Oslo – Stadt der Seefahrer und Entdecker

25.11.2013 |  Von  |  Europa
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Oslo – Stadt der Seefahrer und Entdecker
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Bewaldete Fjorde und moderne Wintersportzentren, königliche Paläste und internationale Kunst – die norwegische Hauptstadt hat viele Facetten. Oslo ist geprägt von der Nähe zum Meer, aber auch von seiner Bedeutung als Königssitz und als zukunftsorientierte europäische Metropole.

Ein Städtetrip nach Oslo, das bedeutet für den Besucher die Qual der Wahl: Das einladende Stadtzentrum der Hauptstadt mit seinen Boutiquen, seinen Szeneläden und Kneipen will ebenso entdeckt werden wie das königliche Schloss; Oslos Museen laden dazu ein, auf den Spuren der alten Wikinger zu wandeln oder die Reisen der grossen norwegischen Abenteurer nachzuverfolgen. Die Hauptstadt beherbergt geschichtsträchtige Wintersportanlagen ebenso wie weitläufige Stadtparks und ist umgeben von einer faszinierenden naturbelassenen Landschaft.



Tradition und Moderne im Zentrum von Oslo

Ein Drittel der norwegischen Bevölkerung lebt im Ballungsraum Oslo, und so verwundert es nicht, dass die Stadt bei kaum 630.000 Einwohnern das Flair einer internationalen Metropole versprüht. Die zentrale Einkaufsstrasse Karl Johans gate ist gesäumt von imposanten Regierungsgebäuden wie dem Parlament Storting und dem Königlichen Schloss, aber auch von Prachtbauten wie dem Grand Hotel, in dessen Grand Café Henrik Ibsen einst Stammgast war.

Im Osloer Rathaus können die Räumlichkeiten besichtigt werden, in denen alljährlich im Dezember der Friedensnobelpreis verliehen wird, während die mittelalterliche Festung Akerhus eine eindrucksvolle Aussicht über den Oslofjord bietet. Seit 2008 hat Oslo mit dem neuen Opernhaus der norwegischen Oper ein weiteres Wahrzeichen; das Gebäude aus Glas, Marmor, Beton und Holz ist einem treibenden Eisberg nachempfunden.





Festung Akerhus, Oslo. (Urheber: Tomasz Sienicki, 2005 / Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/deed.en" target="_blank">CC</a>)

Festung Akerhus, Oslo. (Urheber: Tomasz Sienicki, 2005 / Lizenz: CC)

Einen Eindruck davon, wie es sich in Norwegen im Laufe der Jahrhunderte lebte, vermittelt das Freilichtmuseum Norsk Folkemuseum, in dem wiedererrichtete Gebäude aus dem ganzen Land ausgestellt sind. Darunter finden sich so kuriose Ausstellungsstücke wie eine historische Tankstelle und eine Zahnarztpraxis, aber auch der erste Sitzungssaal des Parlaments sowie Stücke aus der samischen Kultur.



Mit der Geschichte Oslos beschäftigt sich das Oslo Bymuseum, das auf einem der ältesten und grössten Gutshöfe der Stadt angesiedelt ist. Gut Frogner im Westen von Oslo war im 18. und 19. Jahrhundert im Besitz reicher Osloer Familien; der umgebende Frognerpark zählt mit dem darin befindlichen Vigelandpark zu den berühmtesten Parkanlagen Norwegens.

Osloer Rathaus. (Urheber: swetlana_k / <a href="http://pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>)

Osloer Rathaus. (Urheber: swetlana_k / pixelio.de)

Oslo auf den Spuren der norwegischen Entdecker

Norwegen kann eine jahrtausendealte Tradition der Entdecker und Eroberer vorweisen, wie sie für solch ein bevölkerungsarmes Land aussergewöhnlich ist. Schon die Wikinger brachen vom Oslofjord aus zu ihren Raubzügen auf, und im Wikingerschiffshaus zeugen archäologische Schiffsfunde von der einstigen Vorherrschaft der legendären norwegischen Seefahrer. Die ausgestellten Schiffe zählen zu den besterhaltenen Wikingerschiffsfunden weltweit, darunter zwei über tausendjährige Schiffsbauten. Nicht weniger eindrucksvoll ist ein Besuch des Fram-Museums mit dem hölzernen Segelschiff, das der Polarforscher Fridtjof Nansen für seine Nordpolexpeditionen bauen liess.

Das Kon-Tiki-Museum wiederum erzählt die kuriose Geschichte der gleichnamigen Kon-Tiki-Expedition, mit deren Hilfe der Anthropologe und Abenteurer Thor Heyerdahl im Jahr 1947 seine These belegen wollte, dass von Südamerika aus die Besiedelung Polynesiens erfolgt sein könnte. Er überquerte den Pazifik zu diesem Zweck mit einem Balsaholzfloss, der Ra II, deren Nachbau heute das wichtigste Ausstellungsstück im Kon-Tiki-Museum darstellt.

Oseberg-Wikinger-Schiff im Wikinger-Schiff-Museum, Oslo. (Urheber: Arnejohs / Wiki)

Oseberg-Wikinger-Schiff im Wikinger-Schiff-Museum, Oslo. (Urheber: Arnejohs / Wiki)

Oslos berühmtester Sohn: Edvard Munch

Nicht nur Seefahrer und Abenteurer hat Oslo hervorgebracht, sondern auch einen der bedeutendsten Maler der expressionistischen Moderne: Edvard Munch, dessen „Schrei“ zu den bekanntesten Gemälden der Welt zählt. Im Osloer Munch-Museum ist der Nachlass des Malers ausgestellt, der in der norwegischen Hauptstadt aufwuchs und in seinen Werken immer wieder Krankheit, Leid und Todesfälle aus seinem familiären Umfeld verarbeitete.

Neben den Gemälden und persönlichen Gegenständen im Munch-Museum sind viele Werke des Malers in der Nationalgalerie ausgestellt, darunter auch „Der Schrei“. Die Nationalgalerie umfasst ausserdem Werke von Pablo Picasso, Claude Monet, Vincent van Gogh und weiteren weltberühmten Künstlern.





Eingang zum Munch-Museum, Oslo. (Urheber: Jodyno / Wiki / Lizenz: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License_1.2"

Eingang zum Munch-Museum, Oslo. (Urheber: Jodyno / Wiki / Lizenz: GNU)

Entspannen in und um Oslo

Rund um Oslo bieten die faszinierenden Fjordlandschaften der norwegischen Südküste vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Eines der attraktivsten Ziele für einen Tagesausflug sind die vorgelagerten Inseln im Oslofjord, die von der Innenstadt aus bequem und preiswert mit der Fähre zu erreichen sind. Aber auch in und um die Stadt locken im Sommer naturbelassene Sandstrände mit überraschend angenehmen Wassertemperaturen.

Oslofjord. (Urheber: Zairon / Wiki / Lizenz:<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank"> CC</a>)

Oslofjord. (Urheber: Zairon / Wiki / Lizenz: CC)

Nordwestlich der Innenstadt bietet eines der Osloer Wahrzeichen ein atemberaubendes Panorama: die Skisprunganlage Holmenkollen, die zur nordischen Ski-WM 2011 gebaut wurde und einen Eindruck davon vermittelt, wie sich die Springer auf dem Startbrett des Sprungturms fühlen. Der Holmenkollen umfasst ebenfalls ein Skimuseum und einen Skisprungsimulator. Wer die zweistündige Fahrt ins nördlich gelegene Lillehammer auf sich nimmt, kann nicht nur den Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1994 besuchen, sondern auch auf der einzigen Kunsteis-Bobbahn in Nordeuropa mit einem echten Bobfahrer den Eiskanal hinabfahren – wenn auch ohne Eis in einem Bob mit Rädern.

Im Westen von Oslo lädt der Vigelandpark zu entspannenden Spaziergängen in der weitläufigen Anlage ein. Der Vigelandpark ist als Teil des Frognerparks berühmt für die über 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland, darunter viele, die den Lebenskreislauf des Menschen thematisieren. Rund 20 Minuten südlich von Oslo erwartet abenteuerlustige Urlauber ausserdem TusenFryd, Norwegens grösster Vergnügungspark mit über 30 Attraktionen für grosse und kleine Besucher.



 

Oberstes Bild: Oslo – © nanisimova – Fotolia.com

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