10 geschichtsträchtige europäische Orte

19.04.2020 |  Von  |  News

Von der Antike bis heute prägen zahlreiche Ereignisse die europäische Geschichte. Historische Orte machen die Vergangenheit lebendig und zeigen uns wichtige Meilensteine auf dem Weg in die Moderne.

Wir haben zehn geschichtsträchtige europäische Schauplätze zusammengestellt, die einen Besuch wert sind.

 

1. Olympia

Im antiken Olympia auf der griechischen Halbinsel Peleponnes begeben Sie sich auf die Spuren des Göttervaters Zeus. Einst wurden hier 776 v. Chr. die ersten Olympischen Spiele zu seinen Ehren ausgetragen. Alle vier Jahren trafen sich Athleten aus allen griechischen Regionen, um sich in verschiedenen Sportarten zu messen. Heute präsentiert sich das weitläufige Gelände mit zahlreichen Überresten und Ausgrabungen. Der Zeustempel, der Heratempel und das Philippeion sind einige der beeindruckenden Stätten aus vorchristlicher Zeit. Sehr interessant ist auch ein Rundgang durch das zugehörige archäologische Museum, in dem zahlreiche Ausgrabungsfunde ausgestellt sind.


Überreste des Philipeions in Olympia. (Bild: Leonid Andronov – shutterstock)


2. Akropolis

Die Akropolis thront hoch über der griechischen Hauptstadt Athen. Akropolis bedeutet nichts anderes als Burgberg oder Wehranlage, nahezu jede antike griechische Stadt verfügte über ein entsprechendes Bauwerk. Die bekannteste Akropolis ist sicherlich die Anlage in Athen. Erste Besiedlungen gab es an Stelle der Akropolis bereits im 14 Jahrhundert v. Chr. Die Anlage erlebte eine wechselvolle Geschichte  und wurde im Laufe der Zeit immer wieder zerstört. Das heutige Aussehen erhielt das Bauwerk unter der Herrschaft um 448 v. Chr. Bekanntester Teil der Anlage ist der Parthenon, ein Tempel, der zu Ehren der Göttin Athene errichtet wurde.


Parthenon Tempel auf der Akropolis. (Bild: Samot – shutterstock)


3. Kolosseum

Das Kolosseum in Rom ist das grösste Amphitheater der Welt. Kaiser Vespasian veranlasste den Bau im Jahr 72 n. Chr. Bereits acht Jahre später wurde das gigantische Bauwerk eröffnet. Das Kolosseum bot bis zu 60’000 Zuschauern Platz. Das damals entwickelte Gang- und Eingangssystem wird noch heute beim Bau von Stadien verwendet. Anlässlich der Eröffnung feierten die Bürger 100 Tage Brot und Spiele,  Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen und Seeschlachten waren Teil des Unterhaltungsprogramms. Eine spezielle Konstruktion ermöglichte sogar das Fluten des Bodens, damit die Seeschlachten im Wasser ausgetragen werden konnten.


Kolosseum, Überreste der riesigen Arena. (Bild: Nicola Forenza – shutterstock)


4. Tower

Der Londoner Tower birgt zahlreiche Geheimnisse und Geschichten. Die im Jahr 1086 von Wilhelm dem Eroberer erbaute Festung ist eng mit dem britischen Königreich verbunden. Bekannt ist der Tower vor allem als Gefängnis und die bekannten Persönlichkeiten, die hier festgehalten und zum Teil auch hingerichtet wurden. Unter anderem verloren mit Anne Boleyn und Catherine Howard zwei Ehefrauen Heinrichs VIII. hier ihr Leben. Heute ist der Tower eine der Top-Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt. Im Inneren der historischen Räumlichkeiten erfahren Besucher  Wissenswertes über die Geschichte der einmaligen Festung und haben Gelegenheit, einen Blick auf die britischen Kronjuwelen zu werfen.


Blick auf den Londoner Tower. (Bild: Salparadis – shutterstock)



5. Brandenburger Tor

Der preussische König Friedrich Wilhelm II. liess das Brandenburger Tor zwischen 1788 und 1791 als Berliner Stadttor errichten. Im Jahr 1806 wurde die Quadriga auf Veranlassung Napoleos abmontiert  und nach Paris geschaffen, nachdem die Preussen den Krieg gegen Frankreich verloren hatten. Im Jahr 1814 kehrte das Kunstwerk nach den Befreiungskriegen zurück an seinen ursprünglichen Standort. Danach wurde das Tor immer wieder Schauplatz von Siegesfeiern, auch Militärparaden wurden abgehalten. Nach der deutschen Teilung und dem Mauerfall im Jahr 1989 wurde das Brandenburger Tor zum Symbol für die deutsche Einheit.


Brandenburger Tor als Symbol der deutschen Einheit. (Bild: unknown1861 – shutterstock)


6. Frauenkirche

Die Dresdner Frauenkirche wurde zwischen 1726 und 1743 als einer der größten Sakralbauten der Welt erbaut. An Stelle der Kirche gab es bereits seit dem 11. Jahrhundert eine Missionskirche, die dazu diente, umliegende sorbische Dörfer zum Christentum zu bekehren. Im Laufe der Zeit wurde der Kirchenbau mehrfach vergrössert und umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bei einem Luftangriff komplett zerstört. In den Jahren danach  erinnerte die Ruine der Frauenkirche als Mahnmal an die Schrecken des Krieges und wurde zum Symbol der Friedensbewegung. In einem einmaligen Wiederaufbauprojekt wurde die Kirche schliesslich zwischen 1993 und 2005 nach historischem Vorbild wieder aufgebaut.



7. Place de la Bastille

Der Sturm auf die Bastille in Paris im Jahr 1789 markiert den Beginn der Französischen Revolution und das Ende der Monarchie. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde das damals als Gefängnis dienende Gebäude abgerissen. Seitdem ist der Platz untrennbar mit der Geschichte Frankreichs verbunden. Auf dem Platz gibt es heute nur wenige Erinnerungen an die einstige Festung. Wer genau hinschaut, erkennt auf dem Boden eine Linie, die den einstigen Standort markiert. In der Mitte des Platzes reckt sich die Julisäule, die an die Juli-Revolution im Jahr 1830 erinnert, 50 Meter in die Höhe.


Julisäule auf dem Place de la Bastille. (Bild: Dennis van de Water – shutterstock)


8. Schloss von Versaille

Ähnlich wie der Place de la Bastille ist auch das Versailler Schloss eng mit der französischen Geschichte verbunden. Bis zur Revolution im Jahr 1789 war das prächtige Schloss, das aus einem kleinen Jagdschloss entstand, Hauptresidenz der französischen Könige und stand als Symbol für den Absolutismus. Das Schloss war damals kultureller und politischer Mittelpunkt des Landes. Die riesige Anlage diente zahlreichen anderen europäischen Palästen als Vorbild, verschlang jedoch auch Unsummen an Geld. Heute dient die Schlossanlage as Museum und ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Landes.


Prunkvolle Schlossanlage von Versaille. (Bild: Mistervlad – shutterstock)


9. Alhambra

Die Alhambra im spanischen Granada wurde im 13. und 14. Jahrhundert im maurischen Stil errichtet. An Stelle der riesigen Burganlage gab es bereits in vorrömischer Zeit erste Besiedlungen. Mohammed I. gründete im Jahr 1241 die Dynastie der Nasriden und liess eine Zitadelle errichten. Im Laufe der Zeit wurde das Bauwerk stetig erweitert und nach der Vertreibung der Mauren übernahmen die spanischen Könige die Festung. Während der Herrschaft der Bourbonen verfiel die Anlage, wurde aber ab dem 19. Jahrhundert wieder vermehrt genutzt. Heute ist die Alhambra ein wahrer Touristen-Hotspot und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Region.


Prächtige Alhambra in Grenada. (Bild: kavalenkau -shutterstock)


10. Wenzelsplatz

Der Prager Wenzelsplatz ist einer der grössten europäischen Plätze und untrennbar mit der Geschichte Tschechiens verbunden. Im Jahr 1918 wurde hier die Gründung der Tschechischen Republik verkündet, während des Prager Frühlings rollten sowjetische Panzer über den Wenzelsplatz. Im Jahr 1989 wurde hier während der sogenannten Samtenen Revolution das Ende des kommunistischen Regimes eingeläutet. Heute ist der Wenzelsplatz mit seinen sehenswerten Hausfassaden im Jugendstil ein beliebter Treffpunkt.


St. Wenzels-Denkmal auf dem Wenzelsplatz. (Bild: ArTono – shutterstock)


 

Titelbild: Kite_rin – shutterstock

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


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