Wie du in fünf Schritten zu deiner ersten Langzeitreise kommst

21.08.2015 |  Von  |  Alle Länder, Allgemein
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Reisen beginnt im Kopf. Mit der richtigen Einstellung kannst du auch länger als nur die üblichen zwei Wochen am Stück verreisen. Dafür musst du nur ein wenig im Voraus planen und ein wenig aus deiner Komfortzone herauskommen. 

Bist du bereit, für deine erste Langzeitreise ein paar Veränderungen vorzunehmen? Höre ich ein „Ja“? Dann lass uns loslegen.

Schritt 1: Eröffne ein Reisekonto und richte einen Dauerauftrag ein.

Das grösste Hindernis sind die Finanzen. Dafür gibt es aber den Trick, dass du deine Reisekasse als feste monatliche Ausgabe einplanst und andere Ausgaben drumherum arrangierst. Dabei wirst du dich wundern, wie viel Sparpotential es gibt, wenn jeden Monat ein fester Betrag abgebucht wird, so wie es bei deiner Miete gemacht wird.

Mit dieser kleinen Änderung ändert sich deine Einstellung zum Reisen massgeblich, denn du machst nicht mehr Ferien mit dem, was übrig bleibt, sondern sparst dir Kapital für eine Reise an. Wenn du Tipps brauchst, wie du am besten jeden Monat Geld für deine Reisen sparen kannst, dann lies diesen Beitrag dazu.


Spare Kapital für deine Langzeitreise. (Bild. © Jakub Krechowicz - shutterstock.com)

Spare Kapital für deine Langzeitreise. (Bild. © Jakub Krechowicz – shutterstock.com)


Schritt 2: Blockiere sechs Wochen in deinem Kalender.

Obwohl du jetzt noch nicht weisst, ob du frei bekommst, sollst du dir in den nächsten 12 Monaten sechs Wochen für deine Reise freihalten.

Zweifel? Wissen soll davon noch keiner, sieh es als ein Geheimnis zwischen uns an, an dem wir in den nächsten Tagen arbeiten werden.

Schau jetzt in deinen Kalender und suche dir sechs Wochen heraus, in denen keine wichtigen Ereignisse liegen, und schreib dir gross „MEINE REISE“ in den Kalender. Dieser Zeitraum ist ab sofort deine Zeit und tabu für alles andere.

Als nächstes schreibst du das Datum auf einen PostIt und hängst den Zettel an deinen Badezimmerspiegel oder klebst ihn in dein Portemonnaie. Jede Stelle, an der du oft an die Reise erinnert wirst, ist gut.

Wann, wohin und wie du deine Reise machst, ist jetzt erstmal unwichtig. Die Details klären sich in den nächsten Tagen. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass du eine Entscheidung zum Reisen für dich triffst.


Blockiere für deine Reise sechs Wochen in deinem Kalender. (Bild: ©  sergign - shutterstock.com)

Blockiere für deine Reise sechs Wochen in deinem Kalender. (Bild: © sergign – shutterstock.com)


Schritt 3: Reise in Gedanken, als wäre es schon passiert.

Wenn du noch nicht nach Reisezielen und Tipps gesucht hast, dann wird es jetzt Zeit dafür. Lass dich von anderen Blog, Webseiten und Magazinen inspirieren!

In den Blogs von globusliebe.com oder happybackpacker.de findest du zum Beispiel klasse Reiseberichte, und in den nachfolgenden Instagram-Feeds gibt es faszinierende Reisefotos, die dich inspirieren können:

Für die konkrete Planung schau auf den Blog von 101places.de.

Kaufe dir Reisemagazine, schneide oder drucke die schönsten Fotos aus dem Internet aus und hänge sie zu deinem PostIt. Für die Arbeit am PC kannst du dir auch schöne Reisefotos als wechselnden Desktop-Hintergrund einrichten.

Fang an zu träumen und lass deiner Fantasie freien Lauf! Stell dir vor, wie du am Strand spazieren gehst, wie das Wasser an deinen Füsse kitzelt und deine Fussabdrücke im Sand verschwinden.

Stell dir vor, wie du vor dem mächtigen Wasserfall stehst und das Tosen in den Ohren und den eiskalten Sprühnebel auf der Haut spürst. Lass es in deiner Fantasie so real werden, als ob du bereits dort wärst.

Mach jeden Morgen fünf Minuten nach dem Aufstehen eine Fantasiereise und erfinde immer mehr Details. Welche Farbe hat dein Handtuch? Wie sehen deine Flip-Flops im Sand aus? Stell dir deine Traumreise vor, als wäre sie real.

Bleib aber realistisch: Wenn du dir vier Wochen in einem 5-Sterne-Hotel vorstellst, dir aber nur eine Woche Mallorca leisten kannst, dann betrügst du dich nur selber.


Reise in Gedanken, als wäre es schon passiert. (Bild: © haveseen - shutterstock.com)

Reise in Gedanken, als wäre es schon passiert. (Bild: © haveseen – shutterstock.com)


Schritt 4: Erzähle deinen Freunden von deiner Reise.

Bislang warst du nur „undercover“ unterwegs, es wird Zeit, jemanden einzuweihen!

Erzähl einem guten Freund von deinen Plänen. Je häufiger du deine Idee mit anderen teilst, desto mehr Unterstützung wirst du erfahren. Es gibt auch Kritiker, aber das sind solche, die sich eine Langzeitreise selber nicht zutrauen. Viel öfter wirst du von anderen Menschen hören, dass bei ihnen alles glatt lief und es eine grossartige Erfahrung für sie war.

Du wirst viel Unterstützung und Tipps aus dem Freundeskreis bekommen. Dadurch tankst du viel Selbstvertrauen und es wird immer wahrscheinlicher, dass du auf eine lange Reise gehst.


Erzähle deinen Freunden von deiner Reise. (Bild: © Syda Productions - shutterstock.com)

Erzähle deinen Freunden von deiner Reise. (Bild: © Syda Productions – shutterstock.com)


Schritt 5: Verhandle mit deinem Chef.

Auf deinem Reisekonto sind schon ein paar Franken bzw. Euro. Zwar ist die Abreise noch etwas entfernt, aber deine Reise nimmt immer mehr Form an und deine Freunde fragen nach Fortschritten.

Es wird Zeit für den letzten Schritt – und dieser wird einfacher, als du anfangs dachtest.

Hättest du jemals gedacht, dass du so viel Geld in kurzer Zeit sparen und so offen über deine Pläne sprechen kannst? Deine Reise ist real, du bist eigentlich schon weg!

Jetzt musst du nur noch mit deinem Chef eine Vereinbarung treffen. Weil du dir sicher bist, dass du verreisen wirst, ist es nicht entscheidend, dass sich alle Details genauso erfüllen, wie du es dir vorgestellt hast.

Es kann sein, dass sich dein Abreisetermin etwas verschiebt oder dass du „nur“ vier statt sechs Wochen reisen wirst. Das sind jedoch alles Details, über die du gerne verhandelst.

Denn Langstreckenflüge sind drei Monate vor Abflug am günstigsten, und Unterkünfte buchst du als Backpacker erst kurz vorher oder direkt vor Ort.

Bitte deinen Chef um ein Gespräch und sag ihm, dass du im Anschluss an deine zwei Wochen Ferien vier weitere Wochen unbezahlte Ferien für eine längere Reise nehmen möchtest.

Du planst nämlich, sechs Wochen zu verreisen. Du möchtest die fantastische Natur sehen, Surfstunden nehmen und einen Tauchschein machen – und das geht alles leider nicht in nur zwei Wochen.

Während du vom Strand, den Wasserfällen und dem Meer erzählst, fühlt es sich für dich an, als wärst du bereits da.

Versuche, deinen Chef auf der Gefühlseben zu erreichen, dann, wenn er einen guten Tag hat und sich etwas Zeit nehmen kann.

Versprich ihm, dass du mit deinen Kollegen einen Weg findest, wie ihr deine Abwesenheit gestaltet, und dass er sich keine Sorgen deswegen machen muss.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es klappen wird. Wenn du deine Stellung beim Chef vorab verbessern möchtest, lies, wie du deine Arbeit effektiver gestalten kannst.

Du hast dir eine Langzeitreise verdient! Wenn du deine Einstellung nur ein klein wenig änderst, kannst du Reisen und Arbeiten kombinieren.


Verhandle mit deinem Chef über dein geplantes Reiseprojekt. (Bild: © auremar - shutterstock.com)

Verhandle mit deinem Chef über dein geplantes Reiseprojekt. (Bild: © auremar – shutterstock.com)


Die Schritte in der Zusammenfassung:

1. Reisekonto anlegen und Dauerauftrag einrichten

Lerne, deine Ausgaben und dein Leben um das Reisen herum zu arrangieren.

2. Sechs Wochen in deinem Kalender blockieren

Hänge einen Zettel mit dem Datum auf, der dich jeden Tag an deine Reise erinnert.

3. Deine Reise im Gedanken machen

Erschaffe im Geist ein Bild von deiner Reise, lass ein Gefühl davon entstehen.

4. Freunden davon erzählen

Du wirst viel Unterstützung erfahren, ignoriere die gut gemeinten „Warnungen“.

5. Mit dem Chef verhandeln

Details sind nicht wichtig, der grosse Plan ist entscheidend!

Fazit

Reisen ist eine Kopfsache! Die Einstellung zum Geld, Arbeit und Reisen lässt sich mit ein paar Tipps ändern.

Aus Erfahrung weiss ich, dass einen Geld und Karriere blind machen können und Träume dabei auf der Strecke bleiben. Deshalb möchte ich Menschen vor diesem Fehler bewahren und ihnen dabei helfen, mehr Zeit in Erinnerungen zu investieren.

Ich freue mich, wieder von euch zu hören!

Viele Grüsse, euer

Daniel

 

Oberstes Bild: © potowizard – shutterstock.com

Über Daniel Jeschke

Daniel Jeschke ist gelernter Webdesigner mit professioneller Fotografie-Erfahrung. Er ist als digitaler Nomade in der ganzen Welt zu Hause und betreibt mehrere Themen-Blogs. So schreibt er über das Thema "Sabbaticals" auf dem Blog sabbaticalbackpacking.com. Ein Teil seiner Fotos entstehen während seiner Reisen. In den Reisfotografien vermischt sich Reisedokumentation mit People- und Lifestyle-Touch.


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