Von Faro bis Porto: Hosteltipps an der Algarve

11.09.2015 |  Von  |  Europa
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Von Faro bis Porto: Hosteltipps an der Algarve
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Portugal ist eines meiner Lieblingsländer in Europa. Ich liebe die schroffen Sandsteinküsten, die gastfreundlichen Menschen und die entspannte Surferatmosphäre. Ausserdem hat Portugal wahnsinnig gute Hostels, die regelmässig die Bestenlisten unterschiedlicher Rankings anführen.

Statt vergammelter Nasszellen gibt es moderne Badezimmer mit Badewannen, statt Klapperbettgestelle massive Holzbetten. Dazu riesige Gemeinschaftsküchen, Terrassen und unserer Erfahrung nach super nette Mitarbeiter.


Portugal mit seinen bekannten Steilküsten. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de)

Portugal mit seinen bekannten Steilküsten. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de)


In 12 Nächten habe ich mich durch 5 verschiedene Hostels und eine Pension einmal an der Küste Portugals entlang geschlafen und einen guten Einblick in das portugiesische Hostelwesen bekommen. Meine Erfahrungen und Tipps möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, also gibt es hier meine Liste mit sechs Übernachtungstipps in Portugal für den kleinen Geldbeutel.

Vorneweg: Ein grosser und schöner Gemeinschaftsraum ist mir sehr wichtig. Ich möchte die Chance haben mit anderen ins Gespräch zu kommen und mich gleichzeitig wohl fühlen. Ich wünsche mir, das Gefühl zu haben nach Hause zu kommen. Als Paar möchte man aber trotzdem nicht immer in 12er-Dorms schlafen. Wir haben also einen Kompromiss gefunden und die Hälfte der Zeit im Doppelzimmer und die andere Hälfte in Schlafsälen übernachtet. So spart man Geld, hat trotzdem genügend Ruhe und gleichzeitig oft Gesellschaft. Ich schaue mir die Unterkünfte gerne vorher an und möchte mich nicht gezwungen fühlen, irgendwo zu bleiben, wo es mir nicht gefällt. Aus diesem Grund buche ich eigentlich nicht gerne etwas im Voraus. Da man nach einer längeren Anreise aber auch keine Lust auf ewiges Rumgesuche in einer neuen Stadt hat, ist es aber auch nicht verkehrt sich doch schon um die erste Nacht zu kümmern. Wenn es einem gefällt, kann man meistens verlängern und ansonsten wissen die Mitarbeiter vor Ort Bescheid, wo man passende Unterkünfte findet.


Das erste Hostel unserer Reise in Faro. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de)

Das erste Hostel unserer Reise in Faro. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de)


Faro – die Hübsche im Süden

Baixa-Portugal Terrace Hostel

Das Baixa-Portugal Terrace Hostel war unser erstes Hostel, was ich deshalb von Zuhause gebucht habe. Überzeugt hat mich in erster Linie die Dachterrasse. Ich liebe Dachterrassen. Dort wurde jeden Morgen das Frühstücksbuffet aufgebaut und der Tag konnte mit einem luftigen Atlantiklüftchen und Morgensonne beginnen. Das Hostel liegt zentral am ‚teatro lethes‘ und befindet sich in einem unverhofft schön restaurierten Häuschen. Es gab zwei Gemeinschaftszimmer und eine Küche und natürlich die riesige Dachterrasse. Wir hatten ein kleines aber sauberes Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad und haben deshalb um eine Nacht verlängert.

Das Hostel war neuwertig, modern aber mir fehlte leider ein bisschen das Backpacker-Feeling. Auf mich wirkte alles eher wie ein modernes Budgethotel, aber vielleicht lag es einfach daran, dass an diesem Wochenende nicht so viel los war und deshalb das Familiäre etwas fehlte. Insgesamt war das Baixa-Portugal Terrace aber ein wunderbarer Start.

Lagos – Partymeile an der Algarve

Pensão Caravela

Die kleine Pension liegt mitten in der Fussgängerzone. Vor- und Nachteile liegen auf der Hand: kurze Wege, viel Krach. Die Zimmer sind unterschiedlich gross und alle etwas in die Jahre gekommen. Für sagenhafte 30 Euro pro Zimmer kann man aber nicht mehr erwarten. Wer Wert auf Komfort liegt ist hier falsch, wer jedoch Geld sparen will und dafür mit einem kleinen aber sauberen Zimmer und Gemeinschaftsbad leben kann, macht nichts flasch. Die Kommunikation beschränkte sich übrigens mangels Portugiesischkenntnisse meinerseits auf Hände und Füsse.


Neben einem verlassenen Surfcamp befindet sich das Hostel (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de).

Neben einem verlassenen Surfcamp befindet sich das Hostel (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de).


Sagres – Surferatmosphäre per excellence 

Algarve Surf Hostel

Sagres wird von Surfcamps und Hotelkomplexen dominiert. Manche der Camps sind etwas ausserhalb des eigentlichen Zentrums. Nicht so das Algarve Surf Hostel, welches nur 5 Minuten von der „Hauptstrasse“ entfernt liegt. Zugegeben, der erste Eindruck war etwas sonderbar: Das unscheinbare Hostel befindet sich direkt im Schatten einer riesigen Ruine eines ehemaligen Surfcamps. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Das Surf Hostel hat mehrer Dorms und bietet natürlich Surfunterricht an. Die Stimmung im Haus ist familiär: Grosse Tische laden zum gemeinsamen Frühstück und Zusammensitzen ein. Neben den Surfstunden gibt es jeden Abend Ausflüge in die Restaurants und Bars. Wir haben 25 Euro pro Bett gezahlt und hatten dabei ein ganzes 6-Bett-Zimmer für uns alleine. W-Lan, Frühstück, Snacks und Kaffee sind dabei inklusive. Wir kommen definitiv noch einmal zurück!


In Lissabon lohnt es sich vorab zu buchen.  (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de)

In Lissabon lohnt es sich vorab zu buchen. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de)


Lissabon – die weisse Stadt

Lisbon Oldtown Hostel

Nachdem wir bei drei Hostels vergeblich nach freien Betten gefragt haben, sind wir im Oldtown gelandet. Ein echter Glücksgriff! Das Hostel bietet viele Gemeinschaftsräume, supernettes Personal, billiges Bier und etwas klapprige Metallbetten. Sicherlich gibt es modernere oder grössere Hostels, aber ein ganz grosses Plus im Oldtown ist die gesellige Atmosphäre. Abends wurde fast immer zusammen gegessen, getrunken und geredet. Selten habe ich so viele Leute in einem Hostel kennengelernt. Gezahlt haben wir 19 Euro pro Person im 6er-Dorm. Ein Hostel, dass ihr euch definitiv einmal anschauen solltet.


Die hübsche Fassade des Hostels in Coimbra. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de)

Die hübsche Fassade des Hostels in Coimbra. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de)


Coimbra – Studentenstadt mit Flair

Serenata Hostel Coimbra

Coimbra war für uns nur ein Zwischenstopp für eine Nacht. Da wir keine Lust auf Rumgesuche hatten, hat Manu am Abend ein Doppelzimmer im Hostel gebucht. Mitten in der Altstadt gelegen, neu renoviert und günstig. Kein schlechter Deal. Für 19 Euro pro Person hatten wir ein Zimmer im Nebenhaus um die Ecke. Das neue Bad teilten wir mit zwei anderen Leuten. Das Hostel hat mehr Hotelflair als richtiges Hostelfeeling und bietet ein modernes Ambiente für einen umwerfenden Preis.


Porto, eine pittoreske Stadt mit viel Sightseeing-Möglichkeiten. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de).

Porto, eine pittoreske Stadt mit viel Sightseeing-Möglichkeiten. (Bild: © Julia Schattauer / bezirzt.de).


Porto – Wein, Weib und Gesang

Porto Spot Hostel

Eine riesige Küche, gesellige Gitarrensessions mit dem Hostelmitarbeiter, komfortable Betten und eine moderne Ausstattung. 17 Euro im 8er-Schlafsaal und 95% gute Bewertungen. Hört sich perfekt an? Ist es auch. Wir hatten eine Menge Spass und eine wunderbare Zeit im Spot und würden jederzeit wiederkommen. Ein richtig guter Abschluss unsrer Portugalreise und ein guter Ausgangspunkt, um Porto zu erkunden. Porto ist eine Stadt mit viel Kultur und Shoppingmöglichkeiten.

Portugals Hostel finden sich regelmässig auf den Spitzenpositionen der Hostelrankings. Es gibt unfassbar viele frisch sanierte und gut ausgestattete Häuser, wobei manche schon etwas zu perfekt und hotelmässig sind. Im Grunde sind es doch immer wieder die Menschen, die die Atmosphäre zum Grossteil das passende Ambiente aber der Rahmen dafür. Die Auswahl ist super, doch gerade am Wochenende und in der Hochsaison schadet es offenbar nicht, schon im Vorhinein zu buchen. So spart man sich das Rumgelaufe und bei Portugals Strassen darf man das nicht unterschätzen.

Artikelbild: © Julia Schattauer / bezirzt.de

Über Julia Schattauer

Julia Schattauer ist freie Autorin und leidenschaftliche Bloggerin. Geschichten vom Reisen sind ihr Steckenpferd. Neben nützlichen Fakten geht es ihr in erster Linie ums Storytelling. Darum, den Leser in die Welt mitzunehmen und sein Fernweh zu wecken. Als studierte Kunsthistorikerin, Tourismus-, und Literaturwissenschaftlerin schreibt sie ausserdem über Themen aus Kunst und Kultur.


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