Aosta – das Rom der Alpen: Kulturschätze entdecken und staunen

20.07.2018 |  Von  |  Europa, Italien, News
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Aosta – das Rom der Alpen: Kulturschätze entdecken und staunen
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Römerbauten umringt von Viertausendern: Das bietet die Stadt Aosta, die von der Schweiz über den Grossen St. Bernhard bestens erreicht werden kann. Der Hauptort des Aostatals birgt aber auch Kulturschätze aus anderen Epochen. Zudem lohnt ein Ausflug auf den Hausberg Pila.

Wohin man in Aosta auch blickt, überall weisen Spuren der Vergangenheit auf die antike Pracht der Römerstadt Augusta Praetoria hin. Die Hauptstadt der unabhängigen Region Valle d‘Aosta wurde im Jahre 25 vor Christus von den Römern an der Stelle gegründet, an der viele grössere Strassen zusammenliefen, die nach Frankreich und in die Schweiz führten.

Zu den wichtigsten Zeugnissen aus römischer Zeit gehören die Porta Praetoria, eines der wenigen römischen Stadttore weltweit, das noch vollständig erhalten ist, das Theater, der Kryptoportikus, der fast gänzlich intakte Gürtel der Stadtmauer, eine sehr gut erhaltene Villa vor der Stadt und der imposante Augustusbogen, der dem Kaiser Augustus gewidmet ist.

Kultur auf Schritt und Tritt

Noch weiter zurück in die Vergangenheit weist die Ausgrabungsstatte von Saint-Martin-de-Corleans. Megalithgräber, Dolmen, Menhire und Pflugspuren aus dem 5. Jahrhundert vor Christus zeugen von der frühen Besiedlung Aostas und reichen bis ins Megalithikum zurück. Wer durch die Strassen der Stadt schlendert, stösst aber auch auf Kulturdenkmaler des Mittelalters.

Zwei Meisterwerke der romanischen und gotischen Kunst sind die eindrucksvolle Kathedrale der Stadt, die an den Prunk der damaligen Mäzene erinnert, und die Kirche von Sant‘Orso. Die Kathedrale wartet mit ottonischen Fresken am Deckengewölbe, Mosaikfussboden, Chorstühlen aus Holz und einem Schatzmuseum auf. In der monumentalen Anlage von Sant‘Orso darf der malerische Kreuzgang Collegiata di Sant‘Orso nicht unerwähnt bleiben. Was das Handwerk Aostas angeht, so bietet der „Tausendjährige Jahrmarkt von Sant‘Orso“ alles nur Mögliche zu diesem Thema an: Ein authentisches Handwerksfest, das seit 1969 auch Anfang August als „Foire d‘été“ wiederholt wird.

Sommerfrische in Pila

Nur wenige Minuten von Aosta entfernt und mit einer schnellen 8er-Gondelbahn oder über eine bequeme Regionalstrasse zu erreichen, liegt auf 1800 Metern der Ort Pila. Pila ist bekannt für seine Wintersportmöglichkeiten, bietet aber auch im Sommer Abwechslung pur. Der Panorama-Blick reicht vom Mont Blanc bis hin zum Grand-Combin und vom Matterhorn bis hin zum Monte-Rosa-Massiv.

Wunderschone mit Alpenblumen übersäte Weiden laden zu Spaziergängen ein. Die ausgeschilderten Wanderwege sind für Familien ebenso geeignet wie für erfahrene Wanderer.

Auf der einen Seite findet man landschaftlich reizvolle, flache Bereiche für Gaste, die keinen Wert auf anstrengende Herausforderungen in grosser Höhe verspuren, auf der anderen Seite bieten sich Gipfel wie der Becca di Nona mit 3142 Metern, der Monte Emilius mit 3559 Metern sowie der Colle Tzasetze mit 2829 Metern Bergsteigern an, die sich an Klettertouren mittleren Schwierigkeitsgrads versuchen wollen. Reitstrecken und Mountainbike-Trails – darunter eine spektakuläre Abfahrtsstrecke – runden das Sommerangebot auf dem Hausberg von Aosta ab.

Gran Paradiso – der älteste Nationalpark Italiens

Der Nationalpark Gran Paradiso erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 70‘000 Hektaren und reicht von der Talsohle auf 800 Metern bis hinauf zum Gipfel des Gran Paradiso auf 4061 Metern. In den Dörfern Cogne, Valsavarenche und Rhemes-Notre-Dame unterhält der Park insgesamt drei Besucherzentren, in denen man zu jeder Jahreszeit die unterschiedlichen ökologischen Aspekte des Naturschutzgebietes erkunden kann. Darüber hinaus ist speziell im Juli ein Besuch im Botanischen Alpengarten „Giardino Alpino Paradisia“ zu empfehlen, wenn viele der über 1000 Pflanzenarten in voller Blüte stehen.

Die Geschichte des Nationalparks Gran Paradiso ist eng mit dem Schutz der hier lebenden Steinböcke verbunden. 1856 erklärte der damalige König Viktor Emanuel II. das Gebiet rund um den Gran Paradiso zum königlichen Jagdrevier – und bewahrte die Tiere somit vor der Ausrottung. König Viktor Emanuel III. stiftete das Naturreservat 1920 dem italienischen Staat, der es in einen Naturschutzpark verwandeln sollte.

Die Gründung des ersten italienischen Nationalparks erfolgte schliesslich zwei Jahre später, 1922. Es ist kaum möglich, eine Wanderung durch den Park zu unternehmen, ohne die hier lebenden Tiere wahrzunehmen – teilweise sogar aus nächster Nähe. Der Steinbock ist das Symbol des Parks. Er ist einigermassen zutraulich, man sieht ihn häufig beim Weiden. Neben dem Steinbock ist auch die Gämse stark vertreten – doch ist sie weitaus scheuer und daher sehr viel schwieriger zu beobachten. Ein weiterer putziger Bewohner ist das Murmeltier. Zu den Vogelarten zählen Raubvogel, wie der Steinadler, sowie zahlreiche kleine Sperlingsarten. Erst in jüngster Zeit wurden im Park wieder Bartgeier und Luchse gesichtet.

Weitere Informationen: www.lovevda.it/de


Aosta Collegiata Sant'Orso (Bild: © Enrico Romanzi)

Aosta Collegiata Sant’Orso (Bild: © Enrico Romanzi)


Bild: © Enrico Romanzi

Bild: © Enrico Romanzi


Cascate di Lillaz a Cogne (Bild: © Enrico Romanzi)

Cascate di Lillaz a Cogne (Bild: © Enrico Romanzi)


Gran Paradiso (Bild: © Maurice Chatelain)

Gran Paradiso (Bild: © Maurice Chatelain)


Radtour im Aostatal (Bild: © Fabrizio Charruaz)

Radtour im Aostatal (Bild: © Fabrizio Charruaz)


 

Quelle: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern
Artikelbild: Teatro Romano, Aosta © Enrico Romanzi

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