Faro – Tor zur Algarve

28.11.2013 |  Von  |  Europa
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Faro – Tor zur Algarve
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Für viele Urlauber ist Faro lediglich ein Durchgangspunkt auf dem Weg an die sonnigen Strände der Algarve. Dass die Stadt selbst ebenfalls viel zu bieten hat, zeigt sich beim Bummel durch die Altstadt mit ihren Kopfsteinpflastergassen, der maurisch geprägten Architektur und dem idyllischen Stadthafen. Vor allem ausserhalb der Saison bildet das beschauliche Flair der Stadt einen erholsamen Gegenpol zu den Touristenhochburgen der Algarve.

Faro im Laufe der Jahrtausende



Faros Geschichte reicht mehrere Jahrtausende zurück, und dementsprechend reich ist die Stadt an architektonischen Schätzen ganz unterschiedlicher Kulturen und Epochen. Die historische Altstadt Cidade Velha bezaubert mit ihrer alten maurischen Architektur, und durch die Stadttore Arco da Vila, Arco do Repouso und Arco da Porta Nova gelangen Besucher in den ältesten Teil der Altstadt, die Vila Adentro, in der rund um die Kathedrale viele historische Gebäude aufwendig restauriert wurden.

Hafen von Faro, Portugal. (Urheber: Valter Jacinto / Wiki / Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank">CC</a>)

Hafen von Faro, Portugal. (Urheber: Valter Jacinto / Wiki / Lizenz: CC)

Fernab vom touristischen Trubel der Strände lädt das einstige Kloster Nossa Senhora da Assunção zu einem Besuch ein. Die Anlage aus dem 16. Jahrhundert ist vor allem für ihren Renaissance-Kreuzgang bekannt; seit 1973 beherbergt das ehemalige Kloster auch das archäologische Museum von Faro.



Ursprünglich ebenfalls Teil eines Klosters war die goldene Karmeliterkirche Nossa Senhora do Carmo aus dem 18. Jahrhundert, die mit ihrer prachtvollen barocken Verzierung beeindruckt. Neben der Kirche selbst kann hier ausserdem eine besonders kuriose und zugleich schaurige Attraktion besichtigt werden: die Capela dos Ossos, eine mit menschlichen Knochen und Schädeln verzierte Knochenkapelle. Die für den Bau verwendeten Knochen sollen von über 1200 Mönchen des ehemaligen Klosters stammen, die hier begraben wurden.

Für Entspannung sorgt neben der idyllischen Fussgängerzone von Faro insbesondere ein Bummel entlang des Stadthafens mit seinen Fischerbooten und Terrassencafés. Ebenso wie der Hafen selbst zeugt auch das angrenzende Museu Marítimo, das Schifffahrtsmuseum, von der langen Tradition der Seefahrt und Fischerei in Faro. Das Museum befindet sich im Gebäude des Hafenmeisters und umfasst neben historischen Schiffsmodellen auch Informationen zu den traditionellen Fischfangmethoden der Algarve. Im ethnografischen Museu Regional wiederum können sich Besucher über das traditionelle Leben in der Algarve im Laufe der Jahrhunderte informieren.

Karlmeliterkirche in Faro. (Urheber: Marc Ryckaert / Wiki / Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en" target="_blank">CC</a>)

Karlmeliterkirche in Faro. (Urheber: Marc Ryckaert / Wiki / Lizenz: CC)

Von Faro aus an die Traumstrände der Algarve



Obwohl Faro vor allem für seine kulturellen Attraktionen und sein beschauliches Altstadtflair bekannt ist, müssen Besucher auch hier nicht auf tägliche Strandausflüge verzichten. Mit dem Praia de Faro erwartet sie unweit des Flughafens ein kilometerlanger Stadtstrand, der von Einwohnern und Urlaubern gleichermassen besucht wird und von einer breiten Promenade gesäumt ist. Der Praia de Faro liegt auf einer Halbinsel und umfasst neben dem aussen gelegenen Sandstrand auch eine idyllische Lagune, in der in unmittelbarer Nähe zum Badestrand kleine Fischerboote in den Wellen schaukeln. In bequemer Reichweite sind Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Unterkünfte in grosser Zahl vorhanden; der Praia de Faro kann vom Stadtzentrum aus mit dem Stadtbus erreicht werden.

Faros Stadthafen umfasst neben dem Fischerhafen ebenfalls einen modernen Yachthafen, der direkt an die Fussgängerzone angrenzt und mit einer gepflegten Promenade lockt. In den Yachthafen mündet das Vergnügungsviertel Bairro Ribeirinho, sodass auch Nachtschwärmer in Faro auf ihre Kosten kommen. Durch die Mischung aus historischer Altstadt und kulturellen Attraktionen, Ausgehviertel und Sandstränden vereint Faro zwei ganz unterschiedliche Reiseziele; Strandurlaub und Städtetrip lassen sich auf unkomplizierte Weise kombinieren.

Faro, Portugal. (Urheber: Anamariasmith / Wiki / Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">CC</a>)

Faro, Portugal. (Urheber: Anamariasmith / Wiki / Lizenz: CC)




Unterwegs an der Algarveküste

Nicht nur Faro selbst, sondern auch die umliegende Region hat sowohl für kulturinteressierte Besucher als auch für Strandurlauber einiges zu bieten. Der Stadt sind mehrere kleine Inseln vorgelagert, die mit idyllischen Stränden und einsamen Wanderwegen locken; die Ilha Deserta, die Ilha da Culatra und die Ilha do Farol können von Faros Stadthafen aus auf direktem Weg mit der Fähre erreicht werden. Der Stadt vorgelagert ist ausserdem das Naturschutzgebiet Rio Formosa, das rund um die Mündung des gleichnamigen Flusses eine einzigartige Landschaft aus Lagunen und Inseln bildet. Die Lagunenlandschaft des Rio Formosa entstand 1755 durch ein grosses Seebeben und ist Heimat einer einzigartigen Artenvielfalt.

Faros Nachbarort Olhão bietet als grösster Fischereihafen der Algarve direkten Zugang zum Naturschutzgebiet sowie zu den einsamen Düneninseln in unmittelbarer Nähe der Stadt. Weiter östlich lädt die malerische Hafenstadt Tavira zu einem Ausflug ein. Neben einer malerischen Innenstadt und gepflegten Sandstränden kann in Tavira ebenfalls die traditionelle Salzgewinnung beobachtet werden, die rund um Faro eine lange Tradition hat.

Gezeitenmühle in Olhão, Algarve, Portugal. (Urheber: Nol Aders / Wiki / Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">CC</a>)

Gezeitenmühle in Olhão, Algarve, Portugal. (Urheber: Nol Aders / Wiki / Lizenz: CC)

Nordwestlich von Faro wiederum findet in der Kleinstadt Loulé einmal wöchentlich der örtliche Bauernmarkt statt, der in der Hochsaison regelmässig Touristen aus der ganzen Region anlockt. Neben frischem Obst und Gemüse, Blumen und lebenden Tieren werden in der prachtvollen maurischen Markthalle von Loulé auch viele traditionelle Produkte aus der Algarve angeboten. Berühmt ist Loulé ausserdem für seinen Karneval im Februar, dessen farbenfroher Umzug zu den schönsten in ganz Portugal zählt.

Naturfreunde und Wanderer erwartet zwei Fahrtstunden nordöstlich von Faro ein ganz besonderes Ausflugsziel. Das Naturschutzgebiet Vale do Guardiana wurde 1995 eingerichtet und umfasst auf rund 70.000 ha Fläche eine faszinierende Fluss- und Hügellandschaft sowie eine Vielzahl von archäologischen Stätten, von denen einige rund 3000 Jahre alt sind.



 

Oberstes Bild: Palast von Estoi, Faro. (Urheber: Marnal / Wiki / Lizenz: CC)

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