Zwischen Gletschern, Polarlichtern und Geysiren – Wintertraum Island

09.01.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Zwischen Gletschern, Polarlichtern und Geysiren – Wintertraum Island
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Als grösste Vulkaninsel der Erde präsentiert sich das Land im ewigen Eis mit zahlreichen faszinierenden Naturphänomenen. Ob beeindruckende Gletscher, malerische Wasserfälle oder wild sprühende Geysire – in Island können Besucher zahlreiche Naturschauspiele auf engstem Raum erleben.

Zu einem echten Höhepunkt für jeden Islandbesucher gehört ein Bad in der Blauen Lagune, deren Wasser gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt wird. Während der warmen Jahreszeit fasziniert das herrliche Naturschauspiel der Mitternachtssonne, und im Winter können die Besucher Islands mit etwas Glück faszinierende Polarlichter am Firmament beobachten. Egal, zu welcher Jahreszeit Island besucht wird – eine Reise in das Land aus Schnee und Eis lohnt sich in jedem Fall.



Kultur, Baden, Naturschauspiel – Höhepunkte der Hauptstadt

Nach einem von der Schweiz aus knapp vierstündigen Flug erreichen Island-Reisende die Insel im Nordatlantik, die 1000 km von der norwegischen Küste und knapp 300 km von Grönland entfernt liegt. Vom Flughafen Keflavik aus gelangen Reisende nach nur 60 km Autofahrt zur Metropole des Landes, in der mit 120’000 Einwohnern knapp zwei Drittel der gesamten Bevölkerung Islands leben.

Hier stellt die Halgrimskirche, die von überall in der Stadt und aus weitem Umkreis erkennbar ist, einen beeindruckenden Höhepunkt dar. Mit ihrem markanten Profil und den ewig blinkenden Warnlichtern erinnert das imposante Bauwerk an ein Weltraumshuttle, das sich auf der Startrampe befindet. Eine wahre Attraktion bietet die Aussichtsplattform auf dem 75 m hohen Kirchturm. Durch die Innenstadt schlendern oder sich ins Nachtleben stürzen – die Metropole bietet jedem Islandbesucher genügend Abwechslung. Zahlreiche Heimatmuseen und ein interessanter Vogelpark runden den Besuch in Islands Hauptstadt ab.

Halgrimskirche in Reykjavík, Island (Bild: Andreas Tille; Wikimedia, CC)

Halgrimskirche in Reykjavík, Island (Bild: Andreas Tille; Wikimedia, CC)




Heisse Pötte und Blaue Lagune – heilsames Badevergnügen in Island

Ein unvergessliches Erlebnis bietet der Besuch in einem der zahlreichen „heissen Pötte“. Besonders im Winter, unter faszinierenden Polarlichtern genossen, ist dies eine lohnende Unternehmung. Noch mehr Badevergnügen bietet die Blaue Lagune im 50 km entfernten Reykjanes.

Der blau schimmernde See bildete sich einst in erkalteter Lava und lockte zunächst Isländer zu einem warmen Bad. Heute gehört der Badeort zu den meistbesuchten Ausflugszielen in Island. Die Färbung des Sees beruht auf der besonderen Zusammensetzung des Seegrundes, der Anteile von Kieselsäure, verschiedenen Mineralien und Ablagerungen einer speziellen Algenart enthält. Die Heilwirkung des Heilschlamms, der gegen unterschiedliche Hautkrankheiten eingesetzt wird, ist längst wissenschaftlich bestätigt.

Heisses Bad in der Blauen Lagune, Island (Bild: SketchUp, Wikimedia, CC)

Heisses Bad in der Blauen Lagune, Island (Bild: SketchUp, Wikimedia, CC)

Wasserfälle in atemberaubender Landschaft

Zu den speziellen Höhepunkten in Island gehören vor allem auch die zahlreichen Wasserfälle, die das Land durchziehen. Der im Süden Islands gelegene Wasserfall Skogafoss, der sich etwa 120 km von der Hauptstadt entfernt befindet, gehört zu den schönsten seiner Art. Die Besichtigung des Skogafoss kann mit einer Wanderung durch die faszinierende Eislandschaft verbunden werden. Eine Treppe führt zum Wasserfall hinauf, so dass das Naturschauspiel zusätzlich aus der Vogelperspektive bestaunt werden kann.

Ausserdem besteht die Möglichkeit, das Hochplateau zu erkunden. Auch hier bietet sich eine einzigartige Landschaft. Im Nordosten Islands gelegen, befindet sich der 45 m hohe Dettifoss. Gewaltige Wassermengen stürzen über die rund 100 m breiten Stufen gischtend in die Tiefe. Dieser Wasserfall gehört zu den beeindruckendsten Wasserfällen Europas. Oberhalb des Dettifoss finden Besucher einen weiteren Wasserfall, den 10 m hohen Selfoss, sowie unterhalb den 27 m hohen Hafragilsfoss. Die drei Naturphänomene sind durch gut ausgebaute Wanderwege miteinander verbunden. Im Bereich rund um Dettifoss kommen wanderlustige Reisende voll auf ihre Kosten.

Wasserfall Dettifoss, Island (Bild: Andreas Tille; Wikimedia, CC)

Wasserfall Dettifoss, Island (Bild: Andreas Tille; Wikimedia, CC)

Mondlandschaft auf Island – Ausflugsziel Mývatn

Der Mývatn, der sich in Nordostisland befindet, bietet eine Landschaft, wie sie abwechslungsreicher wohl kaum sein könnte. Die durch den Vulkanismus geprägte Landschaft ist gekennzeichnet von leuchtenden Schwefelbildern, brodelnden Schlammtöpfen und gewaltigen Lavaströmen, die bereits erstarrt sind. Auch faszinierende Pseudokrater und Lavaburgen finden sich dort.

Inmitten dieses beinahe unheimlichen Gebietes befindet sich ein See mit kleinen Buchten und Inseln, der von Wiesen umrahmt und zahlreichen Vögeln bevölkert wird. Besonders sehenswert ist hier der Berg Namafjall, bei dem es sich um einen aktiven Vulkan handelt. In unmittelbarer Nähe des Naturphänomens befindet sich das Gebiet Haverarönde. Bei diesem Hochtemperaturgebiet ist die Erdkruste sehr dünn, so dass es aus vielen Löchern heraus dampft und brodelt.

Inmitten dieser naturgewaltigen Landschaft finden Badefreunde eine echte Alternative zur Blauen Lagune: Das neue Mývatn Nature Baths lädt zum Baden in milchig-blauem Wasser ein. Der grosszügig angelegte Freiluftpool gewährt einen atemberaubenden Blick über den See. In diesem Gebiet Islands sind während der Wintermonate Polarlichter besondere deutlich zu sehen.





Die Höhle Grjótagjá am Mývatn, Island. Unter einer Kuppel aus Lava liegt eine Höhle mit kristallklarem Wasser. (Bild: Chrisdi98, Wikimedia, CC)

Die Höhle Grjótagjá am Mývatn, Island. Unter einer Kuppel aus Lava liegt eine Höhle mit kristallklarem Wasser. (Bild: Chrisdi98, Wikimedia, CC)

Der Golden Circle – von Geysiren und kulturhistorischen Stätten



Den Ausgangspunkt für die Ausflugsziele Pingvellir, Geysir, Gulfoss und Skalholt bietet in der Regel die Hauptstadt Islands. Als ein Höhepunkt auf der Route präsentiert sich der Gulfoss-Wasserfall. In diesem Gebiet erfreuen sich mutige Aktivurlauber an einem atemberaubenden White-Water-Rafting in der weissen Gischt Hvitas. Am Haukadalur ist Islands bekanntestes Geothermalgebiet zu besichtigen. Hier beeindruckt vor allem der Geysir Strokkur Islands Besucher. Das „Butterfass“ schafft zwar nur Höhen zwischen zehn und zwanzig Metern, dafür kann das Naturschauspiel jedoch zuverlässig alle paar Minuten beobachtet werden.

Ein Ausbruch des Strokkur auf Island (Bild: Andreas Tille; Wikimedia, CC)

Ein Ausbruch des Strokkur auf Island (Bild: Andreas Tille; Wikimedia, CC)

Island bietet mit seinen zahlreichen faszinierenden Naturphänomenen den perfekten Rahmen für einen gelungenen Aktivurlaub. Ob Geysire, Wasserfälle oder ein entspannendes Naturbad in atemberaubender Kulisse – Island ist immer eine Reise wert.

Text: Eva Gonder



 

Oberstes Bild: Gletschersee Jökulsárlón (Bild: Janine Grimmig  / pixelio.de)

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