Mit dem Rad in der Schweiz unterwegs – ein unvergessliches Familienvergnügen

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Mit dem Rad in der Schweiz unterwegs – ein unvergessliches Familienvergnügen
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Wenn man im Urlaub mit dem Fahrrad auf Tour gehen möchte, ist die Schweiz ein optimales Ziel. Und egal ob man als Einsteiger die leichten Strecken wählt oder als durchtrainierter und beherzter Radrennfahrer die Überquerung eines Passes, in der Schweiz ist jeder Fahrradtourist willkommen, insbesondere Familien.

Eine Fahrradtour mit Kindern stellt alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen bei der Vorbereitung und Planung. Denn Kinder haben spezielle Bedürfnisse und ihre Fitness hält sich normalerweise in Grenzen. Daher ist darauf zu achten, dass man ihnen nicht durch die Wahl zu ambitionierter Strecken die Lust am Radfahren nimmt. Der Urlaub sollte also immer so gut geplant sein, dass im Kind die Freude am Radfahren geweckt wird und der Spass daran überwiegt.



Kindern bis zu einem Alter von etwa zwölf Jahren sollte man höchstens eine eineinhalb Stunden dauernde Tour zumuten. Mehr als zehn Kilometer pro Stunde ist nicht empfehlenswert. Plant man längere Touren, müssen auf jeden Fall lange Pausen eingelegt werden. Und selbst wenn man Pausen von mehreren Stunden macht, sollte man bei Kindern über ein Tagespensum von 30 Kilometern nicht hinausgehen. Aber gerade bei einer Radtour durch die Schweiz bleibt es meist nicht aus, dass das Kind starke Eindrücke empfängt, die die Lust und das Interesse am Weiterfahren wecken.

Wenn man im Urlaub mit dem Fahrrad auf Tour gehen möchte, ist die Schweiz ein optimales Ziel. (Bild: Goodluz / Shutterstock.com)

Wenn man im Urlaub mit dem Fahrrad auf Tour gehen möchte, ist die Schweiz ein optimales Ziel. (Bild: Goodluz / Shutterstock.com)

Will man in der Schweiz Rad fahren, ist eine clevere Vorbereitung absolut unverzichtbar. Das beginnt damit, dass man sich über den aktuellen Wetterbericht informiert. Denn in der Alpinregion kann auf Sonnenschein schnell ein Schneesturm folgen. Bei plötzlichen Wetterumschwüngen sollte man daher auf alle Fälle die geeignete Kleidung dabei haben. Ebenfalls unerlässlich: eine gründliche Planung der Strecke. Dazu zählt auch, dass man immer wissen sollte, wo die nächste Hütte ist bzw. ein Ort, wo man unterkommen kann. Die Strecke ist immer so zu wählen, dass alle zwei, drei Kilometer ein trockener und vor Blitzen geschützter Platz vorhanden ist, um sich unterzustellen. Bei einem Gewitter kann das überlebenswichtig sein.

Wichtig ist ausserdem, dass man weiss, wo sich der nächstgelegene Bahnhof oder die nächste Bushaltestelle befindet. Vor allem dann, wenn die Kondition des Kindes erlahmt und die Lust nachlässt und sowohl Pausen als auch gutes Zureden und Ermunterungen nicht mehr helfen. In der Schweiz dürfen Fahrräder in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden, Stichwort: „Veloverlad“. Dazu ist in der Regel ein Velobillett erforderlich. Eine Ausnahme bilden Klappfahrräder, die man in einer Tasche verstauen kann. Sie gelten dann als Handgepäck und können kostenlos in öffentlichen Verkehrsmitteln der Schweiz transportiert werden.



Zur Mindestausstattung für den Radfahrer, der Touren durch die Schweiz macht, gehören Kleidung für warme und kalte Streckenabschnitte, Kopfbedeckung und Augenschutz, Regenschutz sowie stabile Schuhe und Sonnencreme. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass immer genügend Wasser zur Verfügung steht. Energiereiche Nahrungsmittel wie Bananen oder Schokoladenriegel sorgen dafür, dass der Körper genug Nachschub an Brennstoffen erhält. Die Fahrradtaschen sollten wasserdicht sein, damit nichts verdirbt.





Bei einer Fahrradtour ist darauf zu achten, dass immer genügend Wasser zur Verfügung steht. (Bild: Kzenon / Shutterstock.com)

Bei einer Fahrradtour ist darauf zu achten, dass immer genügend Wasser zur Verfügung steht. (Bild: Kzenon / Shutterstock.com)

Die Steigungen in den Schweizer Bergen sind manchmal nicht ohne und bringen so manchen stark ins Schwitzen. Doch am Ende aller Anstrengungen erhält der Radfahrer zwei wundervolle Belohnungen. Da ist zum einen der fantastische, Ehrfurcht gebietende Blick von der Spitze des Berges, der auch Kinder anrührt. Zum anderen vergisst man auf der sich anschliessenden Abfahrt jegliche Strapazen des Aufstiegs. Und das äussert sich häufig in Freudenrufen vor allem der Kinder, die es geniessen, wenn ihnen bei der rasanten Bergabfahrt der Wind um die Nase weht.

Auch hier sollte man Vorsorge treffen und während der Abfahrt Schutzkleidung tragen. Auf gerader Strecke und bergauf mag es noch angehen, dass man auf die nicht immer bequem zu tragenden Hand-, Ellenbogen- und Knieschoner verzichtet, doch bei einer schnellen Fahrt den Berg hinunter sind sie absolut unverzichtbar. Das muss jedes Kind einsehen. Der Helm ist natürlich während der ganzen Fahrt Pflicht. Das Rad ist selbstredend vor jeder Fahrt sorgfältig zu prüfen. Und wenn man als Familienvater selbst kein Experte auf diesem Gebiet ist, so greifen einem die Schweizer Verleihstationen und Fachgeschäfte gerne unter die Arme, um das Fahrrad in einen verkehrssicheren Zustand zu bringen.



Auch wenn Kinder langsam sind, sie radeln trotzdem immer voraus, damit die Eltern sie im Blick haben. Dann können sie gleich eingreifen, wenn sich Probleme ergeben. Zudem bekommen Kinder so den Eindruck, sie seien die wirklichen Entdecker der Tour. Technische Hilfsmittel sollte man ebenfalls nutzen. Mobiltelefone lassen sich in Bergregionen optimal durch Walkie-Talkies ergänzen. Falls beide Elternteile mitfahren, kann einer vorausfahren und der andere hinterher. Dadurch hat man die Kinder immer in Beobachtung und kann sie sicher begleiten.

Auch wenn Kinder langsam sind, sie radeln trotzdem immer voraus. (Bild: Pressmaster / Shutterstock.com)

Auch wenn Kinder langsam sind, sie radeln trotzdem immer voraus. (Bild: Pressmaster / Shutterstock.com)

Auf einer Fahrradtour durch die beeindruckende Naturlandschaft der Schweiz können Kinder auf vielfältige Weise den respektvollen Umgang mit der Natur lernen – sei es beim Feuermachen oder beim Einsammeln und richtigen Beseitigen von Abfällen. Hat man noch ein Buch über die Flora und Fauna der Umgebung dabei, wird jede Pause zu einer spannenden und lehrreichen Entdeckungsfahrt, bei der man Gräser, Blumen und Käfer bestimmen kann.

Zusammen mit Kindern die Schweiz mit dem Rad zu entdecken, ist ein echtes Erlebnis. Und wenn Eltern und Kinder diese Herausforderung gemeistert haben, dürfen sie mit Recht stolz auf sich sein. So können die Schweizer Berge – ausser der damit verbundenen sportlichen Anstrengung und den grandiosen Eindrücken – mit dazu beitragen, in den Kindern eine dauerhafte Liebe zur Natur zu wecken.



 

Oberstes Bild: Mit dem Rad in der Schweiz unterwegs – ein unvergessliches Familienvergnügen (© Jacek Chabraszewski / Shutterstock.com)

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