Die Iguazú-Fälle: Wunderwerk der Natur im Herzen Südamerikas

28.11.2013 |  Von  |  Südamerika
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Die Iguazú-Fälle: Wunderwerk der Natur im Herzen Südamerikas
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Mitten in Südamerika, an der argentinisch-brasilianischen Grenze, liegt eines der spektakulärsten Naturschauspiele der Welt. Bis zu 7000 m³ Wasser pro Sekunde stürzen über die fast 300 Wasserfälle von Iguazú in die Tiefe; umgeben vom südamerikanischen Urwald bieten die tosenden Wassermassen den Besuchern von beiden Seiten aus immer wieder neue atemberaubende Anblicke.

Naturwunder mitten im Urwald: die Iguazú-Wasserfälle



Die Iguazú-Fälle liegen am gleichnamigen Fluss Iguazú, auf Portugiesisch Iguaçu, und verbinden die argentinische Provinz Misiones mit dem brasilianischen Bundesstaat Paraná. Das atemberaubende Spektakel der unzähligen grossen und kleinen Wasserfälle ist der Lage in einer Flusswindung zu verdanken, in der sich im Laufe der Zeit mehrere Inseln gebildet haben. Als unbestrittenes Highlight bildet der von beiden Seiten sichtbare Teufelsschlund den Mittelpunkt der Iguazú-Fälle.

Die Wasserfälle stürzen zum Teil über 80 m in die Tiefe und sind auf beiden Seiten in Form von Nationalparks geschützt. Neben dem Spektakel der herabstürzenden Wassermassen beherbergen die Wälder und Inseln rund um die Fälle auch eine bemerkenswerte Artenvielfalt, darunter allein rund 800 Schmetterlingsarten, von denen sich viele nicht scheuen, sich gelegentlich auf dem einen oder anderen Touristen niederzulassen. Ebenso furchtlos, aber zum Teil deutlich aggressiver, verhalten sich die unzähligen Nasenbären der Nationalparks. Durch die fütternden Besucher haben viele der putzigen Tierchen sich längst daran gewöhnt, den Touristen als vermeintliche Nahrungsquelle nachzustellen.

Die brasilianische Seite der Iguazú-Fälle

Keine Reise zu den Iguazú-Fällen ist komplett, ohne beiden Seiten einen Besuch abgestattet zu haben, denn der brasilianische und der argentinische Nationalpark unterscheiden sich erheblich voneinander. Während auf der argentinischen Seite verschlungene Wege über, unter und zwischen den Wasserfällen durchführen, bietet der Panoramaweg im brasilianischen Nationalpark Iguaçu eine atemberaubende Aussicht auf die grossen Fälle als Ganzes. Im Idealfall werden für den Besuch zwei Tage eingeplant, wenn nicht mehr – nach dem spektakulären Erlebnis, den gigantischen Wasserfällen ganz nah gewesen zu sein, zieht es viele Besucher in den folgenden Tagen noch einmal zurück.

Auf der brasilianischen Seite führt ein Panoramaweg direkt am Fluss entlang und ermöglicht einen Eindruck von der gigantischen Ausdehnung der Wasserfälle. Am Ende des Panoramawegs reicht eine Plattform direkt unter die grossen Hauptfälle, die hier in ihrer vollen Grösse bestaunt werden können. Die eine oder andere kräftige Dusche ist dabei im Preis mit inbegriffen. Eine faszinierende Aussicht auf die Fälle auf Ganzes können Besucher ebenfalls auf einem Helikopterflug geniessen; die Tickets für den Flug sind direkt am Parkeingang erhältlich.





Blick auf die Iguazú-Fälle. (Urheber: Claudio Elias / Wiki / Lizenz: GFDL)

Blick auf die Iguazú-Fälle. (Urheber: Claudio Elias / Wiki / Lizenz: GFDL)

Aussergewöhnliches Naturschauspiel im argentinischen Nationalpark

Das besondere Highlight beim Besuch der Iguazú-Fälle ist ohne Frage der argentinische Nationalpark Iguazú. Umgeben von Urwald und Wasserfällen in allen Grössen und Formen, erlaubt es ein Netz aus Wegen und Plattformen, den Fällen immer wieder ganz nah zu kommen. Zwischen den Bäumen eröffnet sich dem Besucher von Zeit zu Zeit der Blick auf die grossen Hauptfälle und auf den Teufelsschlund, der seine ganze Pracht immer wieder aus einer neuen Perspektive zeigt. Die Plattformen führen dabei vielerorts über die mächtigen Fälle hinweg, sodass der Gang an diesen Stellen nichts für schwache Nerven ist.

Am Ende führt der Weg weit hinaus über mehrere Plattformen hinweg bis vor den Teufelsschlund, und spätestens hier ist der furchteinflössende Name dieses imposanten Wasserfalls für jeden Besucher verständlich. Für ganz Mutige besteht die Möglichkeit, an einer Schlauchbootfahrt auf dem Iguazú-Fluss teilzunehmen und auf diese Weise direkt an die grossen Fälle heranzufahren. Dabei sollte jedoch nicht erwartet werden, hinterher noch ein trockenes Kleidungsstück am Körper zu tragen. Für mitgeführte Kameras werden vor Abfahrt wasserdichte Beutel ausgegeben.

Der argentinische Teil der Iguaçu-Wasserfälle, „Teufelsschlund“. (Urheber: Anouchka Unel / Wiki)

Der argentinische Teil der Iguaçu-Wasserfälle, „Teufelsschlund“. (Urheber: Anouchka Unel / Wiki)

Unterwegs im Dreiländereck



Die Iguazú-Fälle sind nur 20 km vom Dreiländereck Argentinien – Brasilien – Paraguay entfernt, und ein Besuch der Wasserfälle bietet Reisenden eine hervorragende Gelegenheit, die drei ungleichen Nachbarn mit den Städten Foz do Iguaçu (Brasilien), Puerto Iguazú (Argentinien) und Ciudad del Este (Paraguay) einmal genauer kennenzulernen. Als weitere bedeutende Sehenswürdigkeit lädt wenige Kilometer nördlich ausserdem der Itaipú-Staudamm mit dem zweitgrössten Wasserkraftwerk der Welt zu einem Besuch ein. Von Foz do Iguaçu und Puerto Iguazú aus starten mehrmals stündlich preiswerte Stadtbusse zu den jeweiligen Nationalparks; in beiden Städten sind sowohl Unterkünfte als auch Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten in grosser Zahl vorhanden.





Panorama der Iguazú-Fälle. (Urheber: Martin St-Amant / Wiki / Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en" target="_blank">CC</a>)

Panorama der Iguazú-Fälle. (Urheber: Martin St-Amant / Wiki / Lizenz: CC)

Ciudad del Este ist weit weniger auf internationalen Tourismus ausgerichtet und in der Region insbesondere als Schmugglerstadt bekannt, in der Brasilianer und Argentinier mit Vorliebe elektronische Geräte, Kleidung und weitere Güter einkaufen. Besucher, die sich für eine Unterkunft in Ciudad del Este entscheiden, erreichen Foz do Iguaçu entweder zu Fuss oder mit dem Stadtbus über die Puente de la Amistad, die Freundschaftsbrücke.

Die Stadtbusse halten jedoch in der Regel nicht an beiden Grenzstellen, sodass sich der Reisende plötzlich in einem anderen Land wiederfindet als dem, in dem er sich offiziell gerade aufhält – oder aber offiziell in zwei Ländern zugleich zu Gast ist. Hier genügen bei der Rückfahrt meist ein paar erklärende Worte an die Grenzbeamten. Wer derartige Probleme vermeiden möchte, überquert die Brücke zu Fuss; der Stadtbusbahnhof von Foz do Iguaçu ist anschliessend nur eine Viertelstunde Fussmarsch entfernt.



 

Oberstes Bild: Iguazú-Fälle – © Lev, Fotolia.com

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Über Andrea Rathjen

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