Aarau: Altstadt, Architektur, Aare, Kultur, Hotels und Wirtschaft im Porträt

Aarau besitzt weder die Grösse Zürichs noch die monumentale Kulisse Berns. Gerade darin liegt der Reiz. Die Aargauer Hauptstadt verbindet eine kompakte Altstadt mit bemalten Dachgiebeln, bedeutenden Museen, einem starken Wirtschaftsstandort und überraschend viel Natur entlang der Aare.

Ende 2025 lebten 22’892 Menschen in Aarau. Gleichzeitig bietet die Stadt rund 33’000 Arbeitsplätze. Diese Zahlen zeigen, dass Aarau weit über seine Gemeindegrenzen hinaus als Verwaltungs-, Gesundheits-, Bildungs- und Wirtschaftszentrum wirkt. Auf einer Fläche von lediglich 12,34 Quadratkilometern liegen Altstadt, Bahnhof, Museen, Aareufer und Einkaufsstrassen bequem beieinander.

Eine kleine Hauptstadt mit kurzen Wegen

Aarau liegt zwischen den grossen Schweizer Wirtschaftsräumen Zürich, Basel, Bern und Luzern. Der Bahnhof gehört zu den wichtigen Knotenpunkten auf der Ost-West-Achse. Das macht die Stadt sowohl für Pendler als auch für Tagesgäste gut erreichbar.

Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten zu Fuss bis in die Altstadt. Unterwegs verändert sich das Stadtbild deutlich. Rund um den Bahnhof dominieren moderne Geschäftshäuser, Verwaltungsbauten und Einkaufsmöglichkeiten. Dahinter folgen die repräsentativen Gebäude der Bahnhofstrasse und der Laurenzenvorstadt. Schliesslich beginnt die kleinteilige historische Altstadt.

Auch die Aare ist rasch erreicht. Sie fliesst unmittelbar nördlich des Zentrums vorbei und bildet zusammen mit dem Schachen, den Uferwegen und den umliegenden Wäldern den wichtigsten Naherholungsraum der Stadt.

Von den Kyburgern zur ersten Hauptstadt der Schweiz

Die Gründung Aaraus wird auf das Jahr 1248 datiert. Verantwortlich waren die Grafen von Kyburg, die an strategisch günstiger Lage oberhalb der Aare eine befestigte Stadt anlegen liessen. Nach dem Aussterben der Kyburger gelangte Aarau unter habsburgische Herrschaft. Ab 1415 gehörte die Stadt zum bernischen Untertanengebiet.

Ein kurzes, aber bedeutendes Kapitel begann 1798. Nach dem Einmarsch französischer Truppen wurde Aarau zum politischen Zentrum der neu gegründeten Helvetischen Republik bestimmt. Am 12. April 1798 wurde die Republik vom Balkon des Rathauses aus verkündet.

Für rund fünf Monate war Aarau damit Regierungssitz und faktisch die erste Hauptstadt eines schweizerischen Gesamtstaates. In der Laurenzenvorstadt sollte ein repräsentatives Regierungsviertel entstehen. Die hochfliegenden Pläne wurden jedoch aufgegeben, als die Behörden ihren Sitz nach Luzern verlegten.

Das Haus zum Schlossgarten, in dem damals Regierung und Verwaltung untergebracht waren, beherbergt heute das Forum Schlossplatz. Ausstellungen und Veranstaltungen greifen gesellschaftliche, politische und kulturelle Fragen auf.

Die Altstadt und ihre bemalten Dachhimmel

Das bekannteste Merkmal Aaraus befindet sich nicht auf Augenhöhe. Rund 90 reich bemalte Dachuntersichten schmücken die Häuser der Altstadt. Sie zeigen Ornamente, Wappen, Figuren, Tiere und weitere Motive. Dieser Besonderheit verdankt Aarau den Beinamen «Stadt der schönen Giebel».

Nicht alle Bemalungen stammen aus der Bauzeit der Häuser. Viele wurden später erneuert, ergänzt oder neu geschaffen. Bei Restaurierungen kommen gelegentlich ältere Farbschichten zum Vorschein. Die Dachhimmel erzählen deshalb nicht nur von historischem Handwerk, sondern auch vom sich wandelnden Umgang mit der Altstadt.

Besonders gut lässt sich dieses Zusammenspiel in Rathausgasse, Kronengasse, Kirchgasse, Metzgergasse und Pelzgasse beobachten. Wer langsam geht und regelmässig nach oben blickt, entdeckt wesentlich mehr als bei einem schnellen Gang durch die Einkaufsstrassen.


Rund 90 bemalte Dachuntersichten haben Aarau den Beinamen «Stadt der schönen Giebel» eingebracht. Viele Motive erschliessen sich erst, wenn Besucher bewusst nach oben schauen.

Obertorturm, Rathaus und Stadtkirche

Der Obertorturm gehört zu den wichtigsten Wahrzeichen Aaraus. Sein ältester Teil entstand im 13. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde der Turm aufgestockt und als Wohn- und Wachtturm genutzt. Er gilt als höchster erhaltener mittelalterlicher Stadtturm der Schweiz.

Im Inneren sind ehemalige Gefängnisräume, die Turmwächterwohnung und ein historisches Uhrwerk erhalten. Dieses wird bis heute von Hand aufgezogen. Der Turm ist nicht frei zugänglich, kann aber im Rahmen bestimmter Führungen besichtigt werden. Dabei müssen zahlreiche Treppen bewältigt werden.

Auch das Rathaus enthält einen mittelalterlichen Kern. Der sogenannte Turm Rore war ursprünglich eine kleine Burg innerhalb der Stadt. Aarau erwarb das Gebäude 1515 und baute es schrittweise zum Rathaus aus.

Die Stadtkirche entstand zwischen 1471 und 1478. Das spätgotische, dreischiffige Gebäude folgt in seiner schlichten Gestaltung der Architektur mittelalterlicher Bettelorden. Seit der Reformation dient es der reformierten Kirchgemeinde.

Vom Stadtgraben zur Flaniermeile

Der heutige Graben war einst Teil der Stadtbefestigung. Der Verteidigungsgraben erreichte eine Breite von rund 20 Metern und war stellenweise bis zu fünf Meter tief. Im Jahr 1820 wurde er aufgefüllt.

Heute stehen hier Platanen, Sitzgelegenheiten und Restaurantterrassen. Der Graben ist zudem Standort des Wochenmarkts und verschiedener Veranstaltungen. Damit hat sich ein früher militärischer Schutzraum in eine der belebtesten Flanierzonen Aaraus verwandelt.

Sehenswert sind auch die Halde und die Golattenmattgasse. Die geschlossenen Häuserzeilen vermitteln einen besonders guten Eindruck vom spätmittelalterlichen Stadtbild. Pflastersteine und Steigungen können für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen allerdings stellenweise anspruchsvoll sein.

Ein frühindustrielles Denkmal unter dem Bahnhof

Unter Aarau verbirgt sich ein weit verzweigtes Stollensystem. Der Industrielle Rudolf Meyer Sohn liess die Meyerschen Stollen zwischen 1791 und etwa 1811 anlegen. Die bekannten Abschnitte erreichen zusammen ungefähr 1,7 Kilometer.

Das System sammelte sauberes Grundwasser und leitete es zu den gewerblichen Anlagen der Familie Meyer. Es ist ein aussergewöhnliches Zeugnis der frühen Industrialisierung und zeigt, welche technischen Lösungen Unternehmer bereits vor mehr als 200 Jahren entwickelten.

Einen Zugang besitzt der Bahnhof Aarau. Drei Stockwerke unter der Erde informiert der «Aufschluss Meyerstollen» über Bau, Nutzung und Wiederentdeckung der Anlage. Ein kurzer Abschnitt kann zu bestimmten Zeiten besichtigt werden. Da Öffnungstage und Führungen wechseln können, empfiehlt sich vor dem Besuch eine Kontrolle beim Stadtmuseum.

Drei Museen mit sehr unterschiedlichen Blickwinkeln

Das Aargauer Kunsthaus gehört zu den bedeutendsten Museen für Schweizer Kunst. Seine Sammlung umfasst mehr als 21’000 Werke vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Vertreten sind unter anderem Johann Heinrich Füssli, Caspar Wolf, Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und zahlreiche zeitgenössische Künstler.

Auch architektonisch lohnt sich der Besuch. Der ursprüngliche Museumsbau wurde 1959 eröffnet. Die gemeinsam mit dem Künstler Rémy Zaugg entwickelte Erweiterung von Herzog & de Meuron kam 2003 hinzu. Alt- und Neubau bilden heute ein zurückhaltendes, lichtreiches Ensemble.

Das Stadtmuseum befindet sich im mittelalterlichen Schlössli und einem modernen Erweiterungsbau. Seine Sammlung umfasst rund 60’000 Objekte. Die Dauerausstellung «100x Aarau» erzählt Stadtgeschichte anhand ausgewählter Gegenstände, Bilder und Persönlichkeiten.

Das Naturama widmet sich der Naturgeschichte und den Lebensräumen des Kantons Aargau. Tiere, Pflanzen, Fossilien, Landschaften und ökologische Zusammenhänge werden anschaulich vermittelt. Gerade für Familien und bei schlechtem Wetter ist das Museum eine gute Ergänzung zur Altstadt.

Aare, Schachen und Stadtwald

Wenige Gehminuten von den historischen Gassen entfernt beginnt eine deutlich ruhigere Seite Aaraus. Spazier- und Velowege führen entlang der Aare durch Ufergehölze, offene Flächen und Sportanlagen.

Der Schachen ist der wichtigste Sport- und Veranstaltungsraum der Stadt. Hier befinden sich unter anderem das Freibad, Leichtathletikanlagen, Reitsportanlagen und grosse Freiflächen. Das Freibad Schachen verfügt über acht 50-Meter-Bahnen, eine 40 Meter lange Rutschbahn, ein Kinderbecken, Liegewiesen und Beachvolleyballfelder.

Wer direkt an der Aare unterwegs ist, sollte die Strömung nicht unterschätzen. Wasserstand, Temperatur und Fliessgeschwindigkeit können sich verändern. Zum Schwimmen sind kontrollierte Badeanlagen für ungeübte Personen und Familien die sicherere Wahl.


Rund 90 bemalte Dachuntersichten haben Aarau den Beinamen «Stadt der schönen Giebel» eingebracht. Viele Motive erschliessen sich erst, wenn Besucher bewusst nach oben schauen.

Der Wildpark Roggenhausen als Familienziel

Am westlichen Stadtrand liegt der Wildpark Roggenhausen in einem bewaldeten Tal. Das rund 15 Hektaren grosse Gelände beherbergt vor allem einheimische und in Europa verbreitete Wildtiere. Dazu gehören Hirsche, Wildschweine, Steinböcke und Murmeltiere.

Der Eintritt ist kostenlos. Spazierwege, Spielmöglichkeiten und Feuerstellen machen den Park zu einem unkomplizierten Halbtagesziel. Hunde müssen an der Leine geführt werden. Gefüttert werden dürfen die Tiere nur mit dem dafür vorgesehenen Futter.

Für Familien lässt sich der Wildpark gut mit dem Naturama oder einem kurzen Rundgang durch die Altstadt verbinden. Wer mehr Bewegung sucht, kann den Ausflug über Waldwege in Richtung Eppenberg oder Schachen verlängern.

Albert Einstein und die Alte Kantonsschule

Aarau besitzt eine bemerkenswerte Bildungsgeschichte. Die Alte Kantonsschule wurde 1802 gegründet und gilt als erstes nicht kirchlich getragenes Gymnasium der Schweiz.

Ihr bekanntester ehemaliger Schüler ist Albert Einstein. Er besuchte die Schule 1895 und 1896, bevor er sein Studium am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich aufnahm. In Aarau lebte er bei der Familie Winteler. Die im Vergleich zum deutschen Schulsystem freiere Unterrichtskultur soll bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Zum Gebäudeensemble gehören Bauten aus unterschiedlichen Zeiten. Besonders auffällig ist der neoklassizistische Flügel von 1916 mit seiner Sternwarte. Die Schule ist weiterhin in Betrieb und kann deshalb nicht wie ein gewöhnliches Museum frei besichtigt werden.

Mit dem Zentrum für Demokratie Aarau besitzt die Stadt zudem eine Forschungs- und Bildungseinrichtung, die sich mit Demokratie, politischer Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe beschäftigt. Beteiligt sind unter anderem die Universität Zürich und die Fachhochschule Nordwestschweiz.

Kultur zwischen Kunsthaus, Konzertsaal und Fabrikhalle

Für eine Stadt dieser Grösse bietet Aarau ein ungewöhnlich dichtes Kulturprogramm. Neben Kunsthaus, Stadtmuseum und Naturama spielen kleinere Institutionen eine wichtige Rolle.

Das KIFF entstand in einer ehemaligen Futterfabrik und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Konzertorte des Kantons. Auf dem Programm stehen Rock, Pop, Hip-Hop, elektronische Musik und weitere Stilrichtungen.

Bühne Aarau verbindet Theater, Tanz, zeitgenössischen Zirkus und Musik. Gespielt wird unter anderem in der Tuchlaube und an weiteren Orten der Stadt. Das Forum Schlossplatz ergänzt das Angebot mit thematischen Ausstellungen und Veranstaltungen.

Auch die Stadtbibliothek, das Aargauer Literaturhaus und verschiedene Galerien tragen dazu bei, dass Kultur in Aarau nicht nur an wenigen grossen Häusern stattfindet.

Maienzug und Bachfischet

Zwei Traditionen sind besonders eng mit Aarau verbunden. Der Maienzug wird jeweils am ersten Freitag im Juli gefeiert. Seine Geschichte reicht bis 1587 zurück. Im Mittelpunkt stehen die Schulkinder, ein festlicher Umzug und das gemeinsame Bankett.

Der Bachfischet ist bereits 1526 schriftlich belegt. Ursprünglich wurde dabei der Stadtbach für Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten trockengelegt. Nach Abschluss der Arbeiten begleiteten Kinder das zurückkehrende Wasser mit Lichtern und Gesang. Daraus entwickelte sich ein bis heute gepflegter Brauch.

Der jährliche Rüeblimärt zeigt eine kulinarischere Seite der Stadt. Produzenten und Händler bieten Rüebli in zahlreichen Sorten sowie Backwaren, Konfitüren, Gemüse und handwerkliche Produkte an. Die bekannte Aargauer Rüeblitorte darf dabei selbstverständlich nicht fehlen.

Ein Arbeitszentrum mit Verwaltung, Gesundheit, Energie und Medien

Aarau zählt mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Als Kantonshauptstadt beherbergt die Stadt einen grossen Teil der kantonalen Verwaltung sowie Gerichte, Verbände und öffentliche Einrichtungen.

Das Kantonsspital Aarau gehört zu den grössten Arbeitgebern der Region. Im Jahr 2025 beschäftigte die KSA-Gruppe knapp 5’000 Mitarbeiter. Neben der medizinischen Versorgung besitzt der Standort eine wichtige Funktion für Ausbildung und Forschung.

Swissgrid, die nationale Netzgesellschaft, hat ihren Hauptsitz in Aarau. Von hier aus werden zentrale Aufgaben rund um das schweizerische Höchstspannungsnetz wahrgenommen. Ebenfalls in Aarau ansässig ist CH Media, eines der grossen Schweizer Medienunternehmen.

Hinzu kommen Banken, Versicherungen, Beratungsunternehmen, Bildungsanbieter, Detailhandel, Gastronomie und zahlreiche kleinere Gewerbebetriebe. Die wirtschaftliche Rolle Aaraus wird im Beitrag über den Kanton Aargau als Wirtschafts- und Lebensraum in den grösseren regionalen Zusammenhang eingeordnet.


Der Bahnhof verbindet Aarau mit den grossen Zentren des Mittellands. Seine moderne Architektur setzt einen bewussten Kontrast zur historischen Altstadt.

Sportstadt mit Fussball- und Reittradition

Der FC Aarau gehört zu den bekanntesten sportlichen Aushängeschildern der Region. Seine Heimspiele trägt der Verein im Stadion Brügglifeld aus. Das traditionsreiche Stadion liegt unmittelbar ausserhalb der Stadtgrenze auf dem Gemeindegebiet von Suhr.

Im Schachen besitzt auch der Pferdesport eine lange Tradition. Die Rennbahn wird für nationale Renntage und weitere Veranstaltungen genutzt. Leichtathletik, Schwimmen, Eissport, Klettern, Skaten und zahlreiche Vereinssportarten ergänzen das Angebot.

Wer selbst aktiv sein möchte, findet entlang der Aare flache Lauf- und Velostrecken. Im Gönhardwald steht zudem ein öffentlich zugänglicher Vitaparcours zur Verfügung.

Übernachten zwischen Altstadt und Bahnhof

Die überschaubare Grösse der Stadt macht die Wahl der Unterkunft einfach. Fast alle zentral gelegenen Hotels befinden sich in Gehdistanz zu Altstadt, Bahnhof und Aare.

Das Hotel Kettenbrücke liegt am Rand der Altstadt nahe der Aare. Das Viersternehotel verfügt über 24 Zimmer und drei Suiten sowie ein Restaurant und eine Dachterrasse.

Direkt beim Bahnhof befindet sich das Hotel Aarauerhof mit 75 Zimmern. Es eignet sich besonders für Gäste, die mit dem Zug anreisen oder Aarau als Ausgangspunkt für weitere Ziele im Aargau nutzen möchten.

Der Gasthof zum Schützen verbindet Hotel und Restaurant im Schachenquartier. Eine kleinere Alternative ist das Bed and Breakfast zum Graf in einem renovierten Altstadthaus, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht.

Weitere Anregungen für eine Reise durch die Region bietet der Beitrag über Sehenswürdigkeiten, Hotels und Genuss im Kanton Aargau. Preise, Verfügbarkeit und aktuelle Leistungen sollten direkt bei den Unterkünften geprüft werden.

Aarau auf dem Teller

Die Aarauer Gastronomie reicht von Cafés und einfachen Mittagslokalen bis zu klassischen Gasthäusern und gehobenen Restaurants. Besonders viele Lokale liegen in der Altstadt, am Graben und entlang der Verbindung zum Bahnhof.

Das Mürset verbindet Brasserie, Weinstube und Restaurant. Die Laterne befindet sich in einem historischen Gebäude in der Altstadt und setzt auf saisonale Gerichte. Daneben prägen internationale Küchen, Bars, Bäckereien und kleinere Cafés das Angebot.

Wer regionale Produkte sucht, wird am Wochenmarkt fündig. Käse, Gemüse, Brot, Fleischwaren und weitere Erzeugnisse stammen teilweise direkt aus dem Aargau und den angrenzenden Regionen.

So lässt sich Aarau sinnvoll kennenlernen

Für einen Tagesausflug empfiehlt sich ein Rundgang vom Bahnhof durch die Laurenzenvorstadt zum Aargauer Kunsthaus. Anschliessend führt der Weg über den Graben zum Obertorturm und weiter durch die Altstadt. Nach dem Mittagessen bleiben Zeit für das Stadtmuseum, das Naturama oder einen Spaziergang an der Aare.

Familien können am Vormittag das Naturama besuchen und am Nachmittag in den Wildpark Roggenhausen fahren. Im Sommer bietet sich stattdessen die Kombination aus Altstadt und Freibad Schachen an.

Bei einem Wochenende lohnt es sich, einen ganzen Tag für Aarau einzuplanen und am zweiten Tag die Umgebung zu erkunden. Schloss Lenzburg, Schloss Wildegg, die Habsburg, der Jurapark Aargau und die Auenlandschaften bei Brugg sind gut erreichbare Ziele.

Dank der kurzen Wege ist innerhalb der Stadt kein Auto nötig. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, erreicht die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuss oder mit dem Bus. Öffnungszeiten von Museen, Führungen und saisonalen Angeboten sollten vorab geprüft werden.

Video-Tipp: Ein ausführlicher Spaziergang durch Aarau

Der längere Stadtrundgang führt ohne hektische Schnitte durch Aarau und vermittelt einen realistischen Eindruck von Gassen, Plätzen, Gebäuden und Alltagsleben. Das Video ist im Querformat aufgenommen und eignet sich gut als visuelle Ergänzung zum Artikel.



Fazit

Aarau ist klein genug für spontane Entdeckungen und bedeutend genug für ein vielseitiges Wochenende. Bemalte Dachhimmel, mittelalterliche Türme und die kurze Zeit als erste Hauptstadt verleihen der Stadt historische Tiefe. Kunsthaus, Stadtmuseum, Naturama und Kulturbetriebe sorgen für ein Angebot, das über die Grösse Aaraus hinausweist.

Gleichzeitig bleibt die Natur nah. Wenige Minuten nach einem Museumsbesuch steht man an der Aare, im Schachen oder auf einem Waldweg. Diese Verbindung aus Altstadt, Architektur, Kultur, Wirtschaft und Erholung macht Aarau zu mehr als einem Verwaltungszentrum. Es ist eine Stadt, die ihren Charakter nicht laut ankündigt, sondern beim genauen Hinsehen zeigt.

 

Bildquellen: Bild 1: © Borisb17/Shutterstock.com; Bilder 2–4: © J Judith Linine/Shutterstock.com.

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