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Auf den Spuren der lombardischen Kulturstädte, Teil II – Monza: Zwischen Kirchen und der Formel 1

13.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Auf den Spuren der lombardischen Kulturstädte, Teil II – Monza: Zwischen Kirchen und der Formel 1
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Insider wissen längst, dass die norditalienischen Städte mit viel Geschichte, Kultur und Kulinarik aufwarten können. Wer nach Monza fährt, findet dort nicht nur ein historisches Zentrum und einen herrlichen Garten, sondern vor allem das Heulen der Motoren, wenn im Frühherbst regelmässig die Formel 1 hier Station macht.

Die traditionelle Rennstrecke ist DER Anziehungspunkt der Region, obwohl auch die Umgebung sowie die Metropole selbst nicht unterschätzt werden sollten. Nur unweit von Mailand gelegen, ist sie ein durchaus lohnenswertes Ziel für einen Städtetrip im Herbst.





Das Autodromo Nazionale Monza – Porsche Mobil1 Supercup Finale in Monza 2012 (Bild: Rennstreckenderwelt, Wikimedia, CC)

Das Autodromo Nazionale Monza – Porsche Mobil1 Supercup Finale in Monza 2012 (Bild: Rennstreckenderwelt, Wikimedia, CC)




Monzas Ursprünge gehen auf Kelten zurück

Wer nach Monza fährt, wird feststellen, dass die Metropole immer mehr mit Mailand selbst verschmilzt und fast schon als dessen Vorort bezeichnet werden kann. Die am Lambro gelegene Stadt beherbergt heute knapp 122’000 Einwohner und blickt auf eine lange Tradition zurück. Denn erstmals erwähnt wurde sie im Jahr 50 v. Ch. als Keltensiedlung. Später kamen die Römer und bauten die ersten Brücken über den Fluss, wobei die Ponte die Leoni mit ihren 70 Metern Länge und 4 Metern Breite als damals grösste Brücke der Lombardei galt.

Ob als kurzer privater Trip oder als Betriebsausflug mit den Kollegen, wer Monza einen Besuch abstattet, sollte sich einen Bummel in der Fussgängerpassage im historischen Zentrum keinesfalls entgehen lassen. Auch ein Abstecher in die Schatzkammer des Museo Serpero im Dom darf nicht fehlen. Hier gibt es unter anderem eine langobardische Eisenkrone aus dem 9. Jahrhundert zu bestaunen.

Der Dom von Monza selbst geht in seinen Ursprüngen auf das Jahr 595 zurück, als sich die damalige Königin Teodelinda in der Nähe ihres Palastes eine Kirche errichten liess. Unter den Viscontis wurde diese um 1300 komplett rekonstruiert und die heute noch herrliche Aussenfassade aus Marmor in zwei Farben gestaltet. Die Freskenmalereien im Inneren des Doms stammen hauptsächlich aus dem 14. Jahrhundert, wobei auch noch Reste der ursprünglichen Malereien aus der Antike erhalten geblieben sind.

Der Dom von Monza (Bild: Gabriele Barni, Wikimedia, GNU)

Der Dom von Monza (Bild: Gabriele Barni, Wikimedia, GNU)

Weitere sakrale Bauten gelten als Highlights unter den Sehenswürdigkeiten

Neben dem Dom mit seinem Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert und seiner einmalig schönen Fassade gibt es weitere sakrale Bauten, die bei einem Besichtigungsprogramm in Monza nicht ausgelassen werden sollten. Dazu zählt die Kirche Santa Maria in Strada, die in ihrem Aussehen an die Mutterkirche des Ordens der Augustinermönche erinnert. Erbaut wurde das Gebäude Mitte des 14. Jahrhunderts, wobei die Fassade später im 18. Jahrhundert erheblich restauriert wurde.

Ein weiterer sakraler Bau, der sehenswert ist, ist die Kirche Santa Maria del Carrobiolo, die in ihrem Inneren durch den mittelalterlichen Aufbau aus drei Kirchenschiffen und zwei Kapellen beeindruckt. Die Decke des Hauptschiffes wurde vom berühmten Mailänder Maler Andrea Porta im 18. Jahrhundert gestaltet. Nach erfolgter Renovierung in den vergangenen Jahren erstrahlt die Malerei wieder in herrlichem Glanz und beeindruckt durch ihr faszinierendes Farbspiel.

Kirche Santa Maria in Strada in Monza (Bild: Francescogb, Wikimedia, CC)

Kirche Santa Maria in Strada in Monza (Bild: Francescogb, Wikimedia, CC)

Auch Sportliches wird hier grossgeschrieben

Nach den Besichtigungstouren quer durch die Altstadt belohnen sich Gäste am besten mit einem Ausflug zum nördlichen Teil Monzas, nämlich in den Park der Villa Reale, der mit zahlreichen Golf- und Poloplätzen und einer Galopprennbahn ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Gäste darstellt. Am Wochenende sind hier vor allem viele Mailänder zu finden, die im Grünen ein entspanntes Picknick veranstalten. Der Park von Monza hat im Gesamten eine Grösse von 688 Hektar, womit er sogar den berühmten Central Park in New York übertrumpft, denn er ist mehr als zweieinhalb mal so gross wie dieser.

Villa Reale im Norden Monzas (Bild: Stefano Stabile, Wikimedia, CC)

Villa Reale im Norden Monzas (Bild: Stefano Stabile, Wikimedia, CC)




Unmittelbar beim Eingang zum Park befindet sich die Villa Reale, die von Kaiserin Maria Theresia von Österreich im Jahr 1777 erbaut wurde. Ursprünglich war die Anlage mit dem grosszügigen Park im englischen und italienischen Stil als Sommerresidenz von Ferdinand von Habsburg und dessen Frau Beatrice Ricciarda d’Este gedacht. Heute ist sie für das Publikum frei zugänglich und bietet einen interessanten Einblick in das damalige Leben.



Um einen ausgiebigen Monza-Besuch schliesslich abzurunden, sollten Gäste noch einen Abstecher zum berühmtesten Punkt der lombardischen Metropole machen. Die Rede ist von der Rennstrecke im Parco di Monza, wo sich jährlich im September die Granden der Formel 1 treffen. Das Autodromo Nazionale Monza gehört neben dem Nürburgring zu den legendärsten und berühmtesten Rennstrecken weltweit und gilt seit Jahren als Fixpunkt im Rennkalender. Neben der offiziellen F1-Strecke gibt es zwei weitere Pisten, die als Junior-Strecke bzw. als beleuchtete Option für Nachtrennen zum Einsatz kommen. Der Klassiker bleibt jedoch der traditionelle Verlauf mit den Highspeed-Abschnitten und den überhöhten Kurven.

 

Oberstes Bild: Arengario in Monza (© Remulazz, Wikimedia, CC)

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Über Susanne Mairhofer

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