Costa Brava: Geheimtipps für Reisende

Die Costa Brava ist so viel mehr als Lloret de Mar und Barcelona. Auch, wer auf Massentourismus keine Lust hat, wird hier glücklich. Besonders die Küstenabschnitte im Norden in Richtung französische Grenze sind wunderschön.

Türkisfarbenes, kristallklares Wasser, die schönsten Strände an der Costa Brava und fantastisches Essen machen den Urlaub perfekt. Ausserdem finden sich hier Naturparks, kleine Städtchen mit verträumten Gassen und exzellentes Essen.

Ganz im Norden des Küstenabschnittes befindet sich der Parc Natural de Cap de Creus. Dieser Park ist landschaftlich besonders schön, mit vielen Wanderwegen und einer atemberaubenden Küstenlinie. Schroffe Felsen wechseln sich ab mit klitzekleinen Buchten, die man ganz für sich alleine hat.

Cadaqués und Umgebung

Hier verbrachte der Maler Salvador Dalí die Ferien seiner Kindheit im Haus der Grosseltern. Dalí liebte den Ort und die Küste dort so sehr, dass er nach einigen Jahren in Paris und New York sich hierher zurückzog, um zu malen. Er kaufte ein paar Fischerhütten und verband sie miteinander: hier war nun sein Lebens- und Schaffensmittelpunkt. Die Fredosa Bucht gehört vielleicht nicht zu den schönsten Stränden an der Costa Brava, dennoch liebte es Dalí hier zu baden.

In Figueras ist der Maler aufgewachsen und hat seine ersten Inszenierungen ausgelebt, denn Dalí war schon als Kind exzentrisch. Seit 1974 gibt es dort im ehemaligen Theater das Dalí Museum, was Sie unbedingt besuchen müssen, wenn Sie ein Fan des Künstlers sind.

Weiter südlich finden Sie die entzückenden Badeorte Tamariu, Llafranc und Calella de Palafrugell. Die Badebucht von Tamariu ist der Inbegriff von pittoresk: Felsen und Pinien säumen den kleinen Sandstrand. Der idyllische Ort ist im Sommer nicht menschenleer, aber überfüllt ist es hier auch nicht.

Um viele der kleinsten Buchten zu entdecken, empfiehlt es sich eine Tour mit dem Seekajak zu buchen und küstennah zu paddeln.

Für die Freunde des Spazierengehens gibt es einen Küstenpfad, der die drei Orte miteinander verbindet. Er ist Teil des längeren Cami de Ronda. Der Blick vom Wanderweg auf’s Meer ist immer atemberaubend schön. Auch hier unterbrechen kleine Buchten die Steilküste und kurze sandige Abschnitte leuchten verheissungsvoll. Wer mehr möchte als Spazierengehen, der wandert womöglich den ganzen Cami de Ronda. Für die einfache Strecke werden zwei Tage veranschlagt – für den Rundweg 8 Tage. Der Rundweg führt nicht nur an der Küste entlang, sondern auch durch das Hinterland und über Girona. Im 19. und 20.Jahrhundert diente dieser Küstenweg der spanischen Polizei zur Überwachung des blühenden Schmuggels. Besonders in den Jahren 1940 bis 1958, als Spanien vom internationalen Handel ausgeschlossen war, lieferten im Bereich dieses Küstenabschnittes Handelsschiffe illegal Waren an Fischerboote. Von den Booten aus wurde das Schmuggelgut dann in Höhlen an der Küste versteckt und dann auf Fahrzeugen ins ganze Land transportiert.


Cadaqués, Spanien (Bild: Solovi Paradise – shutterstock.com)

Nachhaltiger Tourismus

Katalonien ist das erste Land, welches das Siegel „Biosphere Responsible Tourism“ führen darf. Seit Ende 2015 kann man hier Urlaub machen und damit die regionale Wirtschaft unterstützen, die wiederum Umwelt und Kultur schützt. Es geht also um mehr als nur die schönsten Strände an der Costa Brava. Nachhaltiger Tourismus wird in Katalonien bereits praktiziert, das zeigen Projekte wie ‘Wildsea Europe’. An einem anderen Projekt ‘Hiking Europe’ sind auch Nordirland, Emilia-Romagna und Dalmatien beteiligt. Die Länder machen sich gemeinsam stark für nachhaltigen Wandertourismus in ihren Regionen.

Fazit

Katalonien und die Costa Brava haben nicht nur wunderschöne, verträumte Buchten im Angebot, sondern achten im Tourismus auch auf Nachhaltigkeit. Solch Tun verdient Unterstützung, was angesichts des rauen Charmes der Gegend sehr leicht ist. Goethe’s Ausspruch ‘Nur wo Du zu Fuss warst, bist Du auch gewesen’ können Sie hier umsetzen in super schönen Wanderungen nicht nur entlang des ehemaligen Schmuggler-Überwachungspfades, sondern im gesamten Hinterland Kataloniens. Die Küste selbst mit ihren idyllischen Buchten, kristallklarem Wasser und dem wunderbaren spanischen Essen ist ein wirklicher Geheimtipp.

 

Titelbild: kavalenkau – shutterstock.com

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