Abgeschieden, schaurig oder luxuriös: 5 aussergewöhnliche Hotels für jeden Geschmack

18.03.2014 |  Von  |  Alle Länder
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Abgeschieden, schaurig oder luxuriös: 5 aussergewöhnliche Hotels für jeden Geschmack
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Jedes Hotel hat seinen eigenen Charakter – vom eleganten Boutique-Hotel über opulente Fünf-Sterne-Anlagen bis hin zum rustikalen Bed & Breakfast. Daneben laden aber auch einige ganz besondere Hotels zu einem Besuch ein, in denen die Übernachtung zum unvergesslichen Erlebnis wird.

Wohnen unter Wasser oder hoch über spektakulären Klippen, in jahrhundertealten Palästen oder in Räumen aus Schnee und Eis, die jedes Jahr aufs Neue entstehen: In diesen fünf aussergewöhnlichen Hotels betreten die Gäste eine völlig neue Welt. Und sie haben selbst die Wahl, ob sie wie ein König residieren, die Einsamkeit unberührter Naturlandschaften geniessen oder die Nacht bei Wasser und Brot hinter Gittern verbringen müssen.

Unvergleichliches Panorama: Heceta Head Lighthouse, Yachats, USA



Wohnen in einem Leuchtturm – das Erlebnis bieten nur wenige ausgesuchte Hotels. Der Leuchtturm von Heceta Heads ist jedoch auch unter diesen wenigen Einrichtungen noch etwas ganz Besonderes, denn der strahlend weisse Turm aus dem Jahr 1894 zählt zu den schönsten Leuchttürmen der Welt und gilt ausserdem als meistfotografierter Leuchtturm der USA. Spektakulär ist vor allem die Lage des Heceta Head Lighthouse hoch über einer Klippe, die freien Blick auf die atemberaubenden Küstenlandschaften von Oregon bieten.

Heceta Head Lighthouse in Oregon (Bild: Pinchof 2.0 / Wikimedia / CC)

Heceta Head Lighthouse in Oregon (Bild: Pinchof 2.0 / Wikimedia / CC)

Gäste des Heceta Head Bed & Breakfast wohnen nicht im Leuchtturm selbst, sondern im restaurierten Wärterhaus. Dafür haben sie die einmalige Gelegenheit, den Leuchtturm – bis heute in Betrieb – in den Abendstunden zu besuchen. In rund 60 m Höhe bietet das stärkste Leuchtfeuer an der Küste Oregons seinen Besuchern einen nächtlichen Ausblick, den sie wohl niemals vergessen werden.

Wohnen unter dem Meer: Utter Inn, Västerås, Schweden



Tagsüber im See baden, nachts unter Wasser schlafen – auf dem Mälarensee im südschwedischen Västerås ist das möglich. Was zunächst etwas skurril klingt, funktioniert so: Die Übernachtungsgäste werden im Hafen von Västerås mit dem Boot abgeholt und zu einem schwimmenden roten Holzhäuschen gebracht, wie sie zumindest an Land typisch für die schwedischen Ortschaften sind. Unter dem sichtbaren Häuschen ist das schwimmende Hotel mit komfortablen Zimmern ausgestattet, die freien Blick auf die Unterwasserwelt des Mälarensees bieten. Hier können die Gäste ihren Aufenthalt ganz allein in aller Abgeschiedenheit geniessen; ein Boot steht ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Utter Inn im Winter (Bild: Dependability / Wikimedia / CC)

Utter Inn im Winter (Bild: Dependability / Wikimedia / CC)




Das Utter Inn auf dem Mälarensee ist ein Kunstprojekt von Mikael Genberg und bietet Raum für zwei Gäste, die vom Bett aus einen Unterwasser-Panoramablick in alle Richtungen geniessen können. In der Deluxe-Version umfasst der Service noch ein opulentes Abendessen, das zu späterer Stunde mit dem Boot gebracht wird.



Ferien im Gefängnis: Karostas Cietums, Karosta, Lettland

Im lettischen Karosta geht es für Übernachtungsgäste in die Zelle. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Hotel Karostas Cietums ist in einem Militärgefängnis untergebracht, das seit seiner Entstehung um das Jahr 1900 praktisch unverändert geblieben ist. Besucher des Hotels müssen sich nicht nur mit dem geringen Komfort längst vergangener Zeiten arrangieren, sondern begegnen bei ihrem Aufenthalt auch düsteren Gestalten und unerklärlichen Phänomenen wie Zellentüren, die sich von selbst öffnen, oder grundlos erlöschenden Lichtern.

Düstere Unterkunft: Gefängnis-Hotel Karostas Cietums (Bild: Algirdas / Wikimedia / CC)

Düstere Unterkunft: Gefängnis-Hotel Karostas Cietums (Bild: Algirdas / Wikimedia / CC)

In Karostas Cietums schlafen die Gäste auf Eisenbetten oder Holzpritschen, zu Essen gibt es echte Gefängnis-Kost. Wem das alles noch nicht genug der Aufregung ist, kann bei Führungen, Live-Spektakeln und Nacht-Shows einmal selbst in die Rolle eines der Häftlinge schlüpfen, die noch bis 1997 in Karosta Cietums untergebracht waren.

Vergängliche Schönheit: Schneehotel LumiLinna, Kemi, Finnland

Einmal im Jahr entsteht im finnischen Norden ein aussergewöhnliches Hotel, und dieses Hotel – erbaut aus Schnee und Eis – hat naturgemäss eine begrenzte Lebensdauer. Wer die LumiLinna besucht, kann sich also sicher sein, seine Ferien in einer wirklich einzigartigen Unterkunft zu verbringen. LumiLinna bedeutet auf Deutsch Schneeburg, und tatsächlich ist die LumiLinna die grösste vollständig aus Schnee errichtete Burg der Welt. Die 28 Zimmer des Schneehotels werden jedes Jahr nach einem anderen Motto auf höchstem architektonischen Niveau gestaltet.

Eisrestaurant im Schnee-Hotel LumiLinna (Bild: Art of Backpacking / Wikimedia / CC)

Eisrestaurant im Schnee-Hotel LumiLinna (Bild: Art of Backpacking / Wikimedia / CC)

Wer im Schneehotel von Kemi übernachtet, muss sich auf Temperaturen um die -5°C gefasst machen. Geschlafen wird daher auch mit Mütze und in einem mollig warmen Schlafsack, der für jeden Gast bereitliegt. Tagsüber laden das Eisrestaurant und die Eisbar des Hotels zu einem Besuch ein, während verliebte Paare in einer Eiskirche den Bund fürs Leben schliessen können.

Wohnen wie ein König: Neemrana Fort Palace, Indien

In diesem atemberaubenden Hotel haben sogar die Toiletten Panoramafenster, und die Aussicht vom Neemrama Fort Palace kann sich wirklich sehen lassen. Die prachtvolle Palastanlage wurde im Jahr 1464 errichtet und diente einst den lokalen Herrschern als Residenz, die in rund 120 km Entfernung von Neu Delhi die Landschaften Rajasthans in ihrer ganzen Schönheit genossen.





Neemrana Fort Palace in Rajasthan (Bild: Archit Ratan / Wikimedia / CC)

Neemrana Fort Palace in Rajasthan (Bild: Archit Ratan / Wikimedia / CC)

Die historische Befestigungsanlage des Neemrana Fort Palace bezaubern noch heute mit einer luxuriösen und opulenten Einrichtung, in der sich jeder Gast einmal wie ein König fühlen darf. Zwischen den sieben mächtigen Palastflügeln laden hängende Gärten, zwei Panorama-Pools und ein ayurvedischer Spa-Bereich zu einem Besuch ein, während Indiens erste Seilrutsche mutige Gäste direkt über das Hotel hinwegschweben lässt. Wer noch mehr indische Geschichte erleben möchte, kann unweit des Hotels einen neunstöckigen Stufenbrunnen besuchen, der einst als Karawanserei diente.

 

Oberstes Bild: Heceta Head Lighthouse (Bild: Dan Hershman / Wikimedia / CC)

Über Andrea Rathjen

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