstrahlen. Heinrich Heine nannte Hamburg im 19. Jahrhundert die Stadt der „reichen Pfeffersäcke“. Hinter den Fassaden neugotischer Backsteinarchitektur entstand um 1880 ein gigantischer Lagerkomplex an den Fleeten und Kanälen. Die ursprüngliche Atmosphäre eines typischen Hamburger Speicherhauses kann im Speicherstadtmuseum authentisch erlebt werden.

Nichts für zarte Gemüter ist hingegen das Hamburger Dungeon, das in einer Art lebendigem Gruselkabinett die 900-jährige blutige Geschichte der Hansestadt zeigt. Sie können vom Sandtorkai aus die Speicherstadt auch zu Wasser erleben. Hafenrundfahrten mit der Barkasse erschliessen Ihnen das neue/alte Herz der Metropole.

Tiefe Einblicke in die Historie der Stadt, des Handels und der Schifffahrt gibt das Internationale Maritime Museum im ältesten Backsteinbau der Speicherstadt. Die Erlebnisausstellung „Naturgewalten“ mit beeindruckenden Bildern, Exponaten und Videos zur Sturmflut von 1962 befindet sich direkt daneben.

Brücken über das Kehrwiederfleet und das Brooksfleet in der Hamburger Speicherstad (Bild: Ajepbah, Wikimedia, CC)

Brücken über das Kehrwiederfleet und das Brooksfleet in der Hamburger Speicherstad (Bild: Ajepbah, Wikimedia, CC)

Deichstrasse, Krameramtsstuben und Hamburger Michel

Der grosse Brand von 1842 zerstörte fast die gesamte Hamburger Innenstadt. Erhalten geblieben ist eine Häuserzeile am Nikolaifleet mit sehenswerten Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Nur wenige Schritte entfernt von der betriebsamen Innenstadt mit ihren Bürogebäuden und Hauptverkehrsstrassen strahlt die historische Deichstrasse ein beruhigendes und gemütliches Flair der „guten alten Zeit“ aus. Von den rustikalen Restaurants und gemütlichen Cafés mit typischen Hamburger Gerichten überlieferter Rezepte schauen Sie direkt auf den Nikolaifleet, wo sich im Mittelalter der Hafen der Stadt befand.



Faszinierende Einblicke in das Leben von „anno dazumal“ bieten auch die sogenannten „Krameramtstuben“ am unteren Ende der Neustadt. Hier können Sie hautnah erleben, in welcher Enge die Menschen im 17. Jahrhundert lebten. Eine schmale Gasse zu Füssen des „Hamburger Michel“ führt in das einstige Refugium der Witwen und Waisen, die hier eine fürsorgliche Heimstatt erhielten.

Das Wahrzeichen der Hansestadt ist jedoch der „Michel“. Er ist eine „Sie“, die alte Seefahrerkirche St. Michaelis aus dem Jahr 1669, die den Schiffen lange Zeit als Orientierung diente. Wer mag, kann die 105 Stufen bis zum Turm erklimmen und den Blick über die Innenstadt und den Hafen geniessen. Im Inneren eröffnet sich dem Besucher eine barocke Pracht mit maritimer Atmosphäre.

Övelgönne und Blankeneser Treppenviertel

In Neumühlen an der Elbe liegt der kleine historische Hafen von Övelgönne mit Traditionsseglern aus Holz. Am Wochenende wandelt sich der stille Weg entlang der ehemaligen Lotsenhäuser in Övelgönne zur Flaniermeile. Sie können auch direkt durch die Elbparks am Hang spazieren gehen und dabei die Aussicht auf den Hafen und die Elbe geniessen. Am Beginn steht das Lawaetz-Haus aus dem Jahr 1820, benannt nach dem Hamburger Kaufmann und Sozialreformer Johann Daniel Lawaetz, der die „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die Benachteiligten der Gesellschaft anregte und in die Tat umsetzte.

Liebevoll erhaltene und gepflegte Häuser säumen den Elbuferweg, mit kleinen Gärten und weissem Sandstrand. Einst lebten hier die Lotsenschiffer, welche die „grossen Pötte“ von der Mündung der Elbe bis zum Hafen in Schlepp nahmen, damit diese ihren Weg durch die Sandbänke des Flusses fanden.



Die reichen Kapitäne liessen sich im 19. Jahrhundert in Blankenese nieder und bauten sich prachtvolle Villen. Im Treppenviertel lebten zumeist die einfachen Fischer in kleinen Häusern, die wie aneinandergekuschelt am Elbhang und am Süllberg malerisch anzusehen sind. Über 5000 Stufen und weisse Fassaden verbreiten ein geradezu südländisches Flair.

 

Oberstes Bild: Hamburg ist voller interessanter historischer Sehenswürdigkeiten. (© Thomas Wolf, www.foto-tw.de, Wikimedia, CC)

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Über Kirsten Schlier

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  1. Zur Hanse Sail in Rostock › reiseziele.ch

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