Prognose: Deutscher Ski-Tourismus hat kaum Zukunft

11.02.2016 |  Von  |  News
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Prognose: Deutscher Ski-Tourismus hat kaum Zukunft
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Der warme Winter ist überall in den Alpen zu spüren, in den meisten Skigebieten gibt es massive Absatzeinbrüche. Ganz besonders betroffen sind jedoch viele deutsche Skigebiete, die relativ niedrig gelegen sind.

Wegen dem Klimawandel sollen laut der deutschen Bundesregierung künftig zwei Drittel aller Skigebiete verloren gehen, wie das Magazin Spiegel Online schreibt. Selbst künstliche Beschneiungsanlagen sollen daran nichts mehr ändern können. Politiker verlangen die Belebung alternativer Tourismus-Potenziale.

Die deutsche Bundesregierung erwarte, dass nur eines von zehn Skigebieten in Alpen und Mittelgebirgen künftig schneesicher sein werde, wie aus einem von „Spiegel Online“ veröffentlichten Artikel hervorgeht. Alternative künstliche Beschneiungen kommen nur für einen Drittel aller Skigebiete in Deutschland in Frage – die restlichen Skiregionen werden für den Wintersport-Tourismus wegen des Klimawandels verloren gehen, so die Prognose der Regierung. Schon heute leiden deutsche Skigebiete unter Schneemangel, bereits die Hälfte sei auf Kunstschnee angewiesen.


Die deutsche Bundesregierung erwarte, dass nur eines von zehn Skigebieten in Alpen und Mittelgebirgen künftig schneesicher sein werde. (Bild: © Stefan Schurr - shutterstock.com)

Die deutsche Bundesregierung erwarte, dass nur eines von zehn Skigebieten in Alpen und Mittelgebirgen künftig schneesicher sein werde. (Bild: © Stefan Schurr – shutterstock.com)


Klimawandel als Ursache

Messungen hätten gezeigt, dass die Temperaturen in Alpenregionen seit dem 19. Jahrhundert im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt doppelt so schnell gestiegen seien. Während die Temperatur im weltweiten Schnitt um ein Grad gestiegen ist, sind es in den Alpen zwei Grad. Dieser Trend werde voraussichtlich anhalten.

Trotz zahlreicher Studien und Messungen stehen die Prognosen nicht ohne Zweifel im Raum. Während die Gletscher schmelzen, habe es deutschlandweit im Schnitt in den vergangenen Jahrzehnten nicht weniger geschneit, so das Online-Magazin. Dennoch verzeichnen einige Regionen einen Abwärtstrend bei der Schneemenge.

Weiter seien die Kenntnisse über das Klimasystem noch lückenhaft, auch sei der Treibhauseffekt noch nicht quantifizierbar. Ob die Erderwärmung mild oder stark ausfallen wird, kann laut Uno-Klimarat noch nicht vorhergesehen werden – die Folgen seien aber auf jeden Fall verheerend.



Förderung alternativer Tourismus-Angebote

Verheerend auch für den Winter-Tourismus in Deutschland. Der Grünen-Politiker Markus Tressel kritisiere die fehlende Initiative der Politiker: „Seit Jahren verschlafen die Bundesregierung sowie die Bayerische Landesregierung den Klimawandel, wenn es um den Wintertourismus geht“, wird Tressel von „Spiegel Online“ zitiert.

Der Politiker fordert, dass verstärkt alternative Formen des Wintertourismus gefördert werden. Jede weitere Investition in Ski-Infrastruktur in Deutschland sei ein Fehler.

 

Artikel von: htr/it via htr.ch
Artikelbild: © schankz – shutterstock.com

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