Penang – ein geschichtsträchtiges Reiseziel mit toller Erlebnisvielfalt

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Penang – ein geschichtsträchtiges Reiseziel mit toller Erlebnisvielfalt
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Penang – das 292 km² Eiland in der Strasse von Malakka am Indischen Ozean ist eine echte Perle für Reisefreunde. Schon viel früher war Penang ein sehr beliebtes Reiseziel für wohlhabende Kaufleute, berühmte Autoren wie Karl May, Hermann Hesse, Rudyard Kipling und auch William Somerset Maugham und nicht zuletzt für gekrönte Häupter aus aller Welt.

Die Faszination dieser Gegend liegt wohl in ihrem einzigartigen ethnischen Mix von Einwanderern, die es oftmals ganz vergassen, von ihren Penang-Reisen wieder nach Hause zurückzukehren. Die Insel hat bis heute wenig von ihrer speziellen Anziehungskraft auf die Besucher verloren. Hier leben die Angehörigen der verschiedensten Weltreligionen und Ethnien ganz friedlich miteinander in enger Nachbarschaft.



Die Anreise aus der Schweiz ist relativ einfach zu bewerkstelligen. Direktflüge verbinden Kloten mit der Hauptstadt Kuala Lumpur. Vor dort gibt es drei Möglichkeiten nach Penang zu kommen: der Personenzug nach Butterworth (vor Penang auf dem Festland), der komfortable Reisebus mit Liegesitzen (fährt über die Autobahn und die Penang-Brücke) oder aber der kurze Zubringerflug an den Zielort Penang.

Penang-Brücke aus der Luft (Bild: Frank Schneidewind)

Penang-Brücke aus der Luft (Bild: Frank Schneidewind)

Die Strecke wird häufig bedient – es gibt rund ein Dutzend oder mehr Abflüge in diese Richtung täglich. Weil mein Reisetag von Europa aus schon etliche Stunden bedingte, wählte ich den kurzen Flug von unter einer Flugstunde Dauer für das letzte Streckensegment. Die Distanz zwischen den Airports beträgt lediglich rund 350 km. Ich machte ein kleines Nickerchen und wurde etwas unsanft von der grellen Sonne geblendet, als das Flugzeug über der Penang-Brücke in Schräglage ging und zum Penang-Airport zurück abdrehte. Diese herrliche 13,5 km lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland – der Airport der Insel liegt im Südosten. Die grösste Ansiedlung heisst Georgetown und erstreckt sich über den nordöstlichen Bereich der Insel.

Traumferien in Penang (Bild: Frank Schneidewind)

Traumferien in Penang (Bild: Frank Schneidewind)




Die Inselmitte wird durch ein kleines, dicht bewaldetes Gebirge geprägt. Penang hat einen Sonderstatus als Freihandelszone, und deshalb finden sich im Bereich des Airports der Insel zahlreiche Industrieunternehmen, die den Penangnites (so nennen sich die Einwohner hier) viele Arbeitsplätze und Wohlstand bescheren.



Das ehrwürdige und etwas betagte E & O Hotel (Eastern and Oriental) in Georgetown war meine auserwählte Basis für diesen Trip. Hier war ich bereits recht nah am Äquator. Die Jahrestemperaturen liegen im Mittel immer noch deutlich über 20°C in der Nacht und am Tage sogar etwas über der 30° C-Marke. Leichte und luftige Baumwollbekleidung ist hier ganzjährig angesagt, und als Logiergast in diesem altehrwürdigen DeLuxe-Hotel sind Flip Flops und kurze Hosen nicht gerade das passende Outfit.





E & O Hotel in Georgetown (Bild: Gryffindor; Wikimedia, CC)

E & O Hotel in Georgetown (Bild: Gryffindor; Wikimedia, CC)

Die Faszination der Vielfalt Penangs

In der Hotelanlage stehen auf dem kleinen Park am Ufer noch die alten Kanonen: ein untrügerisches Zeichen der Wehrhaftigkeit der ehemaligen Besatzungsmacht Grossbritannien. Nicht weit entfernt ist das Fort Cornwallis, die Bastion der früheren Besatzungstruppen. Der mächtige KOMTAR Tower beherrscht die Skyline von Georgetown zwar deutlich und weithin sichtbar, aber mir fielen die unendlichen Strassen und Gassen mit den niedrigen Shophäusern im Kolonialstil noch mehr ins Auge.

„Lebuh“ heisst auf Malay „Strasse“, und die Lebuh Chulia verbindet im Herzen Georgetowns den alten Bestand an Häusern mit den Neubauten. Ich konnte mich gar nicht sattsehen und sattessen an den vielen Garküchen und Hawkerfoodstalls (mobile Imbissbetriebe) überall auf den Gehwegen und in den Seitengassen. Die Gerüche in der Luft kündigten manche Standorte schon aus der Ferne an, und meine reisegeschulte Nase witterte indisches Tandoori Aroma, thailändische Cuisine und Leckereien der Malays oftmals lange, bevor ich die Quelle der Wohlgerüche mit den Augen entdeckte.

Unterwegs auf der Lebuh Chulia in Georgetown (Bild: MGA73bot2, WIkimedia, CC)

Unterwegs auf der Lebuh Chulia in Georgetown (Bild: MGA73bot2, WIkimedia, CC)

Indonesisches Bami und Nasi Goreng kommen hier nicht aus der Dose, sondern man geniesst es billigst an kleinen Tischchen auf dem Trottoir. Chinesische Nudelsuppen gibt es von der Auswahl her wohl nirgendwo sonst so reichhaltig, denn die Anbieter kommen offensichtlich aus den unterschiedlichsten Provinzen des grossen Landes im nördlicheren Asien. Kuai Tiau ist hier so etwas wie die Allroundmahlzeit – 24 Stunden am Tag.

Grillstände bieten unterschiedlich bestückte Holzspiesse für wenig Geld direkt neben den Holzkohlegrills an. Gelegentlich offerieren bessere Restaurants hier auch ganze Fische und Meeresfrüchte. Zum Diäten ist es hier eine denkbar ungeeignete Ecke, denn selbst Satay vom Schwein oder Hähnchen mit der leckeren Erdnusstunke gibt es an jeder Ecke. Ich glaube nicht, dass ich zweimal während meines Aufenthaltes in Penang das Gleiche zu mir nahm. Zu verlockend war das Angebot hier.

Die berühmte „Blue Mansion“, früher Eigentum eines chinesischen Händlers, heute Museum und Hotel (Bild: Gryffindor, Wikimedia, CC)

Die berühmte „Blue Mansion“, früher Eigentum eines chinesischen Händlers, heute Museum und Hotel (Bild: Gryffindor, Wikimedia, CC)

Zu Fuss oder per Bus – alles ist prima und leicht erreichbar

Die Standseilbahn auf den 800 m hohen Hausberg der Insel datiert aus der Kolonialzeit. Auch die vielen Tempelanlagen sind sehr gut mit dem Bus zu erreichen. Knotenpunkt ist fast immer der KOMTAR Tower. Die Busse wirken sehr gepflegt und bieten sogar WiFi. Den Malaysiern ist Internetzugang wichtig, und die ganze Insel hat unzählige free WiFi Hotspots.

Kultige Fahrradrikschas befördern Touristen durch die älteren Stadtgebiete. Ich zog es aber meist vor, meine Sohlen abzuwetzen, um das üppige Essen wenigstens ein bisschen zu kompensieren. Das Nachtleben Penangs startet fast unmittelbar vor dem Hotel. Dort gibt es Hunderte von Bistros, Bierstuben und Strassencafés.

Eine Woche ist viel zu kurz für diese tolle Ecke der Welt! Selbst fleissige Entdeckertypen müssen das neidlos zugeben. Allein für die Prachtbauten der Kolonialherren (UNESCO-Weltkulturerbe) benötigt der Besucher einige Tage auf seinen Wanderungen hier.

Fort Cornwallis in Georgtown, Penang (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)

Fort Cornwallis in Georgtown, Penang (Bild: Hajotthu, Wikimedia, CC)

Batu Ferringhi, der Vorort für Freizeitvergnügen

Ob zu Pferde oder mit dem Quad, dieser Strand im Norden Penangs verdient mindestens einen Tagesausflug zur Entdeckung. Wassersport in Form von Jet-Ski, Parasailing oder Bananaboat werden hier preiswerter als in Thailand angeboten, dazu gänzlich ohne die mafiösen Strukturen von Phuket oder Pattaya. Das Beachhotel der Hard Rock Gruppe vor Ort bietet ein supertolles Entertainment. Das Wasser wirkt sauber und hat ganzjährig um 27°C Temperatur.



 

Penang bei Nacht ( Bild: Nicolas Lannuzel, Wikimedia, CC)

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