Marrakesch – zu Besuch in Marokkos Königsstadt

26.11.2013 |  Von  |  Afrika
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Marrakesch – zu Besuch in Marokkos Königsstadt
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Sie ist eine von vier Königsstädten und nicht ohne Grund die Lieblingsstadt des marokkanischen Königs: Marrakesch, die rote Stadt im Herzen der marokkanischen Wüste. Vom ersten Moment an verzaubert Marrakesch seine Besucher mit einer Atmosphäre wie aus 1001 Nacht – mit Schlangenbeschwörern und Geschichtenerzählern, prachtvollen Palästen und orientalischen Gärten.

Rote Wüstenstadt Marrakesch



Trotz der relativ abgelegenen Lage im dünn besiedelten Süden von Marokko bildet Marrakesch das unbestrittene touristische Zentrum des Landes. Ihre einzigartige Faszination verdankt die Stadt nicht nur der traumhaften Lage am Fusse der Atlasberge, sondern vor allem der prachtvollen orientalischen Architektur, die die Altstadt von Marrakesch prägt.

Die fast tausendjährigen Stadtmauern aus rotem Sandstein und unzählige Gebäude aus derselben Epoche haben Marrakesch zu dem Beinamen „rote Stadt“ verholfen, und bereits bei der Anreise wird Besucher geblendet von den lichtdurchfluteten roten Palästen, Türmen und Festungsmauern der Stadt. Ein schier endloses Gewirr aus Marktgassen voller Farben, Klänge und Gerüche charakterisiert die Altstadt von Marrakesch rund um den zentralen Platz Jemaa el-Fnaa, einer der faszinierendsten Stadtplätze weltweit und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Über den Dächern von Marrakesch. (Urheber: ASchick01 / <a href="http://pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>)

Über den Dächern von Marrakesch. (Urheber: ASchick01 / pixelio.de)




Impressionen aus 1001 Nacht: die Altstadt von Marrakesch

Als Herzstück von Marrakesch bildet der Jemaa el-Fnaa den ersten Anlaufpunkt und zugleich den idealen Orientierungspunkt für alle Reisenden, die sich im Gewirr der Marktgassen früher oder später unweigerlich verlieren. Auch wenn der Jemaa el-Fnaa mit seinen kleinen Cafés und Garküchen, den Händlern, Schlangenbeschwörern und Geschichtenerzählern heute vor allem für den Tourismus von Bedeutung ist, geht seine Geschichte dennoch bis ins 11. Jahrhundert zurück.

Der Name des Platzes bedeutet frei übersetzt so viel wie „Versammlung der Toten“ und spielt auf die ursprüngliche Verwendung als Henkersplatz an. Auf kaum einem anderen Stadtplatz erhalten Besucher einen so vielschichtigen und authentischen Einblick in eine jahrtausendealte Kultur wie auf diesem alten Platz der Almohaden, eines alten marokkanischen Berbervolkes, dem Marrakesch viele seiner architektonischen Prachtstücke zu verdanken hat.





Schlangebeschwörer auf dem Djemaa el Fna, Marrakesch. (Urheber: Thomas Fietzek / Wiki / Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de" target="_blank">CC</a>)

Schlangebeschwörer auf dem Djemaa el Fna, Marrakesch. (Urheber: Thomas Fietzek / Wiki / Lizenz: CC)

Rund um den Jemaa el-Fnaa erstrecken sich die verwinkelten Gassen der Souks, der traditionellen Märkte von Marrakesch. Unter freiem Himmel oder in überdachten Gängen bieten die örtlichen Händler hier ihre Erzeugnisse feil: vom traditionellen Kunsthandwerk bis zu prächtigen Kaftanen und filigranen Schmuckstücken, von Gewürzen und jahrtausendealten Heilmitteln bis hin zu Köstlichkeiten wie den traditionellen marokkanischen Honigbackwaren.

Jeder Souk ist dabei einem eigenen Bereich zugeordnet, sodass Besucher vom Juweliermarkt in den Ledermarkt, von den Teppichhändlern zu Ständen mit frischen Lebensmitteln gelangen. Sich hier im Gewirr der Marktgassen nicht zu verlaufen, ist fast unmöglich; die herzlichen Einwohner der Stadt helfen verirrten Besuchern jedoch immer bereitwillig dabei, wieder auf den richtigen Weg zu finden. Begrenzt wird die Altstadt von Marrakesch von den mächtigen tausendjährigen Stadtmauern, die die Marktviertel auf einer Länge von fast 20 km umlaufen. Prachtvoll verzierte Stadttore dienen bis heute als Eingänge in die Altstadt.

Stadtmauer von Marrakesch. (Urheber: Simonef / <a href="http://pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>)

Stadtmauer von Marrakesch. (Urheber: Simonef / pixelio.de)

Alte Traditionen erleben: Färbereien, Teppichhändler und Hammams

Kein Besuch in Marrakesch ist vollständig ohne einen Besuch der traditionellen marokkanischen Färbereien. Am östlichen Ende der Altstadt unweit des Stadttors Bab Debbagh werden Textilien auf dem Färbermarkt noch heute nach uralten Verfahren von Hand gefärbt; gegen ein kleines Trinkgeld, das – um überzogenen Preisen vorzubeugen – im Voraus ausgehandelt werden sollte, können Besucher sich zwischen unzähligen Farbbottichen über den Färbeprozess informieren.

Nicht weniger erlebnisreich ist es, mit den örtlichen Teppichhändlern um echte Berberteppiche zu feilschen – eine gehörige Portion Geduld vorausgesetzt. Entspannung nach so viel Trubel und Marktgeschrei bietet ein Besuch in einem der traditionellen Hammams von Marrakesch. Im Hamman Les Bains de Marrakech, im Hammam Ziani oder im Dar El-Bacha können sich Besucher einmal so richtig verwöhnen lassen und Kraft sammeln für die nächsten Ausflüge.

Färberei in Marrakesch. (Urheber: Peter Wolfgang / <a href="http://pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>)

Färberei in Marrakesch. (Urheber: Peter Wolfgang / pixelio.de)

Orientalisches Flair in den Gärten und Palästen von Marrakesch



Marrakesch ist aussergewöhnlich reich an prachtvoller orientalischer Architektur, die einen Eindruck vom vergangenen Reichtum der alten Wüstenstadt bietet. Aufgrund eines Dekrets aus der Kolonialzeit ist es Nicht-Muslimen nicht möglich, die Moscheen der Stadt zu besuchen. Auch ohne sie von innen gesehen zu haben, tragen Bauwerke wie die Koutoubia-Moschee mit ihrem roten Sandstein-Minarett jedoch viel zur Faszination von Marrakeschs Altstadt bei.

Koutoubia-Moschee, Marrakesch. (Urheber: Rol1000 / <a href="http://www.flickr.com/photos/rol1000/5143297057/in/set-72157625299930054" target="_blank">flickr.com</a> / Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">CC</a>)

Koutoubia-Moschee, Marrakesch. (Urheber: Rol1000 / flickr.com / Lizenz: CC)

Einen Eindruck davon, wie die religiösen Bauten im Inneren aussehen, bietet die Ben-Youssef-Madrasa in unmittelbarer Nähe zur gleichnamigen Moschee. Diese alte Koranschule war einst die berühmteste Madrasa im Maghreb und umfasst neben einer Sammlung islamischer Kunst auch einen prachtvoll verzierten Innenhof. Nicht weniger faszinierend ist der Besuch in einer der prunkvollen Palastanlagen, allen voran im Grosswesirspalast Bahia-Palast, der für seine ausgedehnten Gärten, Zedernholzdecken und kunstvollen Fliesenmosaike bekannt ist.

Im Westen der Stadt laden die Menara-Gärten zu einem Spaziergang vor einer unvergleichlichen Kulisse ein. Diese 900-jährige Gartenanlage umfasst auf 100 ha Fläche ein Netz aus lauschigen Grünzonen, historischen Bewässerungskanälen und einen idyllischen kleinen See. Vor allem aber bieten die Menara-Gärten einen traumhaften Blick auf die verschneiten Bergzüge des Hohen Atlas. Im von Yves Saint Laurent restaurierten Jardin Marjorelle lädt das Museum für islamische Kunst zu einem Besuch ein, während in den ältesten Gärten der Stadt, den Agdal-Gärten, ein historisches Schwimmbecken aus dem 12. Jahrhundert besichtigt werden kann.



 

Oberstes Bild: Garten des El Badi Palasts, Marrakesch, Marokko – © Jan Schuler – Fotolia.com

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