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Das Jura besticht durch seine Ursprünglichkeit

26.02.2014 |  Von  |  Alle Länder, Europa
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Das Jura besticht durch seine Ursprünglichkeit
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Das Schweizer Jura ist ein reizvolles Mittelgebirge im Nordwesten der Schweiz. Es erstreckt sich vom Oberrheingraben bei Basel in südwestlicher Richtung über rund 300 Kilometer Länge bis hin zur Isère an der gesamten Schweizer Westgrenze entlang. Vom Schweizer Mittelland steigt das Mittelgebirge fast unvermittelt auf und erreicht hier mit über 1700 Metern auch seine grössten Höhen.

Im Schweizer Jura kann man fantastische Ferien verbringen. Die Region besticht durch ihre Ursprünglichkeit und beeindruckende, manchmal fast raue Natur. Die Landschaft ist geprägt durch Hochflächen und tief eingeschnittene Täler. Dichter besiedelt sind hier vor allem die Täler, während in den höheren Lagen grosse Wälder und Weideflächen dominieren.



Aufgrund des rauen Klimas endet die Baumgrenze oft schon zwischen 1400 und 1500 Metern. Wer so wie wir gerne wandert, findet im Jura ein ausgesprochen reizvolles Terrain für erholsame Tage in vielfach unverfälschter Natur. Es ist noch gar nicht lange her, da schnürten wir die Wanderstiefel und nahmen den Jurahöhenweg in Angriff.

Schweizer Juralandschaft (Bild: berggeist007  / pixelio.de)

Schweizer Juralandschaft (Bild: berggeist007 / pixelio.de)

Faszination Jurahöhenweg



Für den Jurahöhenweg, der über rund 300 Kilometer von Dielsdorf nach Le Pont führt, hatten wir 14 Tage Zeit. Dabei wählten wir die Etappen nicht zu lang, damit wir genügend Zeit für die Schönheiten der Natur und der kulturellen Highlights hatten. Am Ende der Tour waren wir begeistert von der fantastischen Vielfalt, den malerischen Dörfchen, sehenswerten Städtchen und den fantastischen Weitsichten.

An Tagen mit guter Sicht sind die Alpen zum Greifen nah, ein wahrlich herrlicher Anblick. Fasziniert hat uns auf unserer Wandertour so einiges. So machten wir einen Abstecher zur Taubenlochschlucht. Sie liegt zwischen Bözingen und Frinvillier und ist kaum länger als zwei Kilometer. An einigen Stellen ist die Schlucht nur wenige Meter breit und die Felswände ragen senkrecht in die Höhe.

(Bild: Stéphane Dewarrat, Wikimedia, CC)

(Bild: Stéphane Dewarrat, Wikimedia, CC)

Von Frinvillier ist dann auch schnell Biel erreicht und hat uns mit seiner wunderschönen Altstadt begeistert. Auf der weiteren Wegstrecke waren wir vom Creux du Van schwer beeindruckt. Es das ist ein sogenannter Ausräumungskessel, der wohl nach der letzten Eiszeit durch Erosion entstanden ist. Der Kessel hat eine Breite von mehr als einem Kilometer und ist bis zu 500 Meter tief. An den steilen Felswänden des Kessels leben Steinböcke und Gämsen und mit etwas Glück bekommt man die Tiere auch zu Gesicht. Über Ste. Croix und Vallorbe, beides im Übrigen sehenswerte Städtchen, erreichten wir nach 13 Tagen das kleine Dorf Le Pont, den Zielort des Jurahöhenwegs.

Wintersport im Schweizer Jura

Welcher Wintersportler kennt sie nicht, die oft überlaufenen Skigebiete in den Alpen. Da stellt das Jura eine tolle Alternative dar. Vor allem, wenn man Ruhe und Entspannung sucht. Ideale Bedingungen finden vor allem Langläufer auf den ausgedehnten Hochebenen. Aber auch Alpinskifahrer und Boarder kommen durchaus zu ihrem Recht, wobei die Grösse der Skigebiete nicht mit denen in den Alpen vergleichbar ist.

Dafür geht es sehr familiär zu und für Familien mit Kindern ist ein Winterurlaub im Jura durchaus eine Überlegung wert, denn die Skigebiete sind familienfreundlich und übersichtlich. Für einen gemütlichen Winterurlaub lohnt es sich, einmal nach Buttes zwischen Yverdon und Neuchâtel zu fahren. Den Wintersportler erwarten immerhin 20 Kilometer Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade.

Blick auf Schweigmatt mit dem Lueginsland, dahinter Nebel über der Rheinebene, Schweizer Jura (Bild: Lueginsland Christoph Jantzen, Wikimedia, CC)

Blick auf Schweigmatt mit dem Lueginsland, dahinter Nebel über der Rheinebene, Schweizer Jura (Bild: Lueginsland Christoph Jantzen, Wikimedia, CC)

Viel Abwechslung und Gaudi abseits der Pisten versprechen Rodeln, Schlittschuhlaufen und die Winterwanderungen in idyllischer und tief verschneiter Landschaft. Abwechslungsreiche Abfahrten erwarten den Skifahrer auch im Skigebiet von Tramelin. Sieben familienfreundliche Abfahrten bieten entspanntes Skivergnügen und eine ganze Menge Spass und sind zudem nur wenige Kilometer von Biel entfernt.



Vor allem aber ist das Schweizer Jura ein wahres Paradies für Langläufer. Neben familienfreundlichen Rundstrecken kommen hier auch sportlich ambitionierte Langläufer zu ihrem Recht und werden vor manche Herausforderung gestellt. Etwas ganz Besonderes stellt dabei die Trans Jura dar, eine fast 100 Kilometer lange Loipe von Les Bises nach Mt. Crosin.

Das Jura steckt voller sehenswerter Kleinode

Auch für Kulturinteressierte hat das Jura eine Menge zu bieten. Ein reizvoller Ort voller Geschichte ist das Städtchen Pruntrut oder Porrentruy, wie es auf französisch genannt wird. Es war einst die Residenz der Fürstbischöfe von Basel und zudem die historische Hauptstadt des Jura. Bei einem Bummel durch die malerische Altstadt lässt sich einiges entdecken.





Pruntrut, Sicht vom Schloss aus (Bild: Oliv76600, Wikimedia, CC)

Pruntrut, Sicht vom Schloss aus (Bild: Oliv76600, Wikimedia, CC)




Wir waren von den zahlreichen historischen Bürgerhäusern aus verschiedenen Epochen total begeistert, die sich im Stil der Gotik, des Barock oder des Neoklassizismus präsentieren. Etwas erhöht über der Altstadt thront das Schloss, das von 1527 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts den Fürstbischöfen von Basel als Residenz diente. Wobei die ältesten Teile des Schlosses wesentlich älter sind. So wird der mächtige runde Bergfried, der Tour Réfous, auf das 13. Jahrhundert datiert und ist Teil einer älteren Burganlage. Als fast noch reizvoller empfanden wir den Besuch des Städtchens Saint-Ursanne mit seinem mittelalterlichen Stadtbild.

Saint-Ursanne – romantisch und mittelalterlich (Bild: Badener, Wikimedia, CC)

Saint-Ursanne – romantisch und mittelalterlich (Bild: Badener, Wikimedia, CC)

Es liegt malerisch im Tal der Doubs und beeindruckte uns durch seine prächtigen Häuser, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert erbaut wurden. Auch drei mittelalterliche Stadttore sind noch erhalten, wobei die Steinbogenbrücke über den Doubs direkt durch den Porte Saint-Jean in die Altstadt führt. Bei einem Rundgang durch Saint-Ursanne sollte die romanische Stiftskirche nicht vergessen werden, deren Südportal im Stil der burgundischen Romanik erbaut wurde und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Stilepoche in der Schweiz gehört.

 

Oberstes Bild: Felsgrat in der Nähe der Ruine Spiegelberg bei Muriaux (Bild: Yesuitus2001, Wikimedia, CC)

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Über Winfried Meyer

Als gelernter Kartograf galt mein Interesse schon früh den Landkarten und fernen Ländern. Daraus entwickelte sich eine grosse Leidenschaft für das Reisen, die mich schon in viele Teile unserer Erde geführt hat. Inzwischen betreibe ich ein Redaktionsbüro für die Reise- und Tourismusbranche und biete meinen Kunden einen umfangreichen Service an. Neben hochwertigen Inhalten plane ich individuelle Rundreisen und übernehme Fotoaufträge.



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