Aquatis Aquarium-Vivarium, Lausanne: Warum Flüsse fliegen können

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Welche Bedeutung haben Wälder im Kampf gegen den Klimawandel? Wie wirkt sich das kaum bekannte, für das globale Klima aber lebenswichtige Phänomens der „fliegenden Flüsse“ aus?

Darüber informiert bis am 28. Juni 2020 die Sonderausstellung „Fliegende Flüsse des Amazonasgebietes“ der Stiftung Aquatis im Aquatis Aquarium-Vivarium in Lausanne.

Der Regenwald im Amazonasgebiet ist weit mehr als CO2-Sensor und Schaufenster der Biodiversität. Sein Einfluss auf das kontinentale und globale Klima ist enorm. Ein wenig bekanntes, jedoch überlebenswichtiges Phänomen in der Region sind die „fliegenden Flüsse“: Der Wind trägt feuchte Luftmassen vom Atlantik zum Festland (1+2).

Der vom Amazonaswald produzierte Wasserdampf vermischt sich mit der feuchten Ozean-Luft (3). Das ist die eigentliche „Geburtsstunde“ der „Rio voadores“ (4), die sich auf den Weg machen zu den Gebirgsketten der Anden (5), zum Teil als Regen auf die Erde fallen und die Flüsse des Amazonasbeckens mit Wasser versorgen. Der restliche Teil treibt weiter Richtung Süden des Kontinents (6), in eine Region, die ohne fliegende Flüsse weit trockener wäre (siehe Grafik).



Regulator der Extreme

Die Ausstellung dokumentiert nicht nur die Entstehung dieser „fliegenden Flüsse“ und deren Bedeutung. Verdeutlicht wird die wichtige Rolle des Amazonaswaldes als Klimastabilisator, Luftreiniger, Wasserfilter und Regulator der klimatischen Extreme. Ausserdem zeigt die Ausstellung auf, welche fatalen Auswirkungen intensive Viehzucht und Landwirtschaft, exzessiver Holzhandel (Stichwort Brandrodungen) und massiver Bergbau auf die „fliegenden Flüsse“ haben. Einzelheiten zum Phänomen der „fliegenden Flüsse“ basieren auf Untersuchungen des Forscherpaares Gérard und Margi Moss (Schweiz/Brasilien) und des brasilianischen Biologen Antonio Donato Nobre.

Die umfassende, didaktische Präsentation (sie wird bis am 28. Juni 2020 gezeigt) richtet sich an ein breites Publikum. Sie bietet die einzigartige Gelegenheit, die Bedeutung des Regenwaldes im Amazonasgebiet und dessen komplexe Rolle für die Stabilität des geoklimatischen Systems kennenzulernen. Taktile Erlebnisse, spielerische Animationen, Illustrationen und Filme vertiefen die Inhalte.


Das Forscherpaar Margi und Gérard Moss (Bild: Margi Moss)

Das Forscherpaar Margi und Gérard Moss (Bild: Margi Moss)


Leicht erreichbar

Das Aquatis Aquarium-Vivarium und das gleichnamige Hotel liegen direkt an der Ausfahrt Lausanne-Vennes der A9. Aquatis verfügt über eine Tiefgarage und Aussenparkplätze und hat einen direkten Zugang zur Metro M2 (Lausanne-Vennes). Die Sonderausstellung (im Eintrittspeis inbegriffen) ist in den Räumlichkeiten des Aquarium-Vivariums integriert. Öffnungszeiten: Bis 31.10.2019 von 9 bis 18 Uhr. November 2019 bis Ende März 2020 von 10 bis 18 Uhr; April bis Ende Oktober 2020 von 9 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen: www.aquatis.ch

 

Quelle: Tourismus Lifestyle Verlag GmbH, Bern
Bildquelle (sofern nicht anders angegeben): s. o.
Titelbild: Margi Moss

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