Heidelberg, Teil 2 – Wandern in der Natur und Erleben von Kultur

28.02.2014 |  Von  |  Europa
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Heidelberg, Teil 2 – Wandern in der Natur und Erleben von Kultur
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Die Altstadt Heidelbergs lädt nicht nur zu gemütlichen Spaziergängen und ertragreichen Shoppingtouren ein. Vielmehr gibt es hier und auch im Heidelberg ausserhalb der Altstadt diverse Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten, sei es bei Wanderungen in der Natur, beim Besuch eines Museums oder beim Beiwohnen einer von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen.

Überquert man die berühmte alte Brücke von der Altstadt aus, so findet man sich im Heidelberger Stadtteil Neuenheim wieder. Von hier kann man in den gepflasterten Schlangenweg einbiegen, der sich, wie der Name schon andeutet, ein Stück weit den Heiligenberg hinauf windet. Nach einem nicht allzu langen Aufstieg, bei dem man an verschiedenen Aussichtspunkten auf einer Bank den Blick auf Neckar, Altstadt und Schlossruine geniessen kann, erreicht man der Philosophenweg.



Dieser ungefähr zwei Kilometer lange Weg erfreut nicht nur mit einem ebenfalls prachtvollen Ausblick, sondern auch mit einer angenehmen Ruhe fernab des geschäftigen Treibens der Altstadt. Über die Herkunft des Namens gibt es unterschiedliche Ansichten. Die Tatsache, dass im 19. Jahrhundert grosse Denker wie Eichendorff, Scheffel und Hölderlin hier spazieren gingen, legt die Vermutung nahe, dass dieser Weg durch deren Aufenthalt seinen Namen erhalten hat. Andererseits machten Heidelberger Studenten, die früher auch als Philosophen bezeichnet wurden, schon immer gerne romantische Ausflüge auf diesen Weg, sodass auch dies eine Erklärung sein könnte.

Die Schlossruine, die über der Altstadt Heidelbergs thront, ist zu jeder Tages- und Jahreszeit wunderschön anzusehen. Im Winter von Schnee bedeckt, im Sommer von der Sonne in Szene gesetzt und abends dezent beleuchtet – stets ist der Anblick, selbst aus weiter Entfernung, einzigartig. Einmal jährlich findet die sogenannte Schlossbeleuchtung statt: ein Feuerwerk um das Schloss herum, das seinen Ursprung im Jahr 1

815 hat. Durch die Innenräume des Schlosses gibt es ein überzeugendes Angebot an Führungen in äusserst vielen Sprachen. Damen und Herren in historischen Kostümen berichten in packender Weise von der Geschichte des Schlosses, das deutsche Apothekenmuseum ist im Schlosshof zu finden. Auch das berühmte Grosse Fass sollte man sich nicht entgehen lassen. In diesem Fass, das ein Fassungsvermögen von 219.000 Litern aufweist, wurde früher Wein gelagert, heutzutage dient es lediglich als Touristenattraktion.



Von mehr als einer Million Fahrgästen werden jährlich die Heidelberger Bergbahnen genutzt. Diese bringen Touristen aus aller Welt atemberaubend Ausblickspunkten auf Heidelberg und das Neckartal. Am Kornmarkt in der Altstadt startet die untere der beiden Bergbahnen, eine der modernsten Bergbahnen, die Deutschland zu bieten hat. Sie benötigt lediglich zwei Minuten, um zum Schloss zu gelangen in weiteren zwei Minuten erreicht sie die Molkenkur, eine frühere Kuranlage auf dem Kleinen Gaisberg. Von dieser Station geht es noch weiter in die Höhe, nun aber mit der oberen Bergbahn, mit der man in weniger als zehn Minuten den höchsten Punkt



der Stadt, den Königstuhl, erreicht. Mit 567 Metern überragt der Königstuhl selbst den gegenüberliegenden Heiligenberg deutlich und ermöglicht einen weiten Blick über das Neckartal. Wer sportlich ist und auf die Bergbahnen verzichten möchte, kann entweder mit der Himmelsleiter den Königstuhl erklimmen, die mit mehr als 1200 Stufen vom Heidelberger Schloss bis zum Gipfel des Berges führt, oder aber auch auf schönen Wanderwegen durch den Wald ziehen.

Heidelberg von oben (Bild: eyetronic, fotolia)

Heidelberg von oben (Bild: eyetronic, fotolia)

Einen Aufenthalt in Heidelberg sollte man aber nicht beenden, ohne eines des zahlreichen Museen besucht zu haben. Direkt an der Hauptstrasse ist das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg untergebracht. Hier erfährt man alles, was man über die Archäologie und Geschichte des Unteren Neckarlandes wissen muss, kann eine Vielzahl von Gemälden aus den Jahren zwischen dem 15. und dem 20. Jahrhundert, Skulpturen sowie eine Textilsammlung betrachten. Im Carl Bosch Museum erfährt man Wissenswertes über Technik und über das Leben und Wirken des Nobelpreisträgers aus Heidelberg, das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutsche Sinti und Roma, eine Gedenkstätte für die Opfer der NS-Verfolgung dieser Volksgruppe, erinnert in einer Ausstellung an den Mord an über 500.000 Sinti und Roma.



Auch abends bekommen Kulturinteressenten in Heidelberg einiges geboten. Mehrere Einrichtungen warten mit einem umfangreichen Programm auf. Im Deutsch-Amerikanischen Institut, kurz DAI, kann nahezu jeden Abend eine Lesung, ein Vortrag, ein Konzert und ungefähr einmal im Monat auch ein Poetry Slam besucht werden. Darüber hinaus gibt es hier Stummfilme, Diskussionen und vieles mehr in regelmässigen Abstand. Das Programm des Karlstorbahnhofes kann sich ebenso sehen lassen: Theaterstücke, Comedy, Lesungen und Konzerte kann man hier geniessen und auch stimmungsvolle Partys werden hier regelmässig veranstaltet.

Spaziergänge und Wanderungen in der Natur, Sehenswürdigkeiten und Museen en masse, täglich Veranstaltungen an verschiedenen Orten – eines ist bei einem Aufenthalt in Heidelberg garantiert: langweilig wird es hier nie.

 



Oberstes Bild: Heidelberger Schloss (© eyetronic / fotalia.com)

Über Oliver Greger

Geboren und aufgewachsen bin ich in einem kleinen Ort, der zu Heilbronn gehört, studiere aber mittlerweile in Heidelberg, einer der schönsten Städte Deutschlands, Germanistik und Anglistik, wodurch das Verfassen von Texten eine meiner Hauptaufgaben darstellt.



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