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Auf den Spuren der lombardischen Kulturstädte, Teil III – Brescia

16.09.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Auf den Spuren der lombardischen Kulturstädte, Teil III – Brescia
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Italien bietet seinen Gästen in der Lombardei viele interessante Kulturstädte – unter anderem auch Brescia, die zweitgrösste Stadt der Region. Sie liegt inmitten der Pianura Padana am Fuss des Monte Maddalena und der Cidneo-Hügel, die einen herrlichen Blick auf das Schloss Brescia bieten.

Die Stadt, die knapp 80 Kilometer von Mailand entfernt liegt, bietet ihren Besuchern einen Einblick in die abwechslungsreiche Geschichte, überzeugt aber gleichzeitig mit einem vielfältigen Freizeitangebot, das einen Aufenthalt in diesem Teil Lombardiens zu einem echten Ferienhighlight werden lässt.





Zentrale Kirchen in Brescia sind der Duomo Vecchio und der Duomo Nuovo. (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, GNU)

Zentrale Kirchen in Brescia sind der Duomo Vecchio und der Duomo Nuovo. (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, GNU)

Ursprünge in der Bronzezeit

Die Geschichte der Besiedlung Brescias geht bis in die Bronzezeit zurück, was zahlreiche noch sehr gut erhaltene Ausgrabungen in der näheren Umgebung beweisen. Unter den freigelegten Zeugnissen befinden sich komplette römische Wohnungen mit einem individuellen Wasserversorgungssystem und herrlichen Mosaikfussböden. Die ehemals als Brixia bezeichnete Stadt der Kelten unterwarf sich 225 v. Ch. den Römern, die architektonisch wichtige Spuren hinterlassen haben.

Die verkehrstechnisch und ehemals auch kriegstechnisch hervorragende Position zwischen den Voralpen und der Poebene und zwischen den Metropolen Venedig und Mailand trug schon immer zur Entwicklung Brescias massgeblich bei. Doch sie hatte auch Nachteile, denn die Stadt war seit jeher ein umkämpfter Herrschaftssitz.

Der kapitolinische Tempel in Brescia (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, GNU)

Der kapitolinische Tempel in Brescia (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, GNU)




Das Castello von Brescia als Anziehungspunkt

An Anlehnung an die wichtige Rolle in der Geschichte der Region wird die Stadt von ihren Bewohnern heute liebevoll als „Löwin Italiens“ bezeichnet. Wer als Besucher hierherkommt, findet unzählige Unterhaltungsmöglichkeiten wie Bars, Restaurants und Geschäfte. Doch auch kulturelle Highlights gibt es zu bestaunen, allen voran die Piazza del Foro und der heute noch gut erhaltene römische Marktplatz mit dem antiken Capitolium und dem römischen Theater.

Auf dem Hügel Colle Cidneo, der etwas ausserhalb der Stadt liegt, befindet sich die aus dem Mittelalter stammende Verteidigungsburg mit dem imposanten Eingangstor, das mit einem venezianischen Löwen verziert ist. Das Castello von Brescia diente vor allem den Langobarden, Napoleon und den Venezianern, aber auch den Österreichern als Verteidigungsposten und zum Machterhalt. Heute ist das Castello mit seinen prächtigen Parkanlagen ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische wie Touristen. Besonders am Wochenende sind hier viele Besucher zu finden, die die Aussicht weit über die Stadt hinaus geniessen und Picknicks veranstalten. Für alle, die gerne Museen besuchen, gibt es im Inneren des Castello die Option, die Waffensammlung der ehemaligen Herrscher genauer zu betrachten.

Wer gerne zu Fuss unterwegs ist, sollte den Fussweg direkt vom Stadtzentrum von Brescia zur Burg wählen. Dazu braucht es allerdings feste Schuhe und etwas Kondition, dafür wird man oben mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Rund um das Castello hat sich ein Stadtteil Brescias entwickelt, der mit den engen Gassen und seinen schönen Bauten eine besondere Atmosphäre verbreitet. Hier kommen Shoppingbegeisterte auf ihre Kosten. Vor allem auf der Piazza del Mercato gibt es ein reichliches Angebot an Waren, allen voran Obst und Gemüse aus der Region.

Das Castello von Brescia ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische wie Touristen. (Bild: Doronenko, Wikimedia, CC)

Das Castello von Brescia ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische wie Touristen. (Bild: Doronenko, Wikimedia, CC)

Das Freizeitangebot in Brescia ist vielfältig

Wer Ferien in Brescia verbringt, sollte sich einen entspannten Bummel durch die Altstadt nicht entgehen lassen. Die angesagten Plätze sind von Cafés umgeben, deren Tische sich mitten auf dem Bürgersteig befinden und somit das Beobachten des urbanen Lebens perfekt ermöglichen. Strassenmusikanten prägen das Bild ebenso und knüpfen unter anderem an die Tradition der Stadt als Zentrum des italienischen Geigenbaus an.



Der zentralste Platz in Brescia ist die Piazza della Loggia, die mit Gebäuden aus dem 15. Jahrhundert bebaut ist. Dies sollte als Gegenpol zum kirchlich geprägten Domplatz wirken, wobei als auffälligste Sehenswürdigkeit die astronomische Uhr mit den faszinierenden Figuren beeindruckt. Sie zeigt auch heute noch die genaue Uhrzeit an und meldet die vollen Stunden mit klangvollen Glockenschlägen.

Der zentralste Platz in Brescia ist die Piazza della Loggia. (Bild: Vitold Muratov, Wikimdia, CC)

Der zentralste Platz in Brescia ist die Piazza della Loggia. (Bild: Vitold Muratov, Wikimdia, CC)

Zentrale Kirchen in Brescia sind der Duomo Vecchio und der Duomo Nuovo. Im alten Dom ist vor allem die bildliche Darstellung der Visionen Marias zu bestaunen sowie die herrlichen Fresken an Wänden und Decke. Eine der bedeutendsten Barockkirchen der Region ist die Barnabas-Kirche, deren Eingangsportal durch eine Vielzahl von Statuen perfekt in Szene gesetzt ist. Kunstgeschichtlich interessant ist die Kirche Maria della Carità, die mit einem mehrfarbigen Marmorfussboden sowie faszinierenden Wandfresken beeindruckt.

Brescia als Ausgangspunkt der Mille Miglia

Auch Motorsportfreunde kommen in Brescia auf ihre Kosten. Denn die Stadt ist sowohl Start- als auch Zielpunkt des berühmten Oldtimer-Rennens Mille Miglia. Es wurde 1927 ins Leben gerufen und machte die italienischen Automarken Alfa Romeo sowie Lancia und Ferrari populär.

 

Oberstes Bild: Panorama von Brescia (Luca Giarelli, Wikimedia, CC)

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