Dem Meer abgerungen – Schatzkiste Flevoland

09.09.2016 |  Von  |  Europa, News
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Dem Meer abgerungen – Schatzkiste Flevoland
Jetzt bewerten!

Flevoland ist eine von Menschenhand geschaffene Region. Die Niederländer haben das Gebiet der heutigen Provinz in den 1940er Jahren mühsam der Zuiderzee abgerungen. Wer sich hier aufhält, dem wird allerdings nicht unbedingt bewusst, dass er in einer „künstlichen Welt“ lebt.

Flevoland hat heute rund 400’000 Bewohner und ist das grösste Blumenanbaugebiet der Niederlande. Im Ausland ist die Provinz vor allem wegen ihrer langen Küste bekannt. Dabei bietet gerade das Landesinnere von Flevoland rund ums Jahr naturnahe und familienfreundliche Angebote.

Mit dem Rad durchs Tulpenmeer

Der Nordosten der Provinz ist im Frühjahr ein Meer aus Tulpen. Die Landschaft ist abwechselnd knallig rot, leuchtend gelb oder puristisch weiss – je nachdem, welche Tulpensorte auf den Feldern wächst. Dutzende Radwanderwege führen durch die agrarisch geprägte Region. Die bekanntesten unter ihnen sind die Blumenzwiebelrouten, die jedes Jahr einen anderen Streckenverlauf haben.


Tulpenmeer (Bild: © Olha Rohulya - shutterstock.com)

Tulpenmeer (Bild: © Olha Rohulya – shutterstock.com)


So stellen die örtlichen Bauern sicher, dass Besucher entlang der schönsten Felder radeln. Und stets ist es ehemaliger Meeresgrund, über den man fährt. Dieses Wissen macht den Aufenthalt in Flevoland zu etwas ganz Besonderem.


Die ehemalige Insel Schokland war das erste UNESCO -Weltkulturerbe in den Niederlanden. (Bild: © jstuij - shutterstock.com)

Die ehemalige Insel Schokland war das erste UNESCO -Weltkulturerbe in den Niederlanden. (Bild: © jstuij – shutterstock.com)


Schokland – von der Insel zum Festland

Schokland zählt zum UNESCO Welterbe. Als Flevoland noch komplett unter Wasser lag, war Schokland eine Insel. König Wilhelm III. – ein Vorfahr des heutigen niederländischen Königs – befahl 1859 die Räumung der Insel, weil sie immer wieder überflutet wurde. Notgedrungen mussten die Fischer ihre Heimat verlassen. Als dann die Trockenlegung der Region erfolgte, wurde Schokland Bestandteil des Festlandes. Ein kleines Museum zeigt Erinnerungstücke aus der „Insel-Zeit“, und überall auf dem Areal ist das Ringen von Land und Wasser sicht- und spürbar.


Rehe und Hirsch im Winter in der Nähe von einem gefrorenen See. (Bild: © J. Marijs)

Rehe und Hirsch im Winter in der Nähe von einem gefrorenen See. (Bild: © J. Marijs)


Oostvaardersplassen – wo der Hirsch ruft

Zu Hunderten galoppieren Konikpferde über die weite, offene Landschaft. Die robuste Rasse mit ihren wallenden, schwarzen Mähnen zählt zu den „Big 5“ der Niederlande – genauso wie Heckrinder, Hirsche, Füchse und Seeadler.

Die tierische Population des Naturschutzgebietes „Oostvaardersplassen“ ist so gross, dass Besuche ganzjährig einen hohen Erlebniswert haben. Aber insbesondere im Herbst, wenn das Naturschauspiel der Hirschbrunft stattfindet, kommen viele Tierfreunde, um an geführten Rangertouren teilzunehmen. Berühmt geworden ist die Landschaft durch den spektakulären Dokumentarfilm „Die neue Wildnis“, der 2015 auch in deutschen Kinos lief.


IJsselmeer (Bild: © Mario Calma - shutterstock.com)

IJsselmeer (Bild: © Mario Calma – shutterstock.com)


Stürmische Zeiten am Ijsselmeer

Auch das Ijsselmeer ist ein ganz besonderer Ort und streng genommen weniger ein „Meer“ als ein See. Entstanden ist es durch die Eindeichung der ehemaligen Zuiderzee. Da sich in der Zuiderzee immer wieder schwere Sturmfluten auftürmten, wurde sie durch einen Deich von der Nordsee getrennt, um die Küstenorte zu schützen.

So entstand 1932 das heutige Ijsselmeer. In den Sommermonaten ist es weiss vor Segeln und am Ufer tummeln sich die Badegäste. Im Winter wird es an den Stränden ruhiger und auf der See stürmischer. Dick eingemummt, ist ein Strandspaziergang dann ein besonderes Vergnügen, denn Wind und Wellen, klare Luft und sanftes Licht lassen Urlauber tief durchatmen. 


Helikopterflug über die bunten Tulpenfelder (Bild: © Jarretera - shutterstock.com)

Helikopterflug über die bunten Tulpenfelder (Bild: © Jarretera – shutterstock.com)


Flevoland-Ferien gewinnen

Ein spektakulärer Helikopterflug über die bunten Tulpenfelder, eine Safari durch Oostvaardersplassen und ein Segeltörn auf den Randmeren – die Schönheiten Flevolandes dürfen Teilnehmer des Gewinnspiels von Blume2000.de erleben. Jeweils acht Personen, also Grosseltern, Eltern und Enkel, können ein verlängertes Wochenende in Flevoland im Landal Waterparc Veluwemeer und einen der Ausflüge gewinnen. Das Gewinnspiel läuft vom 19. September bis zum 9. Oktober – passend zum „Omatag“, der immer am zweiten Sonntag im Oktober stattfindet. Die Teilnehmer müssen lediglich erklären, warum Oma die Coolste ist.

 

Artikel von: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention (NBTC) c/o Regus
Artikelbild: Sonnenuntergang von Urk, Region Flevoland (© fokke baarssen – shutterstock.com)

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.



Ihr Kommentar zu:

Dem Meer abgerungen – Schatzkiste Flevoland

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.